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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1928-11-01 · 15 (1.11.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
V (1928-1929)
Issue
15 (1.11.1928)
Date
1928-11-01
Page
[Seite] (sequence 12)
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— 192 — Plioto rftiUenVrcmJ. STUTTGART KÖNIGSTR. 10 Rctuier ufik'H mit bftt Worten: Hoffen wir auf bii-j deutsche Volk! Von warmem Beifallbegrüßt, ergriff nun der Präsident des Preußischen Landtags, Bartels, das Wort. Beickiämend-und niederdrückend find diese Vorgänge, die fo iebr dem deutschen Volks empfinden widersprechen. Wir neben in geinein sanier Front mit ii.it und iiiib mit Linien einig in der Veru-e.eiluiig nid in der Veravsclieuung dieier Talen. .'l:?r ebrliebenden Bürger sind in dem Po:.'. aus Ihrer Zeile. Ston nr' r >?.e.trlu-.ee spräcli im -Lame» des ri.'ußnchrn Justtzininißeriums und wies auf den fit; -.u». :ü. uttetie.i tiila« des '^uiti^mitttttcr-#; tu, o•-1 die Behörden anivies. in Fällen . ' '.'titiiit;-lai'u gegen lüdnrhe H. iii.z.äiner ein-- und mehr schwindenden jüdischen Sclbstbewuß seins und Gemeinschaftsgefühls. Wir find ge zwangen, um die innere Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit unserer Beziehungen zu einander um eine andere, höhere Würde des Menschlichen zu ringen, und dies angesichts einer unwürdigen Moral und des Schwindens der letzten Gefühle von Achtung und Würde in den gesellschaftlichen Beziehungen bei so vielen Aeltercn. Wir sind gezwungen, um zu einem bescheidenen Ziele zu kommen, mit unseren .straften einen Wirt schaftskampf durchzufechten, wie ihn vergangene Geschlechter nie gekannt haben und dies mit den durch unfern Tribut am .striege geschwächten körperlichen .sträften, in einer Zeit, deren Methoden uns den Zinn und Inhalt unserer eigenen Arbeit und damit ein Stück unsrer Seele zu rauben dro heu, timb die bald nur noch eine MindestzaKl von führenden und eine Vielzahl von dienenden .sträf-!>-„ kennen wird. Aber wir beltareeu nicht bei Anklage und sind llu; .: 'näinng zu füoren und c .1'uldige jinnmern nich a.siutit zu beneaten. Juj'.ände t. . . \ in'' nt Tr. Weiß sag e, der Polizei : e r i st d i e VU .. Pv » Benin und der preußische ’.iu iiiii» nt leider verlündeet, in biei i'r «er )CA n erscheinen. In ihrem t'iam nt aber X u P-;-n Vetsammelieit zu: Seid überzeugt. d.n : 0;: ..i in Eurem »iainvse die preußische Polizei :• l>: ls-:n1. Mtninerium d/s In ne rn ihren fu* Al» -.'il'.'lE ■■ letzte ' Redner legte der Schriftsteller Ju Damen- und beginnen wir aufzubauen, wo Sturz droht, da stützen wir. Tenn wir glauben an unsere Zeit, denn wir glauben an uns selbst. Wir glauben an die Aufgabe unseres Judeseins, weil wir darin allein die Verwirklichung unseres Menschentums sehen. Tarum suchen wir uns in das Wissen und Wesen des Judentums hineinzuarbeiten, schassen hierzu Kurse, Gemeinschaft i tfn und Bünde. Wir glauben an eine bessere Mo! ral und Würde in den Beziehungen der Menschen. Tarum wagen wir cs, in unfern Gruppen und 1 Bünden einander offen und ehrlich, in reiner Freude und Kameradschaft, in echter Freundschaft, ins Auge zu sehen. Wir glauben daran, daß der physische und sittliche Fortbestand des Judentums von uns abhängen wird. Tarum erstreben wir für uns die auf edler Freundschaft und wahrer Liebe gegründete jüdische Ehe, möge die wirtschaftliche Lage den Kampf um sie noch so sehr er schweren. Air fürchten nicht den Kampf. Aber lvas wir verlangen müssen nicht nur um unsretwillcn, sondern um der Erhaltung und Hebung der jüdischen Gemeinschaft, das sind die Mittel, die zur äußeren Stützung unserer Aufgaben vonnöten sind. HEILBRONN liu : •* i ent tiefes Bekenntnis zum Teutslliium ao. sei iunlifh- Zeit füc die Einleitung einer b.-ntiu-. n Volksbewegung zur lleberwindung der t . intMmini gefährdenden seelischen st rank rat Di v Antisemitismus. Tn Versammlung nahm etninülig und unter großem Beisiill die folgende vom Vorsitzenden ver Entschließung an: zu der .Kundgebung im Herrenhaus per HintiiK.u'ii Hunderte von deutschen Bürgern und Bti tg. lliinen erklären: Tie Tatsache, das; Judengegner zur Turchset zung kl»er Jtele an Stelle geistiger Waffen roden Uebersail. verbunden mit schweren Körpervcr l>nunr. ti und S.tcltl-eschädigungeu, insbesondere Schändung von t'.abmälern, anwenden, ist in so l»edroli>irl:.nt Maße durch die Ereigniiie der ley ten Jar-re bewicien, daß das öffentliche lslewisfen aller Teile des deutschen Volkes aufgerufen wer den muß. um bei aller politischen Verschiedenheit aus in», Billigkeitsgesübl heraus die dem Tenken und Tun der Täter zu Grunde liegende >>n-'ittnnng als eine Schmach für Teutich and und die deutsche Stultur zu empfinden. , ... > e.-satninelle:i rufen das gesamte Volk zur . ti -el^.e inu:.g der Untaten und zur Ct! i.mg Geistes auf, der bei aller Frei- : ei. de. Meinungen eine Austrägung von politischen Fragen nach den Begrifien von Recht, Sitte und A.-ü n d fordert." >.. RUOFF Inh.l EUGEN BOHH Kaieorstr. IO / Farnspr. 1701 C. Brenner» Schilling Fleinerstraße 35/37 Größte Auswahl in Spielwaren Bruckmann-Be stecke Silber waren Trauringe Alpina-Uhren Grekel u. Txolph Singer bas elegante, internationale Tan,paar unterrichtet vornehme Gesellschaftstänze aUerneuesteo Stil» im ikin'eluuterricht sowie Kurse für Anfänaer unb Ehepaare ,_Üebernebme auch auswärtige Kurse Anmeldungen und Auskunft jederzeit! tzarmoniyz tzeilbronn a-A. Telephon lH9ö — I. «klage Zur Delegiertentagung der jüd. Iugendverein^ Württembergs. über „Ti. '.Ko: der jüdischen .:" oo.i o o f o li W i n i ii > i, G'hemni?, --:t>.--.-n,-.» wir toin-.-.r,- «t.iitti: Jugendnot? So manchcr der Aeltcren wird, wenn er dic'es Wort s enimmt, das Gefühl ha den. als sei gegenwär.ig schon allzuoft von der Inge.id und ihren angeblichen 'Röten die Rede. In jeder Versammlung, in jcd.r Zeitschrift neh men Jugendliche das Wort, um aus irgend einem »uv oder minder bedeutsamen Lebcnskceis her aus von dec bedrängten, gehemmten, unverstandenen iii-d ihr volles Recht fordernden Jugend zu reden oder zu schreiben. Uns beschäftigen hier die Röte und Schwierig keilen des jungen Juden, die sich in vieler Be ziebung mit allgemeiner Jugendnot decken, doch gemessen an den Hemmungen in der Lebensentfaltung und Taieinsbehauptung der Judenheit eine besondere Betrachtung verdienen. Ties ist der Notschrei unserer jungen jüdi- -scheu Männer und Mädchen:^ Wir sind gezwungen in dec Schule, m der Lehre,, am Schreibpult und in den Hörsäten um unsere seelische Existenz als Juden zu kämpfen, und dies angesichts eines bei ach so vielen Aelteren, mehr EICHBERGER & WALZ FLEINERSTRASSE 4« / FERNSPRECHER 194 Kolonialand Materialwaren Zigarren u. Tabake » Spirituosen u. 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