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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1929-04-01 · 1 (1.4.1929) · p. Seite 9

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VI (1929-1930)
Issue
1 (1.4.1929)
Date
1929-04-01
Page
Seite 9 (sequence 7)
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Mit diesen Worten legte der Redner einen Kranz am Denkmal der gefallenen Stuttgarter jüdischen Kameraden nieder, nachdem schon vorher Kränze am städtischen Gefallenendenkmal auf dem Waldfriedhof und an dem Gedenkstein auf dem jüdischen Friedhof in Cannstatt niedergelegt wa ren. Ter Gedenkrede folgte eine Ansprache des Vertreters des württembergischen Kriegerbundes, der ebenfalls einen Kranz niederlegte. Ten Ab schluß der schlichten Gedenkfeier bildete das To tengebet, das der Stadtrabbiner sprach. Tann ein deutsches Lied, stimmungsvoll von einem Chor von Kameraden vorgetragen, eine Minute stummer Andacht und die Feier hatte ihr Ende gefunden. Abordnungen vom württember gischen Staatsministerium, von der Stuttgarter Stadtverwaltung, der Kommandantur Stuttgart, der 5. Reichswehrdivision, des Schutzpolizeikommandos, des württembergischen Kriegerbundes, des württembergischen Frontkämpferbundes, des Reichsbanners, der Kriegsgräberfürsorge, des Reichsbundes der Kriegsbeschädigten, der katholijchen Kirchengemeinde, hatten neben Vertreter» der jüdischen Organisationen an der Feier teilge nommen. Im Anschluß an die Gedächtnisfeier fanden ge fchäftliche Verhandlungen des Landesverbandes in Anwesenheit der Vertreter der Berliner Bun desleitung, des bayrischen, badischen und des südwcstdeulschcn Landesverbandes statt. Nachmittags sprach der Landesverbandsvor sitzende von Südwestdeutschland, RechtsanwalkTr. Stessen Kann aus Frankfurt, über „Staatsbürgerfreiheit oder Friedhofsschäichung." Seine Mahnung zur Einigkeit und kraftvoller Abwehr der unberechtigten Angriffe unserer Gegner klang wie ein Weckruf, der sicher noch lange in den See len der Zuhörerschar nachtönen wird. » Am Abend sammelten sich die Kameraden mit ihren Angehörigen, den auswärtigen Gästen und den Vertretern der jüdischen Organisationen zu einem gemütlichen Festessen. Aus den mannigsachen Festreden klang die Anerkennung für den Bund und seine Arbeit, wie die Aufmunterung zu weiterer hingebender Treue für die Bundes- - 9 - Gnädige Frau Wenn Ihr Mann mit dem großen Wagen fährt, brauchen Sie für Ihre Besorgungen usw. einen hübschen kleinen Wagen für sich selbst. Sehen Sie sich uihseren neuen kleinen HANOMAG an!' Cabriolet nur RM. 2800.—. - Wir erwarten gerne Ihren Besuch. General - Vertretung: STUTTGART KONIGSTR.3 deale heraus. So bewies das ganze Fest, daß ich der Frontbund in der jüdischen Gemeinschaft einen Ehrenplatz erobert hat. Mögen ihm weitere viele Jahre froher Betätigung im, Dienste seiner Ausgaben vergönnt sein? Ctttö Stuttgart, i t 5 ii it g des I s r. Aemeindrvorsteheramkes vom 2V. März. Nach Verlesung und Genehmigung ' der Niederschrift über die Sitzung des Borstehcdämtei^ vom 30. Januar berichtete Ober rechnungsrat Meyer an der Hand der Niederschrift über die Sitzung der Gottesdienstabteilung vom 19. Februar. Er wird beschlossen, die geplante künstlerische Ausgestaltung des Betsaales aus einige Wochen zu —-g—L- —' I ' rückzustellen. Vom 1. April an soll Herr Hans Jaffe zunächst probeweise als Hilfsschammes anzestellt werden. Der Voranschlag, für die Schultnaben in der Synagoge an den hohen Festtagen eine Anzahl Bänke, auszustellen und die Sinder durch eine hierzu geeignete Person^ beaufsichtigen zu lassen, wird angenommen. Ter Sunstmchler Leo Kahn-Ulm hatte ein« Reih« Enttvürse zur Ausschmückung des Betsaales eingerricht. Ucbcr die Höhe der Entschädigung sür diese Entivürse soll 4srchil«kt 'von Gras gehört werden. Hieraus berichtete Oskar Rothschild im Namen der Finanzabteilung über seine Anzahl kleinerer Borschläge, die von der Versammlung mit geringen Abänderungen genehmigt Werdens Es wurden aus Borschlag der Fiyanz ableilung sollende Beiträge bewilligt: Mk. 600.—-.{At das Jüdisches Schwestern heim, Mk. 400.— sür Ritualbäder, Ml. 860.— sür das Jüdische Lehrhaus, -Mk. 250.— sür das Eßlinger Waisenhaus, Mk. 200.— sür - den Beithold Auerbach-Verein, Mk. 100.— für den Für die Feidrtage TOB bs IttD! TOMOR Die Mandelmilch-Pfflankenbutter- Margarine 1 mH dar reim Iloyalmarbo Vollkommenster Ersatz für Butter. Für Milch- und Fleischspeisen verwendbar. Hergestellt unter Aufsicht Sr; EhnrQrden Herrn Rabbiner Dr. Wolf, Köln a. Rh. Alleinige Fabrikanten i , Van den Dersh’s Margarine-Ges. m. b. 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