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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1929-02-16 · 22 (16.2.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
V (1928-1929)
Issue
22 (16.2.1929)
Date
1929-02-16
Page
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r Jeden Bücherwunsch erfüllt Ihnen die SCHWÄBISCHE BÜCHERSTUBE Schneider & Truckenmüller Charlottenstr. I / Telephon 250 34 Lebenshaltung angewöhnt, welche die Zeit der Geldentwertung mit sich gebracht hat, die'aber durch die heutige Wirtschaftslage in nichts ge rechtfertigt wird. Auch sie müssen von ihren hohen Ansprüchen an Lebensführung, Wohnung und Kleidung abgehen, wenn sie daran, denken wollen, ein Heim zu gründen. Es wird immer gesagt» eine jüdische Haushal tung sei viel kostspieliger als eine nichtjüdischc. Daran sind wohl die Juden selbst schuld. Selbst streng rituelle Haushaltsführung wird nur ge ringe Mehrausgaben bedingen. Tie Ausgaben für Zedokoh, für jüdische Vereine kann jeder nach seinen Einnahmen beschränken. Tie Teuerung liegt - 287 - nicht zum wenigsten (wie schon betont) in der gesteigerten Lebenshaltung, in den Ansprüchen an Luxus und gesellschaftliches Leben. Niemand wird behaupten können, daß unsere Vorfahren in ihrer bekannten Anspruchslosigkeit und Einsachheit und in ihrer dabei doch durchaus anständigen Lebens Haltung teurere Haushaltungen gehabt hätte» als ihre Umwelt. Noch ciner wäre zu sagen. Ter Weg des mitl lere» Beamtenstandes entspricht nicht den Er svrtcrnissen der Religion. Tas bedauere ich selbst tief. Trotzdem ließe sich durch Uebernahme de; Sonntagsdienstes jür den orthodoxen Juden manche; Aeguiralent für den freien Sabbath schassen. Wenn nicht, so kommt dieser Weg eben nus für de» Tcil jüdischer junger Leute in Betracht, welche mn Sabbath ohnedies arbeiten. Es chieß^) sich selbst die Auge» verschließen, wollte man be Haupte», e>> würde dadurch schlimmer um das Judentum an sich bestellt sein. Tenn nur die allerwenigsten Kausleute sinden ja heute Stet t len, i>< welche, ihnen der Sabbath sreigegeben wird, und wohl neun Zehntel der jüdischen Kauf» teure sind schor heute gezwungen, am Sabbath zu arbeiten. In de» Städten muß die Heiratsmüglichkeit durch vermehrte Gelegenheit zum Be?anntwerden der jungen Leute erhöht werden. Tazu geljört größere Geselligkeit in der Familie, in Vereinen und Klubs. Ti; heutige Weltliteratur propagiert eine neue Moral, jvelche im jüdischen Sinne eine i Unmoral ist. Mit allen Mitteln muß daran gear! beitet werde», daß die jüdischen jungen ^keute j dieser Moral serngchalten werden. Stichwörter wie Äameradschastsehe, freie Liebe usw. mögen im : Ehaos einer angeblich neuen Kultur schön klingen. Sie passen nicht in den Rahmen des jüdischen Kulturlebens, welches seit '2000 Jahren alle Kulturen des Morgen und AbendlanldeS überdauert hat. Tenn jüdische Kultur ist keine technisrbe Kultur, und keine erotische Kultur. Jüdische Kultur ist Kultur der Seele, und des jüdisches Lehrhaus Stuttgart Drittes-Gespräch Sonntag, 17. Februar abends 8 Uhr im Saal der Hodisdiule für Musik, Urbansplatz 2 Oeffentlidie Zwiegespräche Aber \ Judentum und religiöse Fragen der Gegenwart Dr.Marlin BllbOP m2 Bäuerle Religion n. PolHlh Eintritts - Karten zu RM. 1.— an der Abendkasse und im Vorverkauf: Lindemanns Buchhandlung» Stiftstraße 7, Bücherstube Buetow, RotubDhlstraße 21. Schwäb. Bücherstube, Charlottenstraßc 1. Geschäftsstelle des Lchrhauses, Hospltalstr. 36. In Cannstatt: Buchhandlung H. Ruckhäbcrle, Wilhrlmsplatz; Schuhhaus Josef, Seclbergstr. 11. Unsere Mitglieder und Hörer erhalten gegen Vorzeigen der Mitglieds^ bezw. Hörerkarte Eintrittskarten zum ermäßigten. Preis von 50 Pfg. nur bei der Geschäftsstelle. Berfliold Anerbadi-Vereln Dienstag, den 19. Februar, Stuttgart-Loge, Cal wer st r. 93 Hhs. abends S1 4 Uhr spricht Konsul MAX STRAUS aber, „Jean Janrtt: Sein leben, seine geistige and polfllsdie Tätigkeit“ Dienstag, den 26. Februar, Stuttgart-Loge. Calwerstr. 33 Hhs. abends S'/« Uhr 1. Heimabend „Jüdische Organisationsfragen" Ref.: Oberselcret&r Julius Wissmann Um xahlreldien Besuch wird gebeten £ Der 4. Vortrag unserer Fortbildungs- Konferenz findet Sonntag, 17. Februar Statt. Verein Jsr. Lehrer in Württemberg! Bericht des Israelitischen Fürsorgeamtes über den Monat Januar Sprechstunden der Fürsorgerin: i 9K-*»4 «' Mittwoch. Freitag nachm, von 3—5 Uhr Das Israelitische Fürsorgeamt bat im Monat Januar unter Mitwirkung der angeschloffenen WohllätigkeitSvereine folgende Tätigkeit entfallet: Laufende Unterstützungen.;JI; 993.70 Einmalige Unterstützungen.273.27 Gesundheit-- und SrholungSfürsorg» . . *„ 226.75 Anstaltsfürsorge. „ 20515 Durchreisende. 227.36 An 27 Erwachsene und 6 Kinder wurden insgesamt 117 KleidungS« und Wäschestücke abgegeben. An Spenden erhielt daS Fürforgramt Mk. 77.— von: Frau Jakob Leoi, Cannstalt. und Frau Sam. Weil, Gtuttgirt, Herrn Direktor Rodert Levi, Jahrretlsprnde. Herrn Alfred Melh, Schm. Gmünd, anl. d. 80. Geburtstage» f. Mutier. Frau Bertha Rosenfeld, Iahrzritspende. Frau Lina Uhlmann, M. B.. P. M. Zur Winterfürsorge ging eine weitere Spende von M. B. ein. Bayerische Lehr erbildungs-Anstalten Für das Schuljahr 1929/30 erfolgen Aufnahmen in alle Klatnen. Aufnahinebedingungen: f. d. 1. (unterste) Klasse zurückgelegtes 13. Lebensjahr und mindestens 7 Schuljahre; für die 4. Klasse (1. Seminarklasse) zuriickgelrgtes 16. Lebensjahr u. Reife für Obersekunda; für die 6. Klasse Abitur einer 9 klassigen höheren Schule. Ilie Aufnahmebedingungen für das Schülerheim sind bei den Schulleitungen erhältlich. Am Seminar können Mädchen zur Teilnahme am Unterricht mit Prüfungsberechtigung zugelassen werden. In die Vorklasse der Präparandie (Bürgerschule Höchberg) können Schüler vom 12. Lebensjahr ab Aufnahme finden. Aufnahmegesuche für Bürgerschule u. Klassen 1 mit 3 nach Höchberg, für Klassen 4 mit 6 nach Würzburg. Schlußtermin für Anmeldungen 10. März 1929. Den Aufnahmegesuchen sind beizulegen: 1.) letztes Schulzeugnis. 2.) Impfschein, 3.) Staatsangehörigkeitsausweis, 4.) Amtsarzt!- Zeugnis. Gemäß Vereinbarung der Unterrichtsverwaltungen der' deutschen Länder vom 7. April 1928 werden die Reifezeugnisse der Lehrerbildungsanstalten behufs Zulassung von Schulamtsbewcrbern zum Schuldienst in den verschiedenen Ländern gegenseitig anerkannt. Me SdraUeitan* der Israel. Prlparandensdrale HOdUserg Me §dn»UeMu»ü der Isr. LehrcmUdnatsaasUül Wflnbart | Oercii zir OMr ta Oiliitnttänis. Ortsgruppe Stuttgart * Mittwoch, 20. Februar, abds. 8 Uhr, findet im Großen Saal d, Bürgermuseums, Langestr. 4B, eine OeffentL Versammlung statt mit Vortrag von Dr. Th. Heuss, Berlin, Ober »Lessing und der Gedanke der Humanität” Hierzu Ist jedermann eingeladen. Eintritt frei. Oer Vorstand. aus achtbarer Familie, dem tAelegenheit geboten ist, sich in allen kaufmänn. Arbeiten auszubilden, gesucht. Metallu. Hüttenprodukte Samuel Straus, Stuttgart, Hermannstr. 17 Lehrling »»>»»»»»>11 Stellen- Gefuch. /jüdisches Mädchen aus guter Familie, das mit allen Arbeiten des Haushalts, sowie Küche vollständig vertraut ist. sucht in befferem Haus« Stellung als Stütze mit Familienanschluß. Angebote unter D. ©. 128 an die Exp. d. Gemrindezritung. Für meine 17 jährige Tochter suche ich Aufnahme in gutem Hause zur weiteren Ausbildung im Haushalt. Taschengeld' erwünscht. Angebote unter Chiffre L IST a. d. Exp. der Gemeindezritung. I!! Hlllsvereln der Pcalsdien f nden. öffentlicher » Lichtbildervortrag am Samstag, 16. Febr., abends 8^ Uhr, im kleinen Saal des Oberen Museums. Es sprechen: Babbtner Dr. Baerwald-Nfladicn n. Dr. Hark Wisch nltzcr-Berita Generalsekretär de» Hltfsverelns der Deutschen Jaden, über „Aktuelle Probleme der jüdischen Wanderung. Siedlung u. Jugendfürsorge* Eintritt frei! Der Ortsausschuß. J L 3^^7897951827^577^5250 999999999957441585 02980^7164762262^092546^

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