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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1928-11-16 · 16 (16.11.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
V (1928-1929)
Issue
16 (16.11.1928)
Date
1928-11-16
Page
[Seite] (sequence 5)
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— 201 — Sitzung des Vorsteher amte» am 7. Novem btr. Er wird zunächst Mitteilung von mehreren Erlässen des Oberrates gemacht und hieraus die Widmung einer Ehrengabe zur Jubelfeier der Israelitischen ReligionSgesellschast beschlossen. Ebenso werden Bestimmungen über die Ärjallenengedächinisseier am 24. November gekrossen. Ausführlich berichtet sodann Tr. Tänzer über ein« notwendige Revision der Statutes vop 1861 über den Erwerb von Synagogenplätzen, daden gegenwärtigen Berhältnissen angepaßt werden muß. Der Erlaß eines Rundschreibens über den Nachweis des rechtmäßigen Be sitzevon Synagogenplätzen wird beschlossen. Im An schluß an die Fruerschau der Synagoge durch die Bau Polizei macht Ebstein mehrere Borschläge, die von der Baukommission ausgehen und der Baupolizei mitgeteilt werden sollen. Meyer macht weitere Borschläge zu Besserungen, die angenommen werden. Tr. Tänzer berichtet über den Besuch aus dem Hoppenlaufriedhos. Einige Grabsteine müssen ausgerichtet und hrrgestellt werden. Tic Friedhofsabteilung wird mit dieser Angelegenheit betraut. Mit der Mitteilung einzelner Schriftstücke wird die Sitzung geschlossen. Stuttßart. Tas Fes» der Jugend. Am Mit» woch, den 12. Dezember, am 5. Lhanukkatage, werden die jüdischen Kinder Stuttgarts das Fest der Jugend im großen Saale des Bürgermuseumseiern. Große Bor bereitungen haben die Kleinen und die Großen bereits getrosfen. Die Kleinen und die Kleinsten werden das ent zückende Chanukkamärchen von Siegsried Keßler „Ter Mutter Traum" zur Ausführung bringen. Die Großen bereiten die Tarstellung der liessinnigen dramatischen Legende „Die Sendung" vor, die Rechtsanwalt Tr. Ro bert Rosenthal-Wiesbaden verfaßt hat. Gesang, Musik, Tanz und eine Tombola werden den Gästen der Beran staltmig von den jugendlichen Gastgebern geboten wer "Wir Dar Fest der Jugend verspricht also allen Teilnehmern eine Fülle von Ueberraschungen, sodaß sein Be such schon heute allen Freunden unserer Jugend Herz lich empfohlen werden darf. I Stuttgart. Tas Büro des Jüdischen Frauenbundes, Berlin, ersucht uns um die Aufnahme der folgenden Zeilen, die wir der besonderen Beachtung unserer Leser empfehlen: „Nachdem da» Heim des jüdischen Frauenbundes in Wyk aus Föhr jetzt über ein Jahr im Betrieb ist, und einer Reihe von Kindern und weiblichen Jugendlichen zur Krästigung und Gesundheit verholsen hat, kann der Jüdische Frauenbund den vielen, die da» Wirken dieser Heilstätte mit großem Interesse verfolgen, die erfreuliche Mitteilung Kunft spendet Lebensfreude VBRLANGBN SIB ZUSBNDUNO DBS KUNSTVBRZBKHNISSBS KUNSTHAUS SCHALLER STUTTGART MARIBNSTR. 14 machen, daß es ihm gelungen ist, ein Nachbargrundstück mit Wohnhaus zu erwerben. Dadurch hat sich der Grundbesitz in Wyk verdoppelt. Das Wohnhaus kann zum April geräumt werden, es wird das Heim in die Lage setzen, eingrößere Anzahl von Pfleglingen, .nl» e« bisher möglich war, auszunehmen, vor allem aber mehr Jsolierräume bei etwa austretenden Krankheitsfällen zu schassen. Durch die Bergrößerung des Heimkann man nicht nur Kinder vom 4. Jahr an, sondern auch, wie es von ärztlicher Seile gewünscht wurde, vom 2. Jahre an ausnehmen. Das Heim, das den Charakter der Heilstätte hat, nimmt bekanntlich tb. gefährdete Kinder und weibliche Jugendliche aller Stände zu einem Tagespreis von 4 Mark aus, ohne irgendwelche Rebenausgaben für die ärztliche Betreuung, Kurtaxe, Wäsche und dergleichen zu berechnen. Tie Kurperiodc dauert 8 Wochen. Tie Erfahrungen des vorigen Jahre« geben Beranlassung, ganz besonders aus die sehr guten Heilersolge im Herbst und Winter hinzuweiscn. Anmeldungen hierfür sind baldigst zu richten an das Büro des Jüdische» Frauenbundes, Berlin N 24, Monbijouplatz 10. Stuttgart. Man schreibt uns: Am 28. Oktober fand in Franksurt a. M. die Konstituierung de» Berein» „Gemeinnützige jüd. Eheanbahnungsstelle" statt. Ter Verein, der seinen Sitz in Frankjurt a. M. hat und in« Bereinsregister eingetragen werden soll, bezweckt die Errichtung und Unterhaltung einer gemeinnützigen Eheanbahnung-stcllc, ferner die Unterstützung aller Bcstrebungcn, welche die Förderung der Eheschließung unter den Juden, zumal der Frühehe und die Bekämpfung der Mischehen sich zur Ausgabe machen. Ter Verein betreibt nur gemeinnützige und fürsorgliche Arbeit, letztere auch in der Richtung, etwa erzielte Ueberschüsse, insbeiondere au» Schenkungen und Slislunge» zur Ausstattung von armen Bräuten zu verwende». Es wurden Entschließungen au» der Mitgliederversammlung angenommen, wonach der Borstand ersucht wird, dem Berein einen kurzen, prägnanten Namen zu geben, Richtlinien für die praktische Tätigkeit auszuarbriten, und den lihebcwerbern ein Merkblatt über die gesundheitlichen Anforderungen bei der Eheschließung zu übergebe». Allen denen, welche zum Zustandekommen de» Berein» beigelragen hatten, wurde Tank ausgesprochtn: Ter Großloge de» unabhängigen Ordens B. B. und den jüdischen Gemeinden, welche bereit» in größerer Zahl namhafte Zuwendungen gemacht haben, der jüdischen Presse aller Richtungen für ihre Unterstützung und zahlreichen Einzelpersonen, die in Stadl und Land iverbend für die NOBEL VON BUSCHLE AUSSTELLUNG: SILBERBURGSTR. 168 Sache «»getreten sind. Neben dem Berwaltungsausschuß lvurde ei» Beirat gewählt, dem für Stuttgart Sanitätsrat Tr. Ries angehört. Stlttgart. Ter Israelitische F r a u e nt, e r e i n veranstaltet für seine Mitglieder am Donnerstag, den 20. November d. Js. einen Bortragsnachmitlag, bei dem Tiplom Ingenieur Höchtl über „Tas elek irische »Licht im Dienste der Hausfrau" sprechen wird. Mit .der Beranstaltung, die jede Hausfrau interessieren dürste, ist eine Ausstellung elektrischer Apparate für Küche und Haus verbunden. Näheres sichet Inserat Seite 199. Stuttgart. Am 4. November d«. I». fand im Holet Wcstheimer die die»jährige Telegiertenlagung des „L a n desverbande» der jüd. Jugendvereine Württemberg»" statt. Ter Landesverbands-Borsitzcnde, Rabbiner Tr. Cohn, Ulm, erössnetc die Tagung und begrüßte den Berlrcter de» Ist. Lbcrrats, Leopold Lcvi, den Bertreter de» Ist. Borstcheramte», Stadtrabbiner Tr. Ricger, den Bertreter de» Central- Bereins, Tr. Joseph, den Bertreter der Stuttgart-Loge. Lberrechnnngsrat Meyer sowie den Bcrlreier des „Reichsverbands der jüdischen Jugendvereine Deutschlands", Tr. Spier, Mainz, mit " herzlichen Worten. Sodann erstattete er den Tätigkeitsbericht de» Landesverbandes, der sich mit Erfolg um die Hebung der Jugendbündc in den kleinen lyem'einden des Landes bemüht hat, und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Unterstützung der Rabbiner,' der Lehrer und der Gemeindeverwaltungen die verheißungsvollen Ansätze zur harmonischen, geistigen und körperlichen Heranbildung unsere Jugend mehr noch als bisher jördcrn werde. Besonder» gedachte er der verewigten Freunde der Ju gend, Rabbiner Tr. Straßburger, Ulm, und Koni-, merzienrat Adols W o l s, Slultgart. Anschließend überdrachlen die eingangs genannten Herren die Grüße ihrer Organisationen, die ohne Ausnahme die Bestrebungen der jüdischen Jugend mit Interesse verfolgen und ihr materielle ivie ideelle Hilsc gerne zuteil werden lasse». — Ta« nun folgend« Rcserat des Schrift sührer» des Landesverbandes, Oberlehrer A d e l s h e i - m c r, über „Tie Not der jüdischen Jugend" zeigte mit klaren Worten die gegenwärtige Lage unserer junge» jüdischen Menschen aus. Ausgabe der Jugend ist e«, so führte der Redner' ungesähr au», die wirtschasllichsozialen und ethisch-religiösen Röte zu erkennen und sich für ihre Behebung einzuictzen. Im Brennpunkt unserer Zeit stehen die wirtschastlichen und sozialen Frage». Tie Arbeitslosigkeit macht sich beionders auch NeahettcB 4er Fukaiukllni finden Sie am besten tm ältesten Stuttgarter Spezial-Geschäft Radio-Grüner SPEZIALHAUS A Co. m. b. H. MARIENSTRASSE 7 RADIO MODE-SALON OÖTZ L ERNST HERMANN STRASSE Nr. 1( FERNSPRECHER Nr. 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