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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1929-05-01 · 3 (1.5.1929) · p. Seite 39

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VI (1929-1930)
Issue
3 (1.5.1929)
Date
1929-05-01
Page
Seite 39 (sequence 3)
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- 39 - Im Luftschiff über Palästina. Von Dr. Hermann Badt. „Wen» bei Nückcuwiub sv bfribt, morbni wir in einer Ütunbe nnb t.l Minnle» über Haisa fein", sagte mir gegen 2 Uhr nachmittags (mir batten unsere Uhren noch nicht »mgcstclM ber Navigatioiisosfizirr .Herr von Schiller, »aclchem er mit einem Zirkel aufs genaueste die Entseriiniigen ber noch zurückzulcgoibcn 2trccfe ansgemessen hatte. Tr. Eckener hatte mich ringe laben, nach vorn in be» Naviga>ivnsiaum z„ kommen, um mich bori ans Wrmtb meiner Meunt uis be» Laubes ersorberlichensalls ju »inte zu sieben. Es ist schiver, die Empsiubuugeu zu beschreibfu, mit bene» ich bas Austauchc» ber Müstc am Horizont erwartete, Empfindungen, die sich bei ber Zahn über Palästina so steigerte», bas; alle» in mir vibrierte. Zch tvar nie ein Teil des Lustschissrs, bei bei» auch bei äußerlich ruhigster s^ahrt boch i» allen Trähten uub Perspannnngeu baS surren ber Motoren mitschwingt. so schwang bei mir noch in betn lebten Nerv ber Motor de» Herzens: ich frihlie bas beschleunigte .hämmern ber Pulse bi» in die Fingerspitze». Am Horizont erscheinen schueebebetkle Gebirgszüge. Ter «r'vsel da hinten, ba» musi ber Hermon sei»: nnb-'irb benfe ber herrlichen Tour, bie mich vor snnszeh» Zähre» von ber jüdische» Kolonie Metullali an», vorbei an den Quellen des Zorbaus, in . Tagen ans die spitze des schöne» Berge» sühne. Aber bar, taucht ja schon ber Mannrf ans, die liebliche Bucht von Aeeo. Herr Tr. Eckeuer hatte ursprünglich -in Aussicht genommen, nach einer schleife über be» Harntet durch da» Emek Zesreel nach Nazareth zu sahre», bann in der Zorbau senke auswärts über den Tiberiassee bis z»m Meromsee, dort zu wenben, den Zorbau abwärt» bis zum Tote» Meee, von hier ans über Ze rnsalem, Bethlehem »ach Namleh, wo die Post sätke adgeivvrsen Tel Aviv zu landet. Toch die sonne stand schon lies, als wir .Haisa zuerst komme die erreichten. Tr. Crrfener meinte, Pslichl, nnb diese Pslicht be stehe sür ihn vor tillem darin, die Postsäcke sicher in Namleh abziilv steuert. Tie beulsch großen schwärzen der Sportplatz des t erben sollten, um zuletzt in rfe». Znsolgebejsen tnirbe bie Noule geändert. Urft wurde ber Marmel an ge e Molvnie hatte sich ans einem Zeld ich las später, es sei Makabi gewesen versammelt nnb dort in riesiäen tveiße» Lettern bas WoN „Willkommen" auf dem Boden ansgelegt. Als der stelle näherte, slntele die sitvenkenb über bas Zelb. Ber sich bas Luflschiss Menge Tücher sch lieblich suchte ich t m Habar Hakarmel nach bei» schönen .Hänschen 2tr»tl, bas ich :nmp, nnb Lü»c. ich» mir im Zweise Zaacob? Lag da: rnng wirb erst b iviebet sicher, nnb meines Zrennbes .Hermattn!>2t, tvährenb des Baues i» seiner Anlage be'mitnbert hatte. Tentlich hob sich zwar bas Technikum ab, aber sirucks Hans ver mochte ich nicht za sinbe». so winkte ^ch benn ans gut (Mluck miiite herzlichen (Mrüße i» diese Nicht»»g. Hosseittlich haben sie ihn erreicht. Nach einem kurzen Ansslnge über die Buch! macht bas Lustschiss eim» eleganten Bogen nnb fährt bann über bie jüdische Molottie Bath lMallm (von unten winkten' wohl unsere A.reunbe, bei denen wir int Ma I92t> einen sv hübschen Nach v'i.tag retlebt hatten, heraus) die Muße ent t itnrrn littb bie Nnitte» von lich sichtbar. Auf der ganzen Eukalhptuswälbeni von tihc lang. Atlith, Ta (iäfaren sind beit strecle bi» zu bet bciolt wirb erfen tbnr, mit welcher Mühe hier sdieri. MinisttrialbireKtor Dr. Hrrm Babt, ber iverfasser bieses Berichte», beim Schachspiel wShrenb ber Palästina-Fahrt. gelästerte ittth! boch in seiner Pnrimfrenbc so ein brncksvvlle Hel Aviv, Unten ans dem festliche»! Tohuwabohu! winkt jetzt sicher der Wvijtrv be-z „Tohntvaoohii", Freund (Mrouemauu, mit dem ich hier zu spurim ein Renbez vous verabredet hatte. lind jetzt seht ich eine verantwortungsvolle Eut> scheibnng lre tsanb in frnch.bares Land ver wandelt narben sind. An anderen stellen bin War bas dort unten sichre» I Benjamina? Tie Crientie i ber Mündung des Anbscha schon erscheint bas Jicbf, viel bringen? sei Zahnen ober seit, die einzige übrigens bei dieser! Z-ahrt. Tr. (rcfnift forbert mich ans, bie stelltz zu bestimmet, an ber bas Monsetti abgetvorseti werben soll. Tas ist gar nicht so einfach, nnb itl| bin e,was nt ruhig. Noch habe irffT'wie Zrist vost wenigen Winnie», beim wir stiegen« erst au der Miifie entlang über Zassa, luenben dort tniii firner» nun noch einmal über Tel Aviv. Bilde ich mir nur c tt, baß die Hebabrnse bis hier heratj e ich bas schwenke» der blau weißest sind es nur Bilder einer erregten Frau Irmgard und die Teekanne iiniMiiiiitiiiiiiitiiuiiitiiitiiiiiiiiifitiiifiiitiiuiiiiiiiiiiriitifiiiiimiiiiMiiiiitifiiiififiiiMi tf.id M Frou Irmgard ist ungamein praktisch veranlagt. Selbstverständlich war s e e ne der ersten Housfrouen, die eine Zugstebteekonno „KOMPlETTA" ihr eigen nannte. Diese neue, eigenartige Kanne erspart ihr das Abgießen des Tees noch dem Aufbrühen, erspart 'ihr Zeit und Arbeit. Und, wes das Schönste ist sie hat für das ganze „KOMPlE^TA"-$ervice keine besonderen Auslagen gehobt, die Sammlung leerer Umhüllungen von „Teekanne" Packungen hat es ihr eingebracht. Nähere Auskunft erteilt jeder Kaufmann. 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