Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- V (1928-1929)
- Issue
- 21 (1.2.1929)
- Date
- 1929-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
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Pkofo IsViUentranJ STUTTGART KÖNICSTR.-10 erfolgen, in dem das Land wirtschaftlich zur Auf »ahme der Einwanderer im brande in. ■. Tie Siedlung muß in dem Weift friedlichen Zujam menlebens mit den Arabern unter Rücksichtnahme auch auf ihre Interessen erfolgen. ■. Eine wirk lief) fruchtbare Zusammenarbeit der gesamten In denbeit dürfte sich nicht auf,Palästina beschränken, sondern müßte ein planmäßige-:- Liedlungswerk für die ganze Welt schaffen." In dem Lchlußkapitel faßt Tr. Lilientbal die Wünsche, die seiner Meinung nach von nichtzio »istischer Leite, für ein Zusammenarbeiten in PaläftinÄ ausgesprochen werden sollten, wie folgt zusammen: I. Einräumung eines entsprechenden Einflüsse-.- aus die Palästina Arbeit. 2. Respek kierung unserer nichrnationalen siedlungsmäßigen Einstellung zum Palästinawerk auch nach außen. Eine Palästinairrrbung aus der (Grundlage natio naler Anschauungen ist nicht möglich. 3. Tie Entpolitisierung der gemeinsamen Palästinaar beit muß ibren Ausdruck finden in zweierlei: a) bei der Einwanderung in dem Grundsatz des Gleichgewichts zwischen der Zahl der Einwanderer und den wirtschaftlichen Fähigkeiten des Landes, b) in der Herstellung eines vernünf rigcn Verhältnisses zu den Arabern, l. Palästina Abkommen als Teil eines GefaMtkoloni sationsabkommens mit dem Ziel einer planmä ßigen Liedlung in der ganzen Welt. Die Frühjahrsreise des Deutschen Keren Hajeffod nach Palästina. Tie Teilnehmer an der Reren Hajessod Reife werden ein besonders interessantes Erlebnis in Palästina haben. Tie Habimah, die soeben ihre erste Neueinstudierung mit großem Erfolg herausgebracht hat, bereitet jetzt ein zweites Stück „Tie Locken Abfaloms" von Äalderon vor, dessen Pre mi> re im März staktfinden wird. Es besteht der Plan, sie zu einer Zeit zu veranstalten, in. der sich die Teilnehmer der üeren Hajessod Reise in Palästina aufhalre». Der preußische Landtag beschließt die Aufhebung der Immunität nationalsozialistischer Hetzer. Ter preußische Landtag befaßte sich nach sei »ein Wiederzusammentrilt mit einen: Antrag der Teu.'schnationalen, grundsätzlich die Immunität immer dann auszuheben, wenn ein Abgeordneter als verantwortlicher Redakteuq die Pressefreiheit ossenbar schwer mißbraucht. In namentlicher Abstimmung wurde sodann die Immunität des Nationalsozialisten Tr. Ley in drei Fällen und des Rationalsozialisten Hausmann in einem Fall aus gehoben. Bei Ley handelte es sich jedesmal um die Verbreitung von Ritualmordlegenden und die Beschimpfung der jüdischen Religion. In der Debatte wandte sich der Temokrai Grzimek gegen den schweren Mißbrauch, den besonders die Nationalsozialisten mir der Immunität treiben. Ter nationalsozialistische Abgeordnete Srraßer zeichnet für nicht weniger als l l Zei kungen z verantwortlich. Für eine kaum kleinere Anzahl von Zeitungen zeichnet Tr. Ley. Ter ..Völkische Beobachter" habe gleich nach der Wahl geschrieben: „Tie Isidore werden an uns keine Freude haben, da unsere besten Kräfte immun sind. Ter deutschnaiionale Abgeordnete könnecke sagte, die Teulschnarionalcn seien zwar, wie ihr Antrag zeigt, grundsätzlich gegen delr Mißbrauch der Immunität, in dem besonderen Falle Ley lehnen sie aber die Aufhebung der Immunität ad: die Teutschnationalen wollen nicht dulden, daß die Mchrheitsvarteien fcn Landtag zum Tempelhüter der Synagogen machen, sie (zu den Sozialisten) schreien über Äulturschande, wenn ein sogenannter Künstler, der den Heiland mit Gasmaske am Kreuz dargestellt hat, mit einem Monat Gefängnis bestraft wird. Wenn aber jü dischc Friedhöfe geschändet werden, sind Sie weniger duldsam. Im übrigen erklärte Äönnecke, die Teutschnationalen lehnen die antisemitische Hetze ab. (J.T.A.) - 280 - Bündnis Hugenberg,Hitler? Wie die „Münchener Post" mitteilt, hat der deutschnationale Abgeordnete und Zeitungsköniz .Hugenberg ein geschäftliches und politisches Bünd ns mit'Hitler abgeschlossen. Sie gründeten ge meinsam den „Teutschen Volksverlag, eine Ar beitsgemeinschaft zur praktischen Bolksaufklärung , die durch Flugschriften in neutralem Gewände den Marxismus bekämpfen sollen. Ter Ankündigungs Prospekt enthält den Satz: „Das Wort Jude wird im allgemeinen vermißen: der Leser soll vielmehr am Ende der Schrift von selbst zu den richttgen Schlüssen kommen." (J.T.A.) „Zeitschrift für jüd. Wohlfahrtspflege". Tie Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Iu den hat das erste Heft ihrer vorläusig zwei monatlich erscheinenden „Zeitschrift für jüdische Wohlfahrtspflege" herausgegeben. Die Zeitschrift ist eine Zusammenfassung der bisherigen Ver öffOttlichungen, der Zentralwohlfahrtsstelle, des „Nachrichtendienstes" und der „Zodakah". Zweck der Zeitschrift ist die umfassende wissenschaftliche und auf die Bedürfnisse der Praxis abgestellte Bearbeitung aller Gebiete der jüdischen Wchl» fahrtspflege: der Zusammenhang mit der allgemeinen Wohlfahrtspflege soll dabei gewahrt wer den. ‘ (J.T.A.) Fortschritte der Fünftage-Arbeitswoche in den Bereinigten Staaten. Zwischen der Gesellschaft für Elektrische Unter nchmungen und den Mitgliedern der Union der Elektrizitätsarbeiter ist ein Abkommen über Ein führung der Fünftage Arbeitswoche in diesem Industriezweig abgeschlossen worden; der Vertrag tritt am 1. Februar in »rast. Besprechungen über Ein führung der Fünftage-Arbeitswoche vom Beginn 1930 werden gegenwärtig zwischen dem Rat der Ballgesellschaften und der Gewerkschaft der Baugewerbeanstalten gefühtt. Für die Einführung der Fünftage-Arbeitswoche in der Newhorker Bellet» dungsindustrie, in der 35000 Personen, in befc Hauptsache Juden, beschäftigt sind, wurde im Juni 1928 ein Beschluß gefaßt. ' Die amerikanische orchodoxe Judenheit kämpft seit Jahren für die allgemeine Einführung der Fünftage-Arbeitswoche, die den Juden die Haltung des Sabbach erleichtern soll. Der in Berlin begründete Weltverband der Schomre Schabbos hat den Kampf für die Einführung der Fünftage Arbeitswoche in der ganzen Welt in sein Programm ausgenommen. (J.T.A.) Ein Meeting im Tempel Emannel. Tie Liga für Freundschaft zwischen den Religionen veranstaltete im großen jüdischen Tempel Emauuel zu Newyork ein Propaganda-Mretsiig für ihre religiöse Friedensidee, zu welchem mehr als 800 katholische, protestantische und jüdische Geistliche, sowie Vertreter des Ordens „Ritter des Columbus", des Unabhängigen Ordens Bnei Brith und auch der Freimaurerorden erschiene» waren. Das Persische Judentum. Nach einem in Paris eingetroffenen Bericht aus Tchcran hat sich die rechtliche, politische und wirtschaftliche Lage der Juden in Persien ume: der neuen demokrattschen Regierung be- HEILBROfSlISI Heilbronner Möbelfabrik FR. STRIENZ KaattgewerM. WerkstUtei £» J den gmaka laaea-AaibM | Heilbronn £ Brtnknuutn-Bcsicdte SUberwaren Traartnfc AXptna-Uhxen Fabrik: SUmeniAhUir. 41/47 Mromd Verkaoisrinac r Paaliaautrafc Nr. J K auf« bei unseren Inserenten! CHR. BRANDT HOFPHOTOGRAPH HEILBRONN a. N. KlaraUr. % - Tel. 1041 Sa»a»pMUt»I>W«D für APPARATE | (^ermann cX^ade | EIGENE SCHIRMFABRIKATION j ( Herrenhüte / Spazieratöcke | | Ecke Kaiseru. Sülmerstr., Tel. 644 § iitiitiiiiiiiimtiiMiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiimniuniitmmmmtiiniMittiiffmiiimjmmiMuiiiiuna R OESLENS FEINKOST Hefcri <ftr 4ea Utf- Hefcea Bedarf, lotttk« Aallase nur da» AHarbastal FERNSPRECHER Nr. 185 M ALLEE Nr. 19 WW REUTLINGEN Tapeten, Linoleum Spezialhaus L Ranges Carl Viscardl * Renlllngcn Photohaus Merkel TQbingerstr. 7? n. 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