Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VI (1929-1930)
- Issue
- 2 (16.4.1929)
- Date
- 1929-04-16
- Page
- Seite 23 (sequence 3)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/4904101-5441819-5443074--2178-4906260- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
fm IKU«*. Jeden BOcherwunsch erfüllt Ihnen die SCHWÄBISCHE BÜCHERSTUBE Schneider & Truckenmüller Charlottenstr. 1 / Telephon 25034 Ihre Frau wird nichts für das Judentum des Kindes, Sie aber werden unendlich viel gegen das Christentum desselben tun. Ties sollen Sie nicht bloß, dies werden Sie unwillkürlich, weil Sie, mein Freund, gar nicht anders können. Nun blieb nur noch der Ausweg: keines von beiden, weder Beschneidung, noch Taufe. Dagegen bin ich am aller entschiedensten. Nicht bloß, weil dadurch das Judentum doch höchst wahrscheinlich ausgeschlossen, (denn eine spätere Beschneidung ist, wie oben bemerkt, nicht zu erwarten) und der Knabe ist dann immer nicht ein unbeschuittener Jude, sondern ein ungetauster Christ (wie ein Wiedertäuferkind), sondern weil dieser Zustand alles äußeren Haltes entbehrt, welcher in der Jugend der Boden und — 23 — die Stütze des Inneren sein muß. Tas Kind muß wissen, was cs schon ist, wenn es lernen, begreifen und erstreiten soll, was es zu werden hat. Ties ist überhaupt der wahre und tiefe Sinn aller Taufe und Bcschneidung, aller elterlichen Bestimmung über die Religion des Kindes. Es gilt auch hier de: Grundsatz: Aus Nichts wird Nichts. Eher kann aus einem Christen ein Jude und aus einem I rden ein Christ werden, als aus einem Kinde, das gar keine Religion hatte, ein Jude oder Christ. Ich warne.Sie nachdrücklich vor diesem Schritt, vor diesem religiösen Anssetzen des Kii des, eher mag doch Einer fein Kind Fremden üherlassen, als eS auf eineivüste Insel aussetzcn. , Ich komme demnach zu dem festen Schlüsse: Sie lassen den Knaben beschneiden, machen ihn zu einem Enkel Abrahams. Gründe will ich weiter nicht ansühren; im begnüge mich, alles besprochen zu haben, was Sie selbst berührten. Daß ich nicht im Interesse und auf Geheiß des Judentums dies täte, werden Sie j einsehen. Me hat das Juden tum auf Proselyftnmacherei was gehalten, in der richtigen St ätzung der Zahlen in Bezug auf die Religion, d«; durch die größere wenig oder nichts gewonnen i t. Ties beruhte wiederum auf der Einsicht, da \ auch die Masse, welche Juden heißen, nicht das Judentum ausmachen, daß-jene nur das G fäß sind, in welchem dieses ausbewahrt werbt a soll für die Welt des Geistes, für eine höhere Zukunft im späteren Tiesseils, im baldigen Jlnseits. Taher der Midrasch sagt: „Wer nicht von den Liebevollen, Wohltätige», Schamhaften ist, ist nicht von den Söhnen Abrähams", ob r auch ein Jude ist. Dieser innere Kern, das eigentliche Wesen des Judentumes, pflanzt sich >ald in vielen, bald in wenigen An gehörigen, immer aber genügend fort. Tahin deutet der t efe Gedanke: zu jeder Zeit bedürft die Welt zu j ihrem Bestehen 36 Zadikim (Froift me), fehlt je einer davon, daun ginge die Welt zu Grunde. Ta sind eben die.Bewahrer des inneren eigentlichen >Judentums, des Monotheis mus in seiner hohen Reinheit, daher auch die wahren chasside ummaus hoaulom die Frommen anderer Nationen, Nichtjuden, mitge VOrtlcmfecrüMh-lMciMlMniKkcr UMtnrnliii «ci him. in Ordentliche Mitgliederversammlung Dienstag, den 7. Mal 1929, nachmittag» 3 Uhr im Logenlokal, Calwertir. 33 Abends 8 Uhr Im kleinen Saal de* Hindenborgban», Eingang Siephan$ira|e: Vortrag von Human Karmlnkl, Berlin »Fragen der weiblichen jüdischen Jugend* Zu dem Abendvortrog sind alle Gemeindemilglieder willkommen. Nadi dem Vortrag Aussprache 'und gemütliches Beisammensein. br. MlnacrverclB flr IraaKCBpttcgc M Lettheakestattn« e.T. synpsron Samstag, den 17. Aptil, abends 8' > Uhr im Restaurant Bloch, Cnlwersirafie 54.«cneralversammlumt Tagesordnung: Bericht des Vorstandes Rechenschaftsbericht des Kassiers Ersatzwahlen Verschiedenes Zahlreiche Beteiligung erbeten Der Ausschul» jfldLSflwesicraftcim, snmgart Wir ladenf unsere Mitglieder su 2 Mitgliederer Sammlungen des Jüdisihen Schwesternheims E. V. in Stuttgart, Villa annstr. 19. auf Sonntag, 21. April, vormitia js 10 Uhr und 10 ft, Uhr, ein und bitten um zahlreichen Besuch. Der Vorstand. GeschO Kass< Enila t Satzu Tagesordnung: fisbericht 4hbericht ung des Vorstands und Kassiers [igs&nderung _ ■r &agaöaö Neu übersetzt von Rabbiner Dr. Selig Bamberger Mit 10 Bildern von Stanislaus Bender jtovtonievt m -.75 Zu beziehen durch Israel. Derlagsanstalt S. ». b. Stuttgart, Kaferuenftraße Nr. IS Verela rar Nrdenni «es I■■«Werks ■■« «es «arleubaos aatcr «€■ kracllica!■ wirltenbcr« Die 30. NUtHledcrrcnamnilnnü findet am Sonnlag, 28. April, vorm. 10' j Uhr im Gemeindehaus statt. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht. 2. Kassenbericht und Entlastung 3. Satzungsänderung. 4. Ausschubwahl 3. Aussprache Ober Berufswahl! Der Ausschuß. Dr. H. Wolf Sophie Reiss Rabbifier Dr. Martin Joseph Verlobte Berlin Stuttgart-Gießen Charlotten». 13 SCHWARZWALDHEIM der Stuttgart Loge Möhringen b. Horb Gute rituelle Verpfleouno, flickendes Was- ' scr, Liegehalle, StahlbÄder In der NAhe, Leitung durch geprüfte Krankenpflegerin, Ärztliche Aufsicht. KURPERIODEN: 3. Juni bis 30. Juni 1. Juli bis 28. Juli 29. Juli bis 26. Aug. und eventuell noch eine vierte Periode. Juli u. August sind für Kinder von Logenbrüdern vorgesehen. Anmeldungen sind zu richten an: Frau Grete Adelsheimer, Stuttgart Hospitaktrasse 36 Bcmiold Auerbfidi-Vereln Dienstag, den 23. April, Stuttgart-Loge, Calwerstr. 33 Hh| abends 8 4 Uhr spricht Frau Jella Lepman Ober 39 Neue Lebensform der Frau' Donnerstag, den 23. April, abends 8'/> Uhr findet im Hotel Westhelmer unser Seder>Abend . statt. Abendeisen Mk. 1.50. Anmeldungen an: Herrn ObersekretSr Julius Wlssmann, Rtinsburgsirafe ll 13 Ms 15 irriger eHMIKr aus drff. Hause findet i» eiuem Privathause Ausuuhme. des »«Iler Beepflegung und^umiliensuschiub. ju mLligem Peels. »leichaitrigee Junge i« Hause. Aase. «ed. »UI. i. S.100 an die expeditian der Israelitischen ivemeiude-Zeitg. Besucht d i e Veranstaltungen der jüd. Vereine ^~Dr. med. Gustav Einstein F«*ar«t f. lanam Krank hat tan und Nr rbouusatlaolM Laldoa itrlclb Paullnenstraße 3öpt. Telephon Nr. 10319 SpredizeÜ 12.1 and 3-4 Uhr außerdem Montag und y^Donnerstag 7 Uhr, sowie n. trief. Anmeldung^ Assis|ententltlftkeit, zuletzt Im Stuttgarter d nach lSjibrlger Präzis als praktischer Arzt und Krank^nhausarzt in Waibsladt habe ich mich Nach 3ilhtiger i WOchnennnentieim, In Stuttgart, prahl. Arzl niedergelassen Ich bi | Sprechstunden Telephon 73298 471, als und Geburtshelfer zu slmtl. Krankenkassen zugelassen. dr. 531 12 bis 1 und 3 bis 6 Uhr. Ir. med. Ludwig Zümdorfer 3niL BiDdijrlieiB Uf tlnrorf onnmea! (Unle Stuttgart-NOrdUnpcii) Idyll Im Walde gelegen / / Sonnig und staubfrei Streng rituell / Prospekt / Erstkl. Referenz, t: m. Uno logcr Fernruf NrJ|19 Amt Bopfingen ln Württemberg ^67322196779377986877681