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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1929-03-01 · 23 (1.3.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
V (1928-1929)
Issue
23 (1.3.1929)
Date
1929-03-01
Page
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fiiltiu hat Jahrtausende gebraucht, dir Ehe zu ilbassen: Geschlecht um (Geschlecht hat in tiefer Beraniwonlicklkeit an ihr gearbei.et und eine tKe sellschasisordnung gescklassen, die nicht der kin diichen Zerstörungsw!itt»nrkiser Menschen preis gegeben werdenknu^Lie menschliche' (»esellschast hat die Pslicktk^wgegeu diese rohen Eingriffe zu wehren. Tie Kleinlichkeit in Ehren und die Ero tik zugestanden aber gibt es nicht neben diesen ein meraphniisches Bedürfnis, ein religiös ethi iches Innenleben. Wiltenszucht und Eharakter große'? In denn die Ehe wirklich nur eine Ein An meinen Sohn;!un H'n i<ieburt*ta:i -Emil S f b uh n » s, .'i'" PoN'uti'nJoii ^iibrers der T resdener . >>>e>neili-de. r>rin>te» wir aus «einen „l«(eiamme>len 3ilu t*liden nocbiolgenden Artikel cum Ab druck, der die aurrechte retigioi'e Periöntichkeit des Periai'iers l» beUileni Liane zeig! und >«le da! len euibalt. die auch beule noch volle Inn,; Naben Mein lieber Tabu' Tu trittst beute in das Alter mit dem bei uiifereit Borfahren die Zelb stäiidigleit lind Te bstverautwortlickkeit des Men scheu begann. A'och beute tritt die Bolljährzgkeit in religiösen Tiiigeu mit der Bar Mizivab ei», Bon und mit ibr erlangt'; Tu die Fähigkeit, als selbständiges Mitglied am Gottesdienste tetlrnnebmett und cur Thora gerufen zu .verdetr. Ein altes Tankgebei des Baters an diesem Tage lautetl e« e o'ot «ei, der nijch von der Berautwortuiig 'ür diesen leireit," T», ineiti Tohn weint. wie ich über Aeligiou liverhanpl und über »n«ere insbesondere denke, Tn unitit, >oie hoch und heilig sie inir gilt, ivie i«l> allen Wert darein lege, das; Leben, Tire den und Wirken. daß HaiiSlupg und Elesinnniig von ihrem tie>en sittlichen :t»eb.<tt erfüllt sei und ,'engnilab e el das; ich aber mit den Zeremoniell eio streng nicht nehme. Ich bade auch Till; in diesem Tinne erzogen und bosse und erwarte von Tir, dag Tu die selbe Berehrung für das Judentum, dieselbe Liebe und Anhängli.l'keit für alles echt und wahrhaft Jüdische hegen .virst wie ich >?eut;ntage hört mit dem dreizehnten Lebens lahre die Ilnie büa'tdigkeit noch nicht auf: und'mo -tat. der Bater. der die .Berainwortung iür seilte,: Tob» ilt d ei'em oder einem späteren Le bensjahre mit gn.em lKewisseu ablehnen könnte'? Allein nicht blot; der durch ein ehrwürdiges Alter geheiligte Brauch, sondern anL die Tat «ache. da«'; die Zeit der Kindheit uun^vorüber, das; Tn uliii gereisteren Verstandes und mit den lvissensivtirdignen Eletnetttarkeitntitisseit ausge rnüet in eine neue Periode Teines Lebens, itt das Jünglingsalter, eiittrittst machen den heu tigen Tag zti einem mimt'tnt, hochherrlichen, 'rendigeik ritt uns. Teilte E tern, iür Tich, für .1 le unsere Lieben. Ein a ter Legensivruch wünscht den Eltern, das; >ie ihre Kinder großziehen zur ^ltora, zur Ehnvva. zu Maassim Towim: zur Lehre, zur >?eirat. zu guten Taten, Ter erne Lebensabschnitt , ..lethora" Kt erreicht. Ich habe Tich dem Quell des Wissens, der Schult’, zngesührt. In ihr und von ihr ftaft : - 298 - richlung zur Regelung der sexuellen Beziehungen'? Wenn sie keinen anderen Zweck Hätte, dann müßte sie aus dev Ordnung der Menschheit verschwinden. Aber allen Zerfallsentscheidungen zum Trotze ist die Ehe eine Schicksalsgemeinschaft, gegründet auf gegenseitiges Verständnis und aus. wechselseitige Treue, vertieft durch die gemein same Sorge für das Kind, geheiligt durch gegen feitige Achtung. Jeder sittliche Mensch muß dar um die Versuche, an der Heiligkeit der Ehe zu rüt teln, als ein Sakrileg empfinden und gegen sie in heiliger Entrüstung kämpfen. zur Bar Mizwah. Tu Kenntnisse erworben, den Trang nach immer größerer Erweiterung derselben genährt und die Ueberzeuguug er äugt, daß alles Wissen nichts ist ohne die iitt iche Grundlage der Wahrheit, der Liebe, der Hingebung: daß aber auch Tein Wil seit nur der Anfang des Wissens und daß der > heutige Tag lveit entfernt. Teilten Bildungs gang abzuschlieste» ein unvergeßlicher Mahner iür Tich sei» und bleiben soll, nimmer <ti er müden im Lernen, fort und tbrt an Teiner Aus bi'dnng zu arbeiten so in der Tir noch bevorstehenden 'Kpmnasia! ' und Studienzeit» jo dereinst im praktischen Leben. Ta? find ja die beiden (Krunöpsei er. welche zu allen Zeiten die großen Männer in Israel als die Stützputtkre. als das Weftn unserer Religion hinstellten: Lerne» und Sitte nreinheit, Ter Weisheit Anfang ist die lKone.ssurcht, das ist das gottesnirchtige, edle, das sittliche Leben. Alles Wissen ist nichts, dem es au der sittlichen lKrund läge gebricht. Aber "wahrhaft ersüllt wird das menschliche Leben erst daun, wenn es idealen .Zwecke» -geweiht ivird. wenn die Wissenschaft es.durchgeistet. Tas ist der Sinn des ersten Segensivunsches: „Iftorab". - * . Ter ziueite: „lechuvrah" liegt Tir noch fern, Tas (Klück eines traulichen befriedigenden ^ami lienleben-s, von dem der Psalmist singt: Ter Siaiih, a» volle-« Trauben reich, In Teine Ehgenoisi» gleich An Teines Hauses Wände», Wie Cflbauiniproiii'ii jung und niidi Um ringen minder T einen Tiich Tas i'ind des Himmels Tpenden, Taiit der Lob», den Gott beschert , Tem Manne, der ihn wahrhail ehrt 'j wird Tir gewiß zutei' werden, so Tu sortjährst j wie bisher, so Sittenreinheit und Wissensdrang l Teilte Leitsterne bleiben. Aber vor Augen darf 1 Tir dieses erstrebenswerte Lebensziel auch jetzt > schon stehen. All Tein Tenken und Tun sei der an, daß Tu es weder uns, Teinen Eltern, noch- : wenn dereinst Tir Kinder erblühen, diesen zu verbergen brauchst. -So wie Tu möchtest, daß der cinst Teine Kinder werden, so sei!; Ter dritte Segenswunsch: ,,'emaassim towim" umsaßt das ganze Lesen, kein Lebensalter aus schließlich. Wenn auch vorzugsweise der zur Selb ständigkeit herangereisle Mensch in der Lage ist, Hutes zu tun, so ist doch schon T ei item Lebens alter die Möglichkeit hierzu gegeben. Ist doch die Jugend ohnehin die Zeit der Ideale. Und wer in ihr sich den edelsten Pslichten der Nächsten liebe entzieht, wer in diesem Alter nur an sich, nicht an die Gesamtheit denft, nur für sich, nicht etntwM CttUltM sli»»rutsche gf—tt«. 1 für andere lebt, der wird auch in sein Mannesalter hinein kein Herz sür gute Talen retten. Und diese bestehen nicht bloß, ja nur zum kleinsten Teile in dem unmittelbaren Spenden von Gelo, iveit mehr und wirksamer in der persönlichen Teil nähme und Fürsorge, in der hingebenden Wirksamkeit sür das Allgemeine. Selbstverständlich gilt es gerade sür die überschwengliche Jugend, sür solche, denen ich Tich Deiner ganzen An läge und Begeisterungssähigkeit nach zusteuern sehe, auch hierin Maß zu halten. Wie so manche haben ihren idealen Uebereiser in frühreifer Teil-- nahme an öffentlichen Tingen mit ihrem Lebens glück, mit verimchlässigtem Studium, mit ver eiteltem Lebenszweck büßen müssen! Aber ein warmes Wort der Teilnahme, eine hilfreiche, wenn auch immer die eigenen, dem unselbständigen nur mäßig zusließenden Mittel berücksichtigende Hand für wahres Unglück, ein treuer Sinn für Freundschaft; ein glühendes Herz für die Ideale des irr. Fraacnvercln LV, Stuttgart Dlemia*, den 12. Mir* 1929» nachm. 3K Uhr, lm Logenlokal, Calweritr. 39 Ordentliche Mitgliederversammlung TAGESORDNUNG: 1. Tätigkeitsbericht 2. Kassenbericht , 3. Wahl 4. Verschiedenes * Nach Beendigung . der Tagesordnung gemütliches Beisammensein Das Erscheinen aller Mitglieder erbeten Der Aosschnä =;irmmm!nitiiitittuutiiHiiHnmiHiii[!rntntmntititmHiiHiiHiin(nminiraMiiiiMiianm]iu)HiMMinmmniHiKa<iHiHHiM«ittuuumtwa)mtu«iiüiiiummiufli nmnmnnitmiimnnii imiiiiininiiiiiiiiniiiiiiiiiniiiiiiiuiiiitmiiiiii iiiiiiniiiiiiiiiiiiintiiiiiiiiitimii SCHIEDMAYER Ptanofort*fabrlk v. J. u. P. Sohladmayar STUTTGART, Neckarstrasse 12, Ecke uiriohatraaaa FLÜGEL / PIANINOS / HARMONIUM ^4tlimi III Ml IIIIHIllHtlllllllltlllllHHllllimi!lRIUUItll IMHIIIll IIIIHHI WBIHNIHmmmHIMIlIHtHimiUtWIMIIINtHmMHMNMMaMRMNHMNniMIMnNMMMMNHMMM MIETE TAUSCH STIMMUNGEN BEQUEME TEILZAHLUNGEN FemeoreoMer (M41/M ... Cesiralverets SflsOcr timmrtw t>«ls«»e, llnkM Mitglieder Versammlung 4, Mir*. 20 Uhr, im Stadtgarten R.A. Dr. Marx, Karlsruhe spricht aber „Sinn and Ziel aaserer LrheU Anläßlich der Einweihung des neuen Jugendhauses findet am Sonntag, den 3. März, nachmittags 1< Uhr, im groBen Saal des Gnstav-Siegle-Hauses ein Festakt mit anschließendem Fackelzug der Bünde statt. * Am*Samstag, den t. März, abends It'^XJhr, findet im Saal des Jngendhanses, HauffstraAe Z, unser diesjähriger Elternabend statt mit Vorführung unseres Bundestagsfüms. Zu beiden Veranstaltungen laden wir die Gemeindemitglieder herzlich ein. „Kameraden“ Deutschjüd. Wanderhund, Ortsgruppe Stuttgart ccstndvcrds TL Fraucnvorirag 13. Mira, 20 Uhr, ia der StnttgaH-Loie Dr.far.Hariar.Eiclliclia, Borna spricht Ober „ntmuuti Kdßtmu nr üt Mi fra“

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