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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1929-02-01 · 21 (1.2.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
V (1928-1929)
Issue
21 (1.2.1929)
Date
1929-02-01
Page
[Seite] (sequence 9)
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- 279 - . MIMMMWWlMIWWWWW Stuttgarts schönste Vergnügungsstätte Vavrlkon Exeelfior SchloKstr. 40 a Fernsprecher 3tr. 216 39 MWMIWIIIIIIMIWMIIIIMMWMIIWMMIIWIMMU . ttaanftdtt. In der Reihe der vom I, r. Ämmi * f 11 i ii veranstalteten Borlräge sprach am 11, Januar Tr. med. ®. Schmal über da« Thema „Ter Arzi hl« erzieherischer Berater" Ter R'diirr bcfteicfmrtc r« ul« Recht und Pflicht de« Ärzte«, die Elter» aus die große Bedeutung erzieherischer Einflüsse in der srüben Kindheit hinzun>eisk», da er in erster Linie G.lcaen heit habe, die folgen falscher Erziehung zu beobachlei, und zu behandeln. Tr. Schmal besprach iodann da« wichtige Gebiet der Aindererziehung vom srühe» Sang ling«altcr an bi« zur Reise und schloß seine gleich intgressante» wie wertvollen Änssührungcn mit der Feststellung, daß jene Erziehung die beste sei, die alle im Kinde schlummernden körperliche», geistige» und seelische» Kräfte zu möglichst vollkommener Entfaltung und damit zur Bildung einer harmonischen Persön '»lichkeit gelangen lasse. Tic zahlreichen Hörer folgte» dem Bortrag mit Aufmerksamkeit und spendete» dem Redner lebhastc» Beisall. Buchau. Am 17. Januar feierte der langjährige Gemeindepslegrr der Israel. Etemeinde Ulm, Rudolf H i r sch, in körperlicher und geistiger Irische seinen 35. Geburtstag. Eeailsheim. A», 8. Januar eröfsnete der I ü d i s ch e I u g e » d v e r e in seine Winterarbeit mit einem Boi trag von Lehrer S i l b e r m a n », der die deutsche Literatur von der althochdeutschen bi« zur mittclhoch deutschen Periode behandelte. Ter Redner zeichnete den Entwicklungsgang der deutsche» Sprache und Poesie und erntete für seine wertvollen Ausführungen leb haste» Beisall. An den Bortrag schloß sich die Reuwahl de« Borftande« an. Tie bisherige Borsitzende. Irl. Steffi H e i » « f u r t e r, wurde einstimmig wie dergewählt. Ceailrheim. Am 12. Januar fand die (ventral Versammlung de« Jüdischen Franc»verein« statt. In Vertretung der erkrankten Borstandsdame, Iran P a u l i » e Sohn, erössnetc Frau S e l m a Stein die Bersammlung und begrüßte die Anwesenden. Iran Pauline »Sohn, die sich um den Berein sehr verdient gemacht hat, wurde einstimmig der Vorsitz übertragen. Heilhra». Am 14. Januar sprach Sonsul Mar S t r a u «, Stuttgart, im Bund jüdischer Jugend „Mon tcfiorc" über „Ti«ra>-li und R a t h e n a u und ihre Stellung zum Judentu m". Ter Red ner verstand es in vortresslicher Weise, diese beiden hervorragenden Staatsmänner den Zuhörern in klaren, scsselnden Ausführungen zu schildern »nd erntete rei chen Beisall. tzeilbronn. Ter Berein „E i » k l a n g" veranstaltete seinen diesjährigen Maskenball am 19. Januar im Gartensaal der „Harmonie". Wenn auch der Besuch im Gegensatz zu früheren Jahren stark zu ivünsche» übrig ließ, so war die Stimmung trotzdem eine au« gezeichnete. Heilbr»nn. Am 22. Januar veranstaltete die Bolk« Hochschule im Iestsaal der „Harmonie" eine Lessinq Feier, bei der Bezirksrabbiner Tr. Beermann die Fest rede hielt. Seine tiefgründigen AuSsührunge» über Les sing als Dichter, Denker und Menschen wurde» von der, zahlreichen Hörerschaft mit größter Spannung .aus genommen und mit lebhaftem Beifall bedankt. HeilbranW. Am 24. Januar ist RechtSanwali Max R o s» n g a r t nach 3ljähriger Dienstleistung au« der hiesige» Stadtverwaltung ausgetrete», der er als Gemeinderat angehört hat. Fünfmal wurde er von der Bürgerschaft i» das Sollegium gewählt, darunter zwei mal mit der höchsten bezw. zweithöchsten Slimmenzahl. Er ist der intellektuelle Urheber der Stadtbücherei mit Lesesaal und war über den ganzen llkrieg und Nachkrieg der Stellvertreter de« Oberbürgermeisters. ftfiejtlMU. Am 13. Januar fand die diesjährige Generalversammlung des I s r. Frauenverein« statt, die wir* immer harmonisch verlies. Lehrer I u lius Goldstein überbrachte die Grüße des Bor steheramt« und der Ehevra Saddischa und zeichnete mit seinen Ausführungen insbesondere da» weite Gebiet religiöser Frauentätigkeit, die in der Heranziehung der Mädchen zu den Pflichten der Frau sowie in der religiösen Sindererziehung gipfelt. Ter Abend war auch, eine Huldigung für die ehrwürdige Vorsitzende, Frau Jda Gottlieb, die am 17. d. Mt«, ihren 73. Geburtstag seierte. Sünzelsa». Bor kurzem wurde Sausmann Max Löwenthal, der auch Mitglied des Jsr. Borstehcramt« ist, mit zweithöchster Stimmenzahl in den Kemeinderat gewählt. Xagelaberg. Am 1. Februar feiert da» einzige noch in RagelSberg lebende männliche Äemeindemitglied, Hirsch Schlachter, in voller geistiger und körperlicher Gesundheit seinen 85. Geburtstag. Während die vielen früher in Ragelsberg wohnenden Jude» ihre Hkimatgemcinde verlassen habe», ist er dieser treu geblieben. Er besucht heute, io ost es ihm möglich ist, die Spnagogc in Künzelsau. Auch an dem Gemeinde lebe» nimmt er noch regen Anteil. Wir wünschen dem Jubilar noch viele gesegnete Lebensjahre. Ulm. Ter Jir. Iranenverei» veranstaltete am 21. Januar eine» Bortrag von Iran Tr. Anna Reis, Stuttgart, über da» Thema „Wir erhalte ich mein Kind gesund7". Tie außerordentlich wertvollen Aus sührungeu de» Redneri» über" Ernährung,- üleioung. Schlas, Gymnastik und Pflege de« ü indes wurden von de» zahlreich erschienenen Mitglieder» mit großem Jnlerest'e ausgenommen. Iran Sofie Levi verlieh durch Worte de« ' Tanke« dem der , Referenti» ge spendete» Beisall nochmal« besonderen Ausdruck. Otttö faut- WnU M JiUnaiumS Dr. Karl Melchior, Mitglied der Reparationskonferenz. Tr. Karl Melchior, Mitinhaber des Bankhauses M. M. Marburg in Hamburg, ist zu einem der beiden Stellvertreter der deutschen Sachvecstänoi gen sür die bevorstehende Reparationskonserenz ernannt worden. Ursprünglich war Tr. Mel chior neben dem Reichsbankpräsidenten Hjalmar Schacht zu einem der beiden Hauptsachverständigen ausersehen Allein aus Betreiben der Industrie, die sich dagegen gewandt hat, daß beide Haupt sachverständigen aus dem Bankfach entstammen, wurde Albert Bögler, ein Führer der Montan Industrie, zum Hauptsachverständigen gewählt. Die führende deutsche Presse bedauerte es, daß ein Mann wie Melchior mit seiner fundamentalen Kenntnis der internationalen wirtschaftlichen Zusammenhänge an die zweite Stelle gerückt wor den sei und sprach die Genugtuung darüber aus, daß Melchior selbst daraus keine Frage für seine Person gemacht und sich loyal zur Ber fügung gestellt hat. Tr. Karl Melchior war 1919 einer der sechs Mitglieder der deutschen Frirdensdaegation in Versailles und hat auch im Jahre HJ21 als Be rater der Delegation zur Seite gestanden, dir Teutschland auf der Londoner Konferenz ver treten hat. Wiederholte Angebote, mit einem wirtschaftlichen Portefeuille in ein Reichskabinett einzutreten, hat Tr. Melchior bisher immer ab gelehnt. (Z.T.A. Die Nichtzionifien u. die Äewish Agency. In Nr. 50 der „Jüdisch liberalen^ Zeitung" nimmt Landgerichtsrat Tr. < Arthur Lilicnthal, Berlin, Mitglied des Borstandes der Bereinigung für das liberale Judentum und des, Borstandes der Berliner Jüdischen'Gemeinde, das Wort zur Frage der Beteiligung des liberalen Judentnms an der Jerish Agency. Nach einer einleitenden Feststellung über den gcgenn.artigen Stand der Jrwish Agency Frage bespricht Tr. Lilienthal die Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit von Zionisten und Nicht zionisten in Teutschland und erklärt: „Wir müssen nillens kein, an der Siedlung im Lande der Bibel, der Ursprungsstätte unserer Gemeinschaft, mitzuarbeiten. Borbedingung sür eine gemeinsame Arbeit ist aber natürlich, daß man von zionisti scher Seite denen, die die Boraussetzungen sür eine Weiterentwicklung des Palästina Werks schaf sen, den entsprechenden Einfluß zugesteht und ihrer Einstellung Rechnung trägt. Eine Zusam menarbeit, wie man sie sich offenbar noch immer bei vielen Zionisten vorstellt; Palästina-Arbeit ausschließlich in zionistischer Ideologie, sehr we sentlich auch mit dem Gelbe und der Arbeit von Nichtzionisten, ist nicht möglich." Weitere Schlußfolgerungen des liberalen Fühlers sind: „Tie gemeinsame PalästinaArbeit selbstmuß entpolitisiert werden. Tas muß in zwei entscheidenden Punkten zum Ausdruck kam . men. Tie Einwanderung darf nur in dem Umfang HEILBRONN Eugen Kaiser, Heilbronn . LADEN SÜLMEBSTRASSE I. TELEFON »07 nd?20 ■faktr. Beleuchtungskörper Koch« uad Holzapparat«, Staubsaugar uad Bohaar Buwdfuwh-lntpfaagsgarlta [) JULIUS NÄGELE SCHOKOLADENHAUS HEILBRONN tu N. Kalter»Ir. 22, Telefon IMS Kaffee / Tee und J.S CHOLL NACHF. SCHELLENOASSE 1 Wäsch- und Puftzmifttel SKücrer’sdie Apofhcke LUDWIG SÜNDER HdlbronB a. N. flrzaeiBlttel / Derludstofte / Spezlilltltm Aug. Rornann Konditorei und Cafe eUautftritc 61, Kmsprech«» <71 Spezialgeschäft für Bestellungen Schokolade — Pralinen KURZWABEN LZ Sfrflmpfe, um Trlkotwasec Wtiwarca ebender ■. Nimralui Oltog »röunlino 0 «•Uns». 91, Zri. loa Das Haus für schöne Blumen Tapeten Linoleum, Wandspannstoffe Salubra, Tekko ADOLF FREIHARDT SOImentr.1 - Hallbroaaa.N. «Telefon029 i Herren- « Unterwüsche jeder Art Herren-Sodcen Sport-Strümpfe ßn zuxr tuten QoslUlten su bllliisten Preisen Rob. Hühner Uhren u. Goldweren Reperahirea Heilbronn o.N. 12 GerberitreSe ,12 EISENBAHNEN elekfr.u. Uhrwerk DAMPFMASCHINEN,MODELLE OPTIK 5P HOTO OPTIKER KILIANSPLATZ ««• Fickarh Z (Ecke Kaleeritiale) * 90482348485323485348484848535353535353534853535348534889

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