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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1929-01-01 · 19 (1.1.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
V (1928-1929)
Issue
19 (1.1.1929)
Date
1929-01-01
Page
[Seite] (sequence 3)
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Dich sollen ehrsürchten alle Wesen, vor Dir sich bücken alle Geschöpfe, alle mögen sic zu einem Bunde werden. Deinen Willen zu tun mit gan zem Herzen." Das ist der Geist der Synagoge, das ist der sittliche Adel ihrer Gebete. Vom alten Tempel in Jerusalem hieß es, seine Fenster waren so ge gestaltet, daß das Licht aus hem Inner» hinauSzuftrömeL schien. Möchte doch das Licht der Synagoge die Welt erleuchten, und die Nacht des Hasses besiegen! — 247 — Die Bedeutung der jüd. Kinderheime für die sittliche u. religiöse Erziehung. Bo« Bella Rosenak, Breme». Tie stärksten erzieherischen Erfolge werdey nicht durch bewußte Unterweisung erzielt, sondern durch unbewußte Beeinflussung. Nicht nur in der At mosphäre des Schulbetriebes können gute päda gogische Erfolge geerntet werden, leichter und rascher ost dort, wo kein Schulzwang herrscht, wo nur in Freude und Frohsinn die Kinder für - kurze Zeit sich treffen, wo sie in einer echt jü bischen Umgebung unter ihresgleichen sich frei bewegen und tummeln können. Hier sind ost die größeren Aussichten aus Erfolg gegeben. Das Kinderheim kann hier Außerordentliches lei' en! Es wird unserer Jugend während schöner Ferienzeit zur Stätte der Erholung und zugleich der Er ziehung. Gewollte Tendenz könnte freilich mehr verderben als nützen! Ich habe in diesem Sommer daS Erholungs heim der Stuttgart Loge in Möhringen im Schwarzwald geleitet und habe durch den täglichen Umgang mit den Kindern erst die rechte Vorstellung davon bekommen, welche Fülle gün stiger Faktoren hier zusammenkommt, um der Jugend nicht nur körperliche Erholung, sondern auch seelisch unvergeßliche Eindrücke zu über mittel».. Darf ich aus meinen Beobachtungen, die,, mir ost eine stille Freude bereitet habe», ein wenig erzählen? Es treffen sich im Heim Kinder aus allen (legenden unseres deutschen Vaterlandes; es kommen Kinder aus religiösen, Häusern und aus inbif ferenten Kreisen. Tie trste Beobachtung, die m^n macht ist die, daß im Grunde Kinder nur in den seltensten Fällen unreligiös sind. Man braucht sie nur in eine religiöse Umgebung zu versetzen und schon merkt man, wieviel Gefühl und Interesse für alles Jüdische in ihnen schlummert. Nicht die Leiterin und Hortnermnen erschließen dieses verwunschene Reich - sondern die Kinder aus religiösen Häusern sind es, die sich rasch ihre_ kleine Gemeinde schaffen. Während sich ansangS" schüchtern einige wenige z. B. zum Benschen meldeten, hat zum Ente der ErholungSzeit fast die ganze kleine Gesellschaft es so gelernt, daß mancher jüdische Lehrev-tpes solche Erfolge neidisch wer den könnte. Tie Freitag Abende waren für Jung und Alt unvergeßliche Erlebnisse. Tie Leiterin brauchte nur -wie die Mutter in der Familie Anregungen zu geben, und schon war Groß und Klein im Lause der Woche bemüht, Vorbereitungen zu trefsen. Programme wurden entworsen, um den Abend weihevoll zu gestalten. Ter eine probte den Kiddusch, der andere sagte etwas über den -Inhalt der lautenden Sidra,, Fest und Feiertage wurden besprochen und vor allem der Sabbat als Krone der siebe» Tage ge würdigt und in Gedichten gefeiert; auch Froh sinn und Heiterkeit gelangten zum Schluß des Abends »och zu ihrem Recht. Wenn dann der Schir Hamaalaus -mit frischen hellen Stimmen r--v Statt Karten . Ruth Wolf Robert Weil Verlobte Neujahr "1929 Stuttgart z. Zt. Bern - Berfhold Auer badi-Verein Dienstag, den 8. Januar, Stuttgart-Loge, Calwerstr. 33 Hhs. abend* 8' 4 Uhr Diskussions-Abend aber die Themen: „Judentum und Psychoanalyse" und „Zur Bibelkritik" Dlenilag, den IS. Januar, Kleiner Saal de* Bürgermuseumi Langeitr. 4B, abend* 0 ', 4 Uhr Gemütlicher Abend mit musikalischen u. reziiatorischen Darbietungen Um zahlreidien Besuch wird gebeten. Die Deutsche Nothilfe gibt auch in diesem Zahre wieder 2gto0Vfaf}rt£-&rtefmarfen heraus. ES gelangen zur Ausgabe: 5 Pfennigmarken zum Verkaufspreis von 10 Pfennig * J h mm** m 25 . M M M 30 M 50 . „ „ 100 eine Bildpoftkarte (Glückspostkaite) mit eingedruckter 8 Pfennigmarke zum Verkaufspreis von 15 Pfennig, ein Markenheftchen, enthaltend vier 8 Pfen nigmarken und drei 15 Pfennigmarken zum BerkaufSpreiS von RM 1.50. . Die Wohlfahrtsbriefmarken find vollgültige Postwertzeichen und für 2nu. Auslandsendungen verwendbar; ihre Gültigkeit dauert bis 50. April 1929. DaS Israel. Fürsorgeamt Stuttgart richtet an alle Glaubensgenossen, die Wohlfahrtsbriefmarken verwenden und damit einen guten Zweck erfüllen wollen, die Bitte, die Marken durch das Fürsorgeamt zu beziehen, da nur dann 80" » de« Reingewinns der jüdische« Wohlfahrtspflege zugute kommen. giininimniiMiiminmtmiiMmiiiiiimHiiiimiiiiiiiiiHittmiiiitMiiimiiiiimiiiimiiinmiimmmiiiiimiiimifMiMiiiitiiiimiiiMiiiiiimuiHiitiuiiiiii^ I Jfldisdies Letirhaus Sfuffgari I 1 Arbeitsplan vom 7. Januar bis 12. März 1929 I 1. Hebräisch, Mittelkurs, von Stadtrabbiner Dr. Rieger. (Fortsetzung des Lesens der Genesis im Urtext u. in der Uebertragung von Buber). - Donnerstag, abends 7'a Uhr. Beginn 10. Januar. 2. Talmud, hebräisch und deutsch, von Rabbiner Dr. Beermann. Sonntag, vormittags 10 Uhr. Beginn 13. Januar. 3. Ezechiel, von Rabbiner Dr. Beermann. Sonntag, vormittags 11 Uhr. Beginn 13. Januar. 4. Bibelkunde: 3. Buch Mose, von Lehrer Meyer. Dienstag, abends 8 Uhr. Beginn 8. Januar. 5. Das Neue Testament als jüdisches Schriftdenkmal, von Stadtrabbiner Dr. Rieger. ■=- Donnerstag, abends 9'i Uhr, Beginn 10. Januar. 6. Neuhebräisch von Diplomingenieur Plawner. a) Anfänger. Montag, abends 8 Uhr. Beginn 7. Januar. b) Vorgerückte. Sonntag, vorm. IO',» Uhr. Beginn 13. Jan. Ort der Kurse: Kurs 2, 3, 4 und 6 Gemeindehaus, Hospital- Straße 36, Kurs 1 und 5 Stuttgart-Loge, Calwerstraße 33 Hths. Anmeldung u. Auskunft: bei der Geschäftsstelle, Gemeindeptlege, nospitaistr. jö, una in cten zwei ersten stunden jedes Lehrgangs, in denen auch gastweiser Besuch zulässig ist. | Sonderveransialhing. > M Fortsetzung der J | Zwiegespräche Ober Judentum und religiöse | | Fragen der Gegenwart: I | Dr. Martin Buber u. Direktor Th. Bäuerle, Stuttgart ~ | |j Uber: .Religion u. Revolution“ am Sonntag, 17. Febr. D | Dr. Martin Buber und Prof. Wilh. Hauer, Tübingen | über: .Religiöser Weltbund“ am Sonntag, 3. März M |_i _ | g Unsere Mitglieder und Hörer erhalten gegen Vorzeigen der W H Mitgliedsbezw. Hörerkarte bei der Geschäftsstelle Eintrittsg g karten zum ermäßigten Preis von 50 Pfg. Für sonstige Be- sucher wird für die Eintrittskarte 1 Mark erhoben. W iiiiiiiiiiiiiiitii{iiiii!HiiiiiiiiiiiuuiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiifiiiiniiiiiiiiiiiKiniiiiiiii[iiiiiiiiiHiiiniiiiiiiiniiiiitiiiiiiiiiiiiHii(iiiiiiiuuiiiiiiiiniiiHiiiimiii^ Bestellungen auf IDazzen nimmt entg egen AaKirchhcimcr Ww. Hauptstatterstrabe Nr. 91< / Telephon Nr. 7116t beften IbiIn/che zum neuen fahre bietet Jeinen werten Otfften das Cafe Mettenleiter Am alten Poftplaiz Jöd. SiDMiLiflH fliflaisra (Linie Stutt*ert-NördHn*«»i) Idyll. Im Walde gelegen / / Sonnig und staubfrei Streng rituell / Prospekt / ErstkL Referenz. Lettng: IrLUHlM« Fernruf Nr. 119 Amt Bopfingen In Württemberg 121918276^1328^^81

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