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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1928-11-01 · 15 (1.11.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
V (1928-1929)
Issue
15 (1.11.1928)
Date
1928-11-01
Page
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PO'.i Grabsteinen an die Gemeinde Venvaltung. Z,nr Förderung des rclijitöfcii Ü c ö t n * standen dein Verein in seiner ersten Zeit eine SaHiMT Dr. Sf. Stcitcl, Shren«itgliev und Dorfrand seit 1895 MiHiluli;?ahl von ifaieu Talmiidisten;nr Vee >ngnng, denen sich später die jeweiligen 8uliusöe ii 11:11Rabbiner, Vorsänger, »iinderiehrer. Tel'»! einer, Oberlehrer, Tdnilamts Tubstiinl i-ereu'., iuig'l;»r 2ette nei'len. Ter Verein un itlliieu an. eigene >loüen. das lernen des Zbinr an nnd Fenlagen nach der Llinagoge -eilire, e in 2 8 Ableitungen gleidizeirig,, das i’.-rnca in den beiden ^crnnächlcn, Lchewuokis »aa s?oschaiwi'. rabboh, mit >tassee nnd Zucker! Liehe Vrotokol: van 182M; und das Lernen im Traneeintnse. Ticse isinrichtiingen bestellen bis aus den l,einigen Tag. 2-.-.,' sck o>. oben erwähnt, bildet der Verei n s t a g an Erew Roschchodesch islul anjährlich eii en i beachleiic-neriea Marfstein in der beschichte des I - 184 - Vereine. An diesen Bcreinstagen wurden nämlich Statuten gefastk und geändert, Arinenverteilnngen und Wchlen vorgenammen und Rechnungen abge hört Lehr häusig diente er auch froher Gesellig keit mit Festmahl, Reden und -Gesängen. 2o schildert Rabbiner Wälder s. A. in seinem »vert vollen Manuskript „Geschichte der jüdischen Ge ninude Laupheim' das Fest des Jahres 1858 .110. Ltistungsfest mit folgenden Worten: „Es ivar das l8',> ein schönes Fest, wozu auch die answarls wcilendei' Mitglieder des Vereins ein geladen wurden. Tie hochüetagten Greise, wie Rarhai Hirschseld, alt Tavid Lbernauer, die dsss l-oh? Altcr vo>. übei 90 Jahren erreicht hatten, und dir sich noch der früberen ähnlichrn Feste aus ihrer Minbtneii e.innerien, weinten Frcudenträ ne» übcr die Austebung dieser Vereinsfeier." Von ähnlichrn Festen besonderer Art berichtet die Vereincchronik aus de» Jahren 1878 (125. 2tis tnngssests, >898 (150. Ltistungsseft), zu well: lepierci» Rabbiner Tr. Treitel eine kleine, sehr instruktive Festschrisr ausgearbeit t hat. Ter >75. Ltistungslag iin Jahre 1028 wurde dem Ernst der Zeit entsprechend nur durch einen Festgot tesdienst mit Festsitzung im engsten Rahmen ge seien, weshalb die Feier des I8.»jährigen Ve stehcns am lO. November ds. Js. in grösterei» Ausmaf; begangen werden soll. Tie M i t g l i e d e r z a h l des Vereins war in diesen 180 Jahren großen Schwankungen unter wbrsen: mit dem Anwachsen und Zurückgehen der Zahl der Gcmeindemikglieder engstcns zusam mcnhängend. Tas erste Verzeichnis von 1708 weist 88 Mitglieder namentlich auf; 1881 waren cs 108, heute sind es noch 47. Mit dem Ltand der Mitglieder steht in direk tcm Zusammenhang das .8 affe n wese n dcS Vereins. Wohl liegt es in der ganzen Ten denz einer charitariven Bruderschaft, ihre Gelder nicht anzusammeln, sondern zweckentsprechend zu verteile,', welcher Tendenz die Chewra Kadischa jederzeit treu geblieben ist; trotzdem war es ihr möglich, im Lause der Jahrzehnte ein ganz ansehnliches GrnndstockSvermögen zurückzulegen. Im '; Heinrich He»»an», Kassier seit I8VA Januar 1857 erwarb der Verein das erste Ttaats papier mit 800 Gulden, vor KriegSbeginn betrug sein Vermögen rund 18 000 Mars. Turch die Inflation entwertet, konnten auS diesem Grundstock durch Auswertung nur 870 Mark gerettet werde». Heute betragt das Vereinsvermögen zuzüglich einiger Stiftungen mit Tonderzweck rund 8000 Reichsmark. TaS Verhältnis der Bruderschaft zur Ae samtgemeindc >var jederzeit ein ideales; wertvolle Geschenke der Chewra in die Synagoge zeugen von der gegenseitigen Achtung. To stiftete der Verein u. a. im Jahre 5584 - 1824 eine Leser Thora, später ein kunstvolles PorocheS und 1903 ein von Kunstmaler Pros. 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