Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- V (1928-1929)
- Issue
- 16 (16.11.1928)
- Date
- 1928-11-16
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/4904101-5441815-5443045--2026-4906004- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Verlauf der Veranstaltung vortrefflich waren, war auch von den ältesten „Einklänglern" gerne zugegeben wurde Tr. Hugo Kern eröffnele den Abend mit einer Festrede, die mit großem Beifall ausgenommen wurde Bon den Darbietungen «fwädnen wir besonder« die Gesang« vorträge unserer beliebten einheimischen Sängerin Frl. Ilse Rosenthal. Ten übrigen Teil de« Programm« bestritten engagierte Kräfte de« hiesigen Theater« und Kabarett«. Eine glänzend« Stimmung, die nickt zu letzt den geschmackvoll dekorierten Räumen zu verdanken uw, hielt die zahlreichen Feskgäste bi« in die frühen Morgenstunde» zusammen Heilbronit. Berichtigung. In unserer Notiz vom I. November d« I: must c« richtig heißen: Am 25>. Oktober d«: I«. vollendete der Rentier Leopold R o s e n b e r g da« neiirrie Jahrzehnt seine« Leben«. Kün;el»au. Am I. November d«. I«. beging Frau Regina Baer im Kreise ihrer Familie und unter Anlcilnabme der «Gemeinde ihren 63. GeburiStaz. Künielrau. Am 17. November d. Fs. begeht die all ieiis verelnie langjährige idaisiereri» des hiesigen Jir Fiaueuvercin«, Frau Jda Wißmann Wwe, ihren «>" itzeburisiag Mögen der verdienten Frau no.ti viele glückliche Lebensiabre besitiieden sein! ' Laupbeim. IN' Iabre C h e iv r a K a d i s cki a in L a i, p b e i m Ter Sabbath vom I I November d. I« bedeuieie für die hieiige (Gemeinde einen Festlag selte ncn »epräge«. Bez. Rabb. Tr. C o h n Ul» stattete 'citirn ersten Beiucki ab und wusttt sich ichon durch feinen Jngeiidgollesdiciist am Freilag Abend die Snm patdie von Jung und All zu gewinnen. Ter Fest goiiesdzenst am Sabdalbmorgen stand im Zeichen de« INI Siittlingsfestc« der Cdewra Kadiicka. für deren Wirkiamkeit und Bedeuluilg Rabb. Tr. Cohn treffliche Worte im Anickil»» an den Tert „Kedoschim tiheju. beilig iolll ihr sein!" sand. Ter Gemeindeabend im Holet zur Post, von Oberlehrer Kahn eröffnet und geleikei. vereinigte rast die ganze Clemcinde in fest lick geichmücklem Saale Ter Vorsitzende widmete zuerst dem vor bald Jahresfrist io plötzlich verschiedenen srü Heren Vez. Rabbiner Tr. Straßburger einen dank baren Nachrui. Tr. Cohn hielt sodann einen Vortrag über „Tc> israelitische Propbeiismu«". In fesselnder Rede schilderte er Wesen und Bedeutung der iiraelitiichen Prophetie, den zeitlichen und sittlichen Hintergrund für die Wirkiamkeit der Propheten, ihre Unerichrockenheit »ns auiopferiide Hingabe im Kampfe für da«, wa« ihre Religion war, nämlich im Aufblick zu Gott soziale >S e r: cki t i g k e i t zu üben. Taran an schließend eiilwickelre er in anschaulicher Weste die Be griffe de« sittlichen Monotheismus, die Au»ern>ählthrit Israel« und 'eine mesiianiichcn Zukunitsbofsnungen. Rei . chcr Beiial^ dankte dem^ trefflichen Redner. Alsdann lei rete der Pialm li->>, für gemischten Chor komponiert von Leivandowskn. vorgetragen vom bieiigen Snua gogcnchoi unter Leitung seine« unermüdliche» Tiri geilten und Organisten Simon L. Steiner, zur eigentlichen Jubelseier über. Mächtig fluteten die Wogen v« „Jubelt dem Ewigen!" durch den Saal, Jubelstim - mung verbreitend in den Herzen aller Zuhörer. Ihren Höhepunkt erreichte die Feier, al« der ehrwürdige K3jäh rige Vorstand der Chewra Kadiicka, Rabbiner Tr. T r e i t <zl, in herzlich schlichter Weise keine Festrede in der Mahnung zur Einigkeit und zum Zusammenschluß au« klingen liest und da« erste Gla« dem Jubelverein widmete Für den Au«schust der Bruderschaft überreichte Stuttgart Dveres 3ftafernst, 2. 6totf (Eingang Kanzlet-, Linden- und Roleftrabe Dienstag, den 20. Nov. 1928 von vormittag« 10 Uhr und nachmittag« 3 Uhr ab •n «<■<!>(> alter am* aeNnur Meister, iaa> besoadere SO Seatiilbe aaa de» Stach iah kea »er fterkeaea Kaablchaft»- aa* Ziermaler» I Aritz «rede, Mistel»orf Japonllche Holzschnitte au« »er Sammlung I. kch. München Mittwoch, den 21. Noo. 1928 JRn-CKöitl festlicher etilartea, Blteettaer aa» I JtaaftgegeaM*»e, ca. 20 Teppiche, / garantiert nur aut Privatbesttz. ^Besichtigung bet freiem Sintritt: stbettag, IS. November und Samslag. 17. November je von S—l Uhr und >/»3—6 Uhr Sonntag, den 18. November von 11 bi« 5 Uhr Montag, den lS. November von 0 b>« I Uhr 3« Luftrag: 9clig afleifiWatser Hofkuafthändler, Kanzleiftrahe I I, I. »lelchzeittg große Ausstellung und fdethändiger Ber< kauf von Perser, an» Seastraa - Tepptchem aa» «rtichea. - 204 - hernach denen Mitglied, Vorsteher Iöna « Weil, mit Worten heißen Tanke« und aufrichtiger Anerken npng und Verehrung den beiden verdienten Senioren unsere« Busschusse», Rabbiner Tr. T r e i I e I und Heinrich H e u m a n n, je eine Ehrenurkunde, i» welcher Tr. Treitel für über 33jährige Tätigkeit als Vorstand und Schriftführer zum Ehrenvorsitzenden, Hein rich Heumann nach über 32jähriger Tätigkeit al« Kai sier und ftellv. Vorstand zum Ehrenmitglied de« Ber ein« ernannt wurden. Tiefbewegt dankten die beide» Geehrten/ Warme Worte der Anerkennung, de« Tankes und der Aufmunterung enthielt auch da« Glückwunsch schreiben de« Israelitischen Oberrat«, da« in dessen Auf trag von Rabbiner Tr. Cohn verlesen wurde. Am Schlüsse ieiner Begleitworte toastete Tr. Cohn aus die beiden lyeehrten, während Rabbiner Tr. Treitel sein Glas auf da« Bohl des Oberrat« leerte. Wcilerr Glück wünsche wurden teil« schriftlich, teil« mündlich über mittelt, io von der hiesigen Stadtverwaltung, die de» (Weift der Nächstenliebe in der israelitischen lKenicind. rühmend erwähnte, von dem Israelitischen Porsteheramt, da« für die segensreiche Mitarbeit der Bruderschaft in wichtigen Gemeindeausgaben dankte, dem Bruderverein Talmud Thorah, dem Frauenverein, dem Reichsbund jüs. Frontsoldaten, Ortsgrupre Länpheim, und dem Jüd Jugenddund. Viele Freiinde de« Vereins hatte» Telegramme gesandt, ». a. Bezirks Rabbiner Tr. E i n ft* i n - Landau, Sanitä «rat Tr. Nördlinger Buchau und da« Ehrenmitglied Carl Lämmle Newnork, der seine» Wünschen eine reiche Spende für den Verein angeichlosien hatte. Tie ganze Frier wurde umrahmt und abwechslungsreich durchsetzt von stim mungsvollen Terzetten für zivei Violinen mit »lavier beglritung, ausgeführt von Frl. Fanni Kahn und den Herren Rudolf Kurz und Otto Schmal und einigen prächtigen Liedern der Herren Hermann Einstein und Julius H e u m an n, die überaus dankbar ausgenommen wurden. Erft in später Abend stunde konnte der Vorsitzende de» offiziellen Teil der ivürdevoll. und härmonisch verlaufenen Feier mit dem herzlichsten Tank an alle Mitwirkcnden schließen. Tic fe« machtvolle Bekenntnis zu den Mcnschheiisidcalc» der Chewra Kadischa, die ja auch zugleich die de« gan zen Judentum« sind, bedeutet für die Laupheimer Bruderschaft wie auch für die ganze Oiemeinde. ein wertvolle« Erlebnis, da« »och lange in der Erinnerung »achhallen wird. . hn •» Rottweil. Wie wir nachträglich erfahren, wurde der am 23. Oktober d«. I«. im dortigen Jsr. Frauenverein stattgefundene Vortrag über „Mose« Mendelsohn" nicht j von Frl. Berta Bach, sondern von Frl. Johanna; Bach, Mühringen, gehalten. Tübingen. Unter vielfachen Ehrungen beging unser äl i teste« männliches (Kemeindemitglied Gustav Hirsch am 28. Oktober seinen HO. Geburtstag. Am Sabbath, den 27., würdigte Oberlehrer Wochenmark in der goltcsdienst liiNeii Ansprache die Verdienste de« Jubilar« um da« reli | giöse Leben der Gemeinde. Ter Vorsitzend: de« Vorsteher! amt«, Rechtsanwalt Tr. »atz, überbrachle mit einer Ab! ordnung des Vorsteheramt« d:m Jubilar eine Ehrengabe der (Kemeinde und übermittelte ihm in einer längeren ' Ansprache die Glückwünsche und d:n Tank der Gemeinde für jahrzehntelange treue Tienste. Ter Jsr. Lberrat in , Stuttgart würdigte in einem herzlich gehaltenen Schrei ben die Tätigkeit de« Jubilars im Tienste der Ge meinde Tübingen. Ter Bürger und VerkehrSverein Tu dinge», dessen Kassier der Jubilar von 1891 bi« 1924 war, ehrte ihn durch eine schöne Blumenspende und eine herzliche Zuichris». Unter den vielen Glückwunschschreiben befand sich auch ein solche« de« hieiigen Oberbürgermeisters und Landtagrabgeordnelen Schees. Tibia««». Am 29. Lktober d«. I«. sprach - Professor Sellin aus Berlin imvollbesetzten großen. Saal der Alten Aula über seine Ausgrabungen aus der Stätte de« altem Sichem. Er schilderte zunächst die große Bedeutung Palästina« für den Theologen. Er erzählte von den Schwierigkeiten der Ausgrabungen u. wie es ihm dennoch gelang, an drei Stätten, in Taanach, in der Ebene Jesreel. in Jericho und in Sichem zwar wenige, aber wert volle Fundc z» machen. Am schwierigsten gestalteten sich für ihn durch den Weltkrieg die im Jahre 1913 begonnenen Ausgrabungen bei Sichem, dieser »-ungekrönten Königin von Palästina". Turch die zufälligen Funde von Bronzcgegenständcn aus einem Hügel bei dem Torfe Pallata in der Nähe von Nablu«, die ein Fellache bei.einem Hausbau 1908 gemacht hatte, kamen Prof. Sellin und seine Gehilsen, die Ingenieure Tiersch und Höllscher, aus die richtige Spur bei ihrer Suche »ach dem alten Sichem. 1913 begann die Grabuni, die 1914 au« (Geldmangel unterbrochen werde» mußte. Um begüterte Juden für da« Werk zu interessieren, hatte Prof. Sellin in der „Neuen Freien Presse" und im „Berliner Tageblatt" Berichte ü'cr die Au«grab»»ge» veröfsentlicht. Unterstützung hat er , jedoch nur vom deutschen Kaiser er halten, der die Arbeit zur Hälfte finanzierte. Kurz vor Kriegsausbruch befand er sich aus dem Wege nach Palästina, mußte aber bei Kriegsausbruch unter großen Schwierigseile» wieder nach Teulschland zurück. 1923 begab er sich nochmal« nach Palästina und begann die Ausgrabiiiigen 192«, ivieder aus« neue, die noch w:iter fortgesetzt iverde» solle». Ausgedekt sind bereit« ein Mauerrest mit Tor im Norde > au« dem 13. Jahrhundert v. Ehr und der Rest einer jüngere» Mauer mit Tor im Osten au« dem 13. Jahrhundert v. Chr., ferner ein heidnischer Tempel mit Allar und Mazebah und ein Palast. Außerdem wnrden Krüge, Vase», Siegel, Skarabäen, Götterbilder und ein Goldschmuck au« der kanaa- »ilische» Zeit gesunden. Sehr gering seien die Funde au« altisraelilischer Zeit. Ta« erklärte Professor Sellin, der. zivar die Hossnung aus solche Fund: nicht ausgibt, damit, daß da« israelitische Volk keinen Sinn für da« Schöne hatte. Auch sonst war der Vortrag nicht free von antisemitischen Aeußerunge». Ulm. Reichsbund.jüdischer Frontsoldat e n. Tie regelmäßig am ersten Montag jedes Monat« im Bahnhof Hotel stattsindende Zusammenkunft de« Frontbundes beweist immer mehr, wie sehr die Kameraden de« Bunde« für eine ungezwungene Aussprache interessiert sind. E« soll deshalb wiederholt daran erinnert werde», daß sich die ortsanwesenden Mitglieder diesen genannten Abend frei halten. Ist doch gerade bei solchem zwanglosen Beisammensein beste Gelegenheit gegeben, Fragen und Vorkommnisse, die den Frontbund mehr oder weniger berühren, zu erörtern. Zudem läßt es sich die Leitung der hiesigen Ortsgruppe angelegen fein, stet« über ihre Tätigkeit im Bormouat zu berichten. Gleichzeitig machen wir aus den am 17. d«. Ml«, im Gesellenhaus stattfindenden Familienabend aufmerksam, zu dem die ganze Gemeinde eingeladen ist. Tie Gedenkfeier für die Gefallenen findet am 25. d. Mt«., 10 Uhr vormittag«, auf dem Friedhof statt. Ulm. Tie Leitung de« Israel. Frauenverein« U l m hat sich ein außerordentliche« Verdienst er» ivorben, daß sie die Frauenvereine Buchau, Buttenhausen, Gmünd, Göppingen, Laupheim, sowie dem Gesamtvorstand de« Württemb. Hohenzoll. Landesverbandes de« jüd. Frauenbundes zu einer Tagung nach Ulm auf Sonntag, den 4. Novbr. d«. I«. eingeladen hatte. Der Einladung wurde erfreulicherweise recht zahlreich Folge. geleistet, ein deutlicher Beweis, daß starke« Interesse für die Arbeit de« Vereins bekundet wird. Am Vormittag sand eine Sitzung des Gesamtvorstandes statt, dessen Beratungen einen äußerst anregenden Verlaus nahmen. Gleichzeitig war den Mitgliedern Gelegenheit gegeben an einer Besichtigung de« Museum« der Stadt Ulm teilzunehmen. Während der Mittagspause konnten die auswärtigen Besucher die Gastfreundschaft der Ulmer Mitglieder genießen. Tie Hauptversammlung nahm um EUGEN URBANSTRASSE « FERNSPR. Nr. 2*28i ADE ■■ MALERMEISTER Werkstatte tlr faiae Malerei Sdrrift - Laddernng Anstrich NfU ERÖFFNST I Das Affenparadies ist das ganze Jahr geöffnet! (ca. 160 Affen) Neu eingetroffen: 9 junge Baren (Braunbaren, Kragenbären) 30 Papageien, 1 Pelikan, Eichhörnchen - Liliputbahn, Ponyreiten, Schlangenreiten Zu erreichen mit Linie 10, Endstation (WeiBenhof) E. WOHRLE STUTTOSRT EBERHARDSTRASIE 10 FEKNSPRECHER ZS1S2 __ HEIZ- U. BELEUCHTUNG* * ARTIKEL FÜR GAS- UND STAUBSAUGER » BÜGELEISEN . KOCHAPPARATE wmm EIGENE REPARATUR-WERKSTATTE HHR Mi" OltaRiiattm - firoBladutilin besorgt das Laden von Akkumulatoren Jeder Art lm Abonnement zu ungewöhnlich günstigen Bedingungen bei kostenloser Abholung und Zustellung. — Verlangen Sie sofort mittelst Postkarte Vertreterbesuch. i 44 AkkinaaUrtoren'G roll Indes tatlon RitErsts-StraM« >s. M „AKULA* S.9cim Feine Herrenschneiderei nach Matz Stuttgart MilitSrftrab- IS bei ber Gar»tsoN»kirche Damenu. Herren-Frisiersalon KRADS A WOELL SdiwabstraBe 183 beim Hölderlinplatz - - Telephon 63454 Haar- und Schönheit»-Pflege Manicnre - Toilette «Artikel Aufmerksame Bedienung - - Erstklassige Arbeitskräfte