Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VI (1929-1930)
- Issue
- 1 (1.4.1929)
- Date
- 1929-04-01
- Page
- Seite 8 (sequence 6)
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- 8 - Die Feier des zehnjähr. Bestehens des Reichsbundes jüd. Frontsoldaten durdi den Landesveihand Württemberg im R. j. F. „X io homilK oifronflirfio Mitglied« rversaiiimluii-i nimmt mil Xoimtiiir von Pom ge hdiM.uii '.HuMiill i(0(iott lüdi'cho t'K-idtiitt^louto, Sie — >io SoltttitlotiHitii ho« 5tttttfliirtor cvnngeliscl» n 'OPi!ia:i#biatt IN Per Nummer vom 1'>. Jrobruur I!t«t ii,ii ^oft.itiot bin/ tuoini die'elben gun; all iiomottt obtto Xatbotwt'o bfiibulPiilt worden, ihre ilvtiitltutoit H’otbtitlHU Amirfiolltcn \u mtnbruitiboii. Xa~ iiMü'.iiiitiKo SpnuMit-bum bobiotit »tcti bior ■ntt oti.f-? üoittoi: . m uiiit'cmiii'rt'oti ,itic* .utrtu uiniri (lO'ttt-i i'orurloilt It'ordott fiittn. Wir vorüobot! motu, tt'to ein rvelcbee bor tolt - vi’’o;: (»rtMimtiii x.ttttottbott opiittiv.litdiec U'hti j;,a Monoa' r.-tne '<?:.•.<< Verleumdung mit ."'.a: i-o ot .i.. Witbrbittltii'ii! ltiib Hi'oo tioitttobi ir lftttfi.v.:i: fbii '.'Iiitlt "die driilo ordentliche -V«i:^iicofrdi*riamin Itiitii ft’- '.’H'mfhrtn’rfin-ö lu’ii'if» oiuEtriirfiirit, ivio dringend noiivendig eine geschloiseie. ven verant n'.'rtnngsteivllstlen Männern ifit? ssriuen getea '.’ttnuehriirtu'it in. Won» ein Muui, wie Zitidiviiirrer Lumvarler seil /sahr und Tag, t'hne;Hücfiici)t auf rorföttlirl.o Auieindungeii nitb Niisthelligleilen tintig und aUtin vom Veivußl fein feiltet toiigi.'ten und poliiiichen Veranlwor nnig geirugeu, den Aiiiiieinilisnu:» bekämpft und inik.^Itw gestunnn isvelle'Lr'r'ö»,ilt>ieite» für die ■.'Mnfiü'l und trh re ihrer lüdischen Mitbürger -''illielon. diinii i-.’i't< {■• fein üemeindemikglied geeen. da» dein Verein;nr Abivichr de» An mcmir.M’.iitv i,ine tl:i:ersiütznng versagt, Fn diesem rin ne '.'rk.-.n wir unsere Leier auf, «ti■ e;:t!: lim ,'otti Adtvehrver-sin feine Arbeit tu enotei'i : i! a >!ihn t u e i n e r ü a r f e n ■i ii ’tt . ,i it : t < a i i o n tu mache n. Am l7, März ivareir zehn Fahre vergangen, seildem sich auch in Württemberg die ehemaligen jüdischen Frontsoldaten zu einem Verbände zu sämmengeschlossen, um im Nabinen des Reich» bunde» südi'cher Frontsoldaten kameradschaftlich teil zu vslegen und da» Ehrengedenke» ihrer ge iallenen Kameraden gegen Verunglimpfungen zu schützen, Tie Jubelfeier bewies, daß sich der Froinblind allgemeiner und aufrichtiger Hoch eichlung erfreue Mit seltener Einmütigkeit Imben alle jüdischen Organisationen ihre Teilnahme an der Fudelseier beiviesen, Tie Anteilnahme der Behörden und der militärischen Verbände an der Fubelfeier zeigte aber,'daß sich weit über diesen Urei» hinan» der Frontbnnd höchster Werrschät tung erfreut, Ta» Jubelfest des Vereins begann mit einer ernsten Gedächtnisfeier auf dem jüdischen Fried lios. Ein strahlender Vorfrühlingsmorgen. Um das stimmungsvolle Ehrenfeld mil dein Tenlmal der Gejaltenen sammelt sich eine große Gemeinde, er füllt von dem heiligen Erilsi der Zlunde, Ein militäüiches Kommando die jüdischen Front soldaten scharen sich wie ein lebendiger Wall um den Grabstein, der die Namen ihrer gefallenen Kameraden kündet. Vom Vorsitzende» des würt tewbergischen Landesverbandes, Tr, Franz Hirsch Ulm, geleitet, schreitet der Ltadtrab biner vor da» Ehrenmal und spricht das die Feier einleitende liebet, „Nie fühlen wir, daß unsere Lieben uns so nah wie in der Stabt der Toten. Erinnerung sprengt die Gräberpsor.en . und nnsere Föhne, unsere »linder stehen vor uns, >vie sie damals hinausgezogen für Teutfchlanüs Ehre, für TeutschlandS Tafein, Für Tentfchland das war der Mutterboden, aus dem sie geboren, das Vaterland, in dem ihre Toten ruhten und deutsche Erde geworden, das Land, dessen Sprache sie sprachen, dessen Lied sie sangen, dessen Geist sie beseelte, i» dem sie wurzelten, auf dem sie at meten. Nicht Tote beweine» ir>ir. Lebende grüßen wir sie leben in Gott, in unsere» Feelen, in unserer Liebe," Wie ein Nachhall dieser Worte klang die Ge ' dächtnisrede, die Tr, Hirsch dtn Kameraden weihte. Lein Wort galt 'nicht nur den jüdischen Gefallenen, sonder» alle», die für das Vaterland gestorben. Er mahnte an die Pflicht der bkei benden Tankbarkeit gegenüber de» Tote», Wie sich in de» Kriegsjahren alle unterschiedslos mit der gleichen Selbstverständlichkeit dem Vaterland zur Verfügung gestellt, so müssen auch jetzt alle, für die Kameradschaft noch den gleichen großeir Zinn hat, sich wieder selbstlos der Heimat zur Verfügung stellen, Tie Not des Vaterlandes for dert gebieterisch die Mitarbeit aller. Eine besondere Verpflichtung müssen die Kameraden in der Pflege und Erhaltung der Kriegergräber erblikken, den» ein Volk, das seine Toten und deren Ruhestätten nicht ehrt, begibt sich seines Kultur Niveau», Ueber die Gedanken an die Vergangen heit und Gegenwart hinaus forderte der Redner einmütiges Zusammenarbeiten aller deutschen ka meraden für die Erhaltung des Geistes der Einig keit und der Aufopferung in der kommenden Ge neration, damit, wenn sich zwangsläu ig die Rechen der Kameradenverbände lichten, der Geist, der sic zusammenhält, als wertvolles Erbe erhalten bleibt. §IN JEDEN HAUSHALT GEHÖREN: elekt. 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