Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- V (1928-1929)
- Issue
- 21 (1.2.1929)
- Date
- 1929-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
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- 274 und dt» Mittelschulen, sondern mich an der Uni versitäl in Por.o gelebn wird. Eine Ser gröfiteit neuen Gemeinde» ist in Bra ganza riltsranden. Tie dort am 22. Juni 1i>2» eingeweidle Snnagoge führt de» Namen „Schaare Pidjon", Jorc der Erlösung. ttlroß sind auch die neuen Gemeinden in Ma erda de Eaoaleiro?, j,i Mogadouro, in Tras v? Monte? und speziell in dessen vauvlorte Man earva, aus den Äraren und schließlich in Eastel Bra »ca. Bei»! levlerivälime» Namen horcht iralil der .'t.imri kroatischer hieschichie und Literatur aus: Radrijiue; de Eastel Brauea dies; ja Ainatu? Ln jiianne-, der verübmieste mediziiiischc SchriststeUer seiner Zeii, der gemeinsam mit seinem Freunde. geicbrleii Hninaiiisten Tidaen? Pyrrbu?, ge i^iiliit Jacvbu? Evorenii?, im lK. Jabrbundcc' in Raguia Tuvravnik. von, Senate der Republik Rngusa in jeder Hinsicht tn'föröt'rt, wiche. lj? flibi bereit-? eine wissensctiaittich.' Litera tnr über die Maranen: ein in Portugal lebender jüdischer Gelebrier, Samuel Schwarz, bat eine reich mit Illustrationen versedene eiugelicnde Ab kiandlung über die bebräischen .Anschriften in Portugal- sowie über die Maraiienbe,i cgung ge schrieben, ui der Senator Morgan ein schwung volle-? Borworl versaßt ba>.' ' Ein zweiter Autor, I. Lucio T Azeoedo, oe saß, sicl! mit der Geschieh.e der Maranen, iväbrend außerdem eine ganze Reibe kleinerer, teilweise von Barro? Basro veriaßker Schritten und Musik rerte jüdischer Geben-, vornebmlich au-? der Zeit de? >lrüptoiudcntum?, wäbreud dessen Bersolgnng, dann vom Predigten, von Werkst» über jüdische ^schichte, sperietl jener an? der Zeit der Jnauiii tion entstände» in. In seinem vyr kn, rem erschienenen Buche ..Ta? Land zwischen Priem und Skzjdent' schildert der Stecküotmer Pberrabbiner Tr. Biarcu? Ebren prei?, der ja in Jugoslawien vo^winer Tätig keil in Tjakovo und in 3ofia der, abe^ auch durch seine Vorträge in Zagreo wobl bekannt in. die Eindrücke eines Juden auf seiner Reise durch Spanien und Portugal. Er weiß da bereits viele? über diese wiederge ivonnenen Glauben? und, Volksgenossen zu berichte». In London bar sich ein eigenes Komitee für die portugiesischen Maranen gebildet. Aehnlichc Organisationen bestehen auch in Paris, wie in Italien und zweifelsohne werden bald auch bei u»? persönliche Beziehungen zu jenen gefunden ivcrden, die von ihren Brüdern im slawischen Lüden Jahrhunderte hindurch ivohl getrennt waren, die aber trotzdem noch immer unsere? Glauben? und unsere? Stammes sind. Au? dem „Agramer Morgcnblalt" iu:l Eilciibni? de? Persaiiers. Der Synagogenspeicher in Berthold Auerbachs Heimat. Von S. Rothschild, Worms. In heutiger Zeit, in der ^>Ka? Berstänoni? für Alterskunde sich allmählich durchgerungen und zur, Gründung von jüdischen Museen geführt, hat man kaum mehr ein« Ahnung davon, welch bedeutende Werte durch Perbringung auf den Sy nagogenspeicher dem Untergange geweiht wurden. Alte, noch wertvolle Thoramänlelchen, Vorhänge, die durch nbue überslüssig geworden, wurden da bin gebracht, auch solche, die man für abgängig gehalten und die noch ausgebessert werden kann ten, .Wimpeln, die für die Familienforschung wert volle? Material geliefert, wurden, weil überzählig, dabin gebracht, um von den Ratten und Mäusen verzehrt oder^vo» gewissenlosen Menschen ge stöhlen und dem! Althändler überliefert wurden. Nicht ander? erging e? den Urkunden, Rech »ungsbüchern der Gemeinden und Vereine. Man brauchte Play, und der Synagogenspeicher ivar e?, der alle? ausnahm, auch zur Zeit, in der un irre Glaubensgenossen der Verfolgung halber den Wanderstäb ergreifen mußten. Ich möchte hier nur kurz andeuten, daß in den 70 und 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts auf dem hiesigen Synagogenspeicher ungefähr noch 600 Wim peln und die Reste des alten Archivs gefunden wurden. i Eine reizende Schilderung eines Synagogenspeichecs gibt Berthold Auerbach. Ter Dichter, der in seinen Dorfgeschichten und Romanen das Lebe» so vieler seiner Landsleute dargestellt, hatte mit de? Schilderung seines eigenen zu lange^ gewartet und, als das nahende Alter hierzu ernstlich mahnte, da war er schon ein kranker Mann und konnte nur wegen des bald eintretenden Todes das Kapitel „Ter Knabe auf dem Dorfe" vollenden. Hier spielt auch der Besuch auf dem Synagoge nspeicher in Nord st et ten eine Rolle. Ter Greis fühlt sich noch als Junge, so getreu vermag er die Erinnerung wie dergeben, die hier folgen möge. Ter Tichter erzählt, wie er als kleiner Junge mit seinem Kameraden, dem späteren Schuh macher Herzle, im Schloßgarten unter dem Bim bäum sitzt und plötzlich im tapfersten Obstessen den Gefährten mit der Frage überrasche, was denn eigentlich mit den alten zerlesenen Gebetbüchern geschehe? Man könne doch keine Tüten daraus machen. Ter Herzle will zuerst von der »ärri'chen Frage nichts wissen, dann, meint er, die alten Gebetbücher würden vielleicht verbrannt, oder vergraben oder in den Neckar geworfen Und da all diese beiläufigen und ungenauen Aut Worten unsern Berthold nicht befriedigen, weist ihn Herzle an seine Mutter, eine fromme und ver ständige Frau. „Ich fragte meine Mutter", erzählt der Tichter, „und sie sagte: „Kind, wohin gehen deine Gedanken immer? Aber ich kann dir? sagen. Unter der Tecke der Synagoge, da ist ein Speicher, und da liegen die Gebetbücher von 100 und 100 Jahren. Und der Atem der Lebenden steigt auf zu den Blättern, woraus der Atem der Verstorbenen gehaucht war und wo manche Träne hinfiel. Und die Werke der Ber storbenen und Lebenden gehen mit einander hin auf zu Gott. Ich schauderte und meine Schwester r m 1 1 Eiiziiu Spezialgeschäft Birtttutnt 1 1 garantiert Indanthrenfarbige B 1 d. h. wasch-, licht- und wetterechte Stoffe 1 'I Indanthren-Haus Stuttgart ” S: 1 Königstr. 12. gegenüb. d. Marita» x C. E. Hoff & (0. x Kohlenhandelsgesellschaft m. b. H. Fr! edrlfflftrifte 8, (am Friedrichsplatz) LAQERi FERNSPRECHER 20700 Nor ersttiafflgc Brennmaterialien aller Art Sorgfältigste Belieferung! Unbedingte Garantie für abgelleferles Gewicht in unerreichter Auswahl zu vorteilhaften Preiaen LORENZ STUTTGART/gSiVaarKU"! 0)o lasse idi meine Sdiobe reparierea? -“J. GRAUER SCHUHMACHER HEGELSTR. Nr. 62 Warum? 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