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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1929-01-01 · 19 (1.1.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
V (1928-1929)
Issue
19 (1.1.1929)
Date
1929-01-01
Page
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- 246 - Mtccfitc und Pslicktteu eitle-» prborrnrti Israeliten (/ Mose 12, 18. Mose 20, 10, 14;. 3o konnte die heilige Schritt im Etitverttehmcii mit dem ftunmtfii t^esepe Israels gerade.;» die Forderung ausipreckten. das; der fremde ein Anrecht auf Liehe In« wie der Israelit >3. Mose 10, 00 Ol. .'>. Mose IO, l'i,. war also nicht ausfallend, das; sich zahlreiche fremde im Lande Israel auf dielten. so lebten;u salomos Zeit 153 600 Fremde im Laude Israel ,2. lilironif 2, 16; Wechsel beficdll in seinem Programm für das neue Israel, das; die fremden im wiedererlangtett heiligen Lande l^inciitum erdalten sollen Ez. 17, 20 . Hat öe> >ia»zier de; Lnotnaer Universität von alledem -ntutis getvns;t? Jubiläum Ver Ehewra Kavvischa in Reringen. ' Am «reite» sahhatlt Eltannkka feierte die die ii;V ..Hriltgr Bruderschaft uheura rtaböi ich» ihr ).V>. 3titumflvifft durch einen Fest goite-'-dtettn. bei dem Bezirksrabbiner Tr. 3ck >t ei;er Horb iin Ansirag des Isr. Hberrats an .. -rnd war und denen Fengrüße in einer Ehren urkunde tidechrachte. Am r'lbend fand ii; der„Rofe" e-n Festeisen stau. Ter Borspruch, der von Ober irlizrr svap gedichtet und von einem schüler, dem rodiic des Vorstands des Iubelvereins, vorgetragen wurde, behandelte das ..Ehctvralebeit". Bornand Joses scknrar; begrünte die Wiifte und .vi- Bereinsmilglieder und mahnte zu fernerem neuen Zttsammenhalten und zt, weiterer Betäti gunr. iin Sinne der Brudcrichast. Aus der Festrede, die Oberlehrer Svaydielt, ging ltervor, das; der Bereit! «rischen 1760 und >77« gegründet trnrde und zwar im Zusammen .trag mit der Einrichiung des diciigcn Friedhofs. Ais Zn eck des Ver-ins winde schon l7d>2 ange geben: „Gemillus chaiodim lachajjtm welam nies-im." Wenn die Satzung. 1-072 sagt: ..Wohl i.'tiiifett an Ledenden und an Toten", so. ist das ..»I« 9RakkaMcr“ O. L»»»i, in »er «»fsStzr»»« »«• »rrttz»!» A»rr»«ch Berel»». nur eine Ueberfetzung der Zweckangabe des Iah res 1782. schon im Jahre 1802 hat der Verein sich ein weiteres Gebiet für seine Betätigung geschaffen. Tie Vereinsmitglieder sollten sich an allem Sabbathen versammeln und den Lehrvortrag -schiur) eines Thorahgelehrten anhören. Tie Heilige Bruderschaft zählte seit ihrer Gründung durchschnittlich 25 30 Mitglieder. Interessant ist, daß sich die Mitgliedschaft regelmäßig in den gleichen Familien vom Vater aus den Lohn vererbte. Auch die Vorstandschaft in diesem Vereine ist fast regelmäßig^ „Valersrbe". Namens des Bruderyer eins Talmud Thora gratulierte dessen Vorstand Rubin Löwengart, namens des Vereins Tehillim siegmund Bodenheimer. Mäd chen und Frauen umrahmten die Ansprachen durch heitere und ernste (Gesangs und Musikvorträge. r Der Geist der Synagoge. Audi ein Wort zu den Synagogen Schändungen. Von Bez.-Rabblner Dr. Beermann-Hellbronn.!>>« oir Brillanter der Juden Lehr d - r M e nschlichkeit genannt, und ealmnd sagt vomeinstigen Heiligtum nur die sühnestättc Butt a i : der i» Frnialetn. tei tticltl .'i.aets sondern das Hans der Versöhnung f .* v die ga tt z e M e n s ch h e i t. Es tvar die Beichränkt'deit mittelalterlichen Haite-.- die sich in der Zerstörung der synago gen ausnirkte oder nur unscheinbare Bersamm lnngstntben betender Joden duldete. An diese mittelalterliche» Tradilion scheinen die modernen situagogcnsck änder attzuknüpsen. Und doch ver diente der t^cist der Synagoge von allen gesitteten Menschen verständnisvolle Achtung. Ist doch die sttnagogc die Heimat und Wiege aller Gottes vere/,eung im „Geiste und in der Wahrheit", haben sich doch ihr Amen, ihr Halleluja, ihr Dreimal heilig, ihre schristverlesung und das daran an knüv'eitde Wort der Belehrung die Welt erobert. Metairon, so. dichtet jüdische sage, windet aus den Gebeten >lranze für den Weltengott. Tiefer Engel sieht in , der Nähe des göttlichen Thrones. Tie isebete steigen empor. Ta drängt üch mit keckem Ungestüm ein wilder Hanfe heran, Gebete, die Menschenhai; und Feindseligkeit at inen, eines das andere verdrängend, spricht der strahlende Grbetsgenius: „Hintreg, erst versöhnt euch, dann kommt wieder." Und ein anderes Gewoge drängt sich heran, «Gebete, aus Selbstsucht und Eigennutz geboren, Gebez§ um Genuß und Gewinn in den kleinen, dunke-ln Erdendingen. Auch sie wein der Engel zurück: „Geht zuvor und läutert euch vom Er SCHIEDMAYER P1ar>o<ort*fabr1k v. J. u. P. Sohl«dmayar STUTTGART, Neckarstrasse 12, Eok« uirtobatraaa« FLÜGEL / PIANINOS / HARMONIUM Hiiiitmi!iiinii!tiniHiiiiitiiiin4fwuittiHHi«iiiiimmmtiiiimitlniiiiiiiiiiiiiiiiimimiww)s denschmuy, dann betretet wieder die Räume himmlischer Reinheit!" Ta nahen die Tritten, lauter und leuchtend, Gebete der Liebe und Sehnsucht, Gebete erfüllt von dem Verlangen, den Willen GotteS zu dem eignen zu machen. Und Metatron empfängt sie mit segensgruß... . Nur Gebete aus friedvollem, liebreichen, de mütigen Herzen will Gott, so betet der Jude am Morgen. „Mein Gott, die Seele, die Tu mir gegeben hast, ist rein!" Ihn umrauscht die ernstheilige Warnung, das göttliche Kleinod in seinem Innern zu beflecken. Und in stillen Sabbath- und Fciertagsstunden spricht die sehnende Seele: „Reinige unser Herz, Tir zu dienen in Wahrheit!" Tas reine Herz soll ein friedvolles Herz sein: „Gib Fülle des Segens, der Gnade und Barmherzigkeit! Gib uns Frieden. Erleuchte uns, Vater, allesamt mit dem Lichte Teines Angesichts, mit dem Lichte, mit dem Tu wahre Lebensweisheit, Tugendliebe und Gerechtigkeitssinn iu unsere Herzen hineinstrahlen läßt. Tu Quell alles Heils und aller Gnade, aller Lebensfreude und allen Lebensfriedens!" Tas reine Herz soll ein demütiges Herz sein. „Mein Gott, bewahre meine Zunge vor Bösem und meine Lippen vor Reden des Trugs, und vor meinen Verfluchern schweige meine seele demütig, sie sei -wie staub gegen Alle!" Tas reine Herz sei rin liebreiches Herz. „Tie Liebe höret nimmer auf, sie kennt keine Tchrancken (gemillut chaffadim en lo fchiur)". Tas reine Herz fei ein gottseliges Herz, Versenkung in Gott sei ihm höchste Lust: „Tas Forschen im Gotteswort überwiegt alles." Tem gottseligen Herzen ist Gott „unser Vater im H im m el", er nimmt uns „unter seine Fittige. Er ist der Fels unseres Lebens", den wir im Wogendrange unserer sorgen Rettung suchend umklammern, er „der Schild unseres Heiles", bei dem die verfolgte Seele sich geborgen weiß. Er nimmt auch den Irrenden, den verlorenen Sohn in Gnaden an: „Tu reichst die Hand dem Abtrünnigen, und Deine Rechte ist ausgestreckt. Reuige zu empfangen." Jede Menlchenjeele, nicht nur die jüdische, ist göttlichen Ursprungs. „Tu hast den Menschen geadelt von Anbeginn und ihn gewürdigt, daß er Tir diene". Bon Gottes Geist trägt der Mensch einen Funken: „Tu begnadest den Menschen mit Erkenntnis und lehrst den Sterblichen Einsicht. Begnade uns mit Einsicht und Verstand. Gepriesen seist Du, Ewiger, der mit Erkenntnis begnadet." Ties Gebet um Erkenntnis steht an der Pforte aller Bitten im Achzehngebet. Nur wenn Gott uns verhilft zum rechten Geiste, dann gelangen wir zum Erdenglück und Seelenfrieden. Darum herrscht in der Synagoge bei aller Freude über die v-on Gott verliehene Menschenwürde das Gefühl stiller Demut, das sich besonders schlicht und ergreifend also ausspricht: „Mein Gott, bevor ich ins Dasein gerufen war, war ich wie nichts, und jetzt da ich ins Tasein gerufen bin, bin ich wie nichts, wie Staub bin ich im Leben, und zu Staub werde ich nach meinem Tode . . . Läutere mich von meinen Sünden, aber, da ich so schwach bin, nicht durch gar zu herbes Leid!" Und diese Temut vor Gott führt zur Geduld mit dem' Mitmenschen. „Meine Seele sei wie Staub gegen Alle!" Die Seele soll sich durch Schmerzen, die ihr Menschen zusügen, nicht verbittern lassen, und Erquickung und Stärkung gewähren auch dem Feinde! In Temut, Geduld und Liebe Gottes Reich bauen, das ist die Ausgabe der Menschheit. Dieser Beruf, die Völker dafür zu gewinnen, ist Israels Gnadengesuch vor Gott. Wegweiser zu Gott will es sein. Mit seinen Gotterlebnissen will es den Andern dienen. Tas ist Israels Erwählung. Tarum dankt es dem Ewigen, „der es erwähnt und Leben der Ewigkeit in sein Inneres gepflanzt hat". Tarum jubelt es: „Heil uns, wie gut ist unser Teil, wie lieblich ist unser Los, wie schön ist unser Erbe. Heil uns, daß wir an jeglichem Tage in der Frühe des Morgens wie beim Dunkeln des Abends uns vereinigen in dem Bekenntnis: „Höre Israel, der Ewige ist unser Gott, der Ewige ist einzig." Oder: „Lasset uns preisen den Herrn der Welt, demütig danken dem Schöpfer. Er hat uns zu seinem Dienste iür IllllllllllllllllllWIIllllllllllllllllWllllllW MIETE TAUSCH STIMMUNGEN BEQUEME TEILZAHLUNGEN Pomaprootoor SM 41/42 nHiHHiiiinitiiiHhoH iiiumRmnMMtHiiiiiiiiiiiiiiiiii PRIX warm KUBAS-TURM LfiWG SNF iiiuniimuutniniiiiinmini

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