Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- V (1928-1929)
- Issue
- 14 (16.10.1928)
- Date
- 1928-10-16
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: i u : 6 VI »erb » rii V t i i II VI IN V‘v? ipru.ii V( l f r r 0 Sonn vor einer -tullgarl v Criot. i >«. «mit. :f: imuMiDliditu Hörerschaft über „T i c Ä i! i i> u . . . d t t fugend u a : ihrer o D ' a.. . : n . ,li fl r i c fl und Inflatio n". In >e*it-*r Einleitung Acidmrtc der Redner die tuirndiait l,„,e and cU'dia'tliche Struktur der Vorkriegszeit, f . .n iiieiari'dien Niederichlag in Heinrich Manns Roma» „T-i Uinaun" trefrenö fleinnden Hai und 'nülSerii iodann die Eiitstehung der Wandervogel deive-iuiig. sie 'un aus den Perbällniiien der damaligen '! . . a'ifl ein wickelte Nadi der Srfiilneriliig > Niger iniere>>anter KriegKerlebniiie und Ein ,üu>1e an der Oiiironl stellte icdaiin Alfred Leon ';e . » ri:i'u"gen des Krieges am die Iu gen , n beirraili ibre ancti durrli die Inilalion >:.tlk re, : . .v istige Neuorientierung Ter Redner nie;_i je -;e11 'K auf. ,wii'e..en bürgerüwe. Jugend nur T-ioleiarnil, flainpi gegen den »krieg und eitrige Vlieei, '!!. du üanenrosa Idee '?>' 'lest mit einer "feg,nuberstet.ung der Borkriegsidoale und der \>odi - ziele der nwdi'rnen Jugend, die an die Stelle von Ba'.eilnnd. >1 rie.i und 'analer Verlnechiung den Glan belangt', >o kann die Freiheit, mit welcher Bezirk»' rabbiner Tr. Bcermann dem überlieferten Terte gcgenüberstaud und denselben vielfach durch eine von iouve räncr Beherrschung der spräche zeugenden Tcrtkrilik ergänzte, nicht hoch genug angeschlagen werden. Tie l sachliche Ausdeutung des Tenes brachte eine Fülle neuer ■ iltenchtspiiiiktc und oft frappierender Analogien aus i der späteren Geschichte bis auf die neueste Zeit und \ lieft erkennen, da ft cs sich in Wahrheit darum handelt,; in die Tilge zu schärfen und das dort ruhende Wol6 ■ zutage zu fördern. llmfo bedauerlicher ist cs, daft dieie Boriräge in der hiesigen lflemeirde bei weitem . nicht diejenige Beachtung gefunden; habe ii, d i e sie verdienen. Mögen b i e i e;i e i l e ii d a z u beitragen, daß hier ein ra- : s e!> e r und g r ü n d l i rt> e r Wandel e i n t r it I. , Landgeriiiitsdirektor Stern. * VI u g> ii< i r richten an alle Gemeinde-! „> i l g . , e d . t d i e Bitte, die B c st r e b u n g e n des I ü d z ° ch e i« L e h l h a ii i Stuttgart nach i *t,i aiie n in n nier st ü p e n Icb,r. der iich fifr j liidi'che Wiiieiisgebieke inierei'ieri und die e; Inter - eile tu: be onders heute not wird im Arbeitsplan des Iiidiicheii Vehrdauies .flur't und Borträge sinden, i sie wertvolles geistiges Gin vermitteln. An dieser stelle machen wir auch nochmals besonders aus d'ie sonder.oeran nallnngen des Iüdiichen Vebrhan'e? auf merl'ain sie diesmal in eine» Reibe von „G eiprä , i n; i . i I it d; ti t ii in u n d religiöse n r a ,, e n .; e r nt e g t n >v a r I" bestehen. Tas eine ifle ipraai neee „Religion und Volkstum" zwischen Tr. Bi a r i n B u d e r und Wilhelm 9i i ,T t I iindet am VI Oktober d Is statt. S Iii'erat Leite 171. 'Wie ■> r» Laiivgericutsdirektor stern zuM Ausdriilk \ di achte, in 'ehr zu iviinichsn, daß die >o segensreichen Beitreduiiaeii i-rs Jüdische« Lebrdauies die ent prechcnde R.->on-,::in n»^-.- Gemeinde rinden, und besonders auch ti i: i e r, I n g e u a sollte dici-m Appell die gejtr.. 1 : v s. ü;t:i 'd-.nfet; » Stuttgart. Tas I n d i i d> e V e k r b a u » etutt a a >. i bit:, uns um die Miiti'tlung. daft der Kurs nt. KV'.üii der oibll'chen;trtt int Licht der Aus g>a'iir..ii und neuer Iorid'ungen" von Lladlrab.iner T. Rn a nicht, wie es. im Pro'pekl lautete, teweils itv i l ends mit >. I.'» Uhr, wildern um M i Uhr K alten will — 172 — den an ei» Paneuropa, den Pazifismus und die Idee einer 'chöpfe ischcn ikollcktivioirtschasl geseßt hat. Tic inleres'anlcn, begrciffichcrweisc aber durchaus subjektiven Aussührnugen des Redners lviirden mit lebhaftem Beifall äufgenommen. An der sich anschließeiiden Ausiprachc beteilig teil sich die (»arm Tr. W. Ein stein, s. Iannar, H. Tavidsohn und Ministerialrat Tr. löirick). H- »St. 3lnt!'(ar>. Am VI Lkt'obcr d. Is vollendet der um das Wohlfahrisivesen der jüdischen «emrinte hochverdiente Bankier Stephan «trauß in beglückender leiblicher und geistiger Arische das siebente Jahrzehnt seinereichgesegncten Lebens. Biele Jahre hin- % T durch gebürte der Jubi ar zu den tätigsten Mitgliedern des Vorsteheramtes der hiesigen jüdischen Gemeinde. Ein Mcnfchciialte> leitete er vortrefflich den LrlS' armeiivcrein für hiesige und durchrei'cndc Israeliten. Erst im lexien Jahre hat er jtt allgemeinem Bedauern den Borsij.' dieses Bercins niedergelegt, um, wie e-' sagte, auch jüngeren Mitgliedern der Gemeinde die Gelegenheit zur Betätigung im Ehrendienste der nlemxindc zu ermöglichen. Zur Zeit ist er noch als gasiiee de» hieiigei' Ortsgruppe der Vereins zur Abwehr des Antisemitismus tätig. Mögen ihm noch viele Jahre unaetiübtcr Lebensfreude und ungebrochener Arbeitsl.ait deschieden >ein! Stuttgart. Tic Zionistische Arbeilsg e m e i ii f ch a s I,/ Stuttgart, eröfsnetc am 10. ds. Mls. ihr Winlcrorogramm mit einem Vortrag von Theo Pariser über „Tie Jewish Agencn". Wir berichlelen seinerzeit schon ausführlich über diese neue Phase der zionistischen Bewegung, sodaß wlr uns eine aussübrliche Besprechung dieses intereisanten Referates versagen dürfen. Theo Pariser schilderte die historische Entwicklung der Jewish Agency-Bewegung und gab ein anschauliches Bild vom Verlauf der letzten diesbezüglichen Verhandlungen. Besonders interessant waren feine Ausführungen über die Opposition selbst, die sich aus dem linken Flügel der Zionisten gegen die geplante Neuorientierung richtete. Im übrigen bittet uns die Zionistische A r b e i t s g e m e i n f ch oft stottoari, die in der letzten Nummer der Gemeindezeiluag fine» Teil ihres Ainterprogramms belanntgab. uii: di» Mitteilung, daft sie mit der Zionistischen Ortsgrilope nkchl identisch ist. Tie Zionistische Arbeilsgemeinschasl zielt aus die Bereicherung des Lebens mit jüdischem Wissen und aus die Betätigung eines > posiiiviu jüdischen Willens ab. Stuttgart. Tie G e >v i ii n 1 i ft t der ron der Ar- ] beiisgemcinscharl zur Bekämpfung der Tuberkulose unter > Bankcommandite Siegmund veil ViMhMi U (Ata Itaptat) iita i Wptr.HA. 7«l. 21344 gihnirtu) Ü-Anta den Juden in Frankfurt a. M veranstalteten Wert» Ibtterie zur Bekämpfung der Tuberku» löse unter den Juden liegt in der Geschäftsstelle des Württ. Landesverband« für Js- -raelitische Wohlfahrtspflege (LJW.) e. Stuttgart, Hospitalstr. 36, zur Einsichtnahme aus. StuUgark. Tie Tausstatistik der Juden in W ü r t t e mb e r g. Seit Jahrzehnten wird über die Zunahme der Mischehen in der Judenhcit »läge geführt. Wie groß der Verlust ist, den die Juden durch die Mischehen erleiden, wird aber erst aus der Zahl der Rinder offenbar, die in Mischehen geboren und dem Christentum zugeführt werden. Ter Evangelische Lberkirchenrat in Württemberg veröffentlicht in seinem Amtsblaite soeben das Ergebnis der Statistik des kirchlichen Lebens im letzten Kalenderjahr, wobei er die Zahlen des Jahres 1926 zum Vergleich heranzieht. Nach dieser Ausstellung sind im Jahre 1926 sieben Rinder aus evangelisch-jüdischen Mischehen, im Jahre 1927 fünf Kinder aus solchen Ehen geboren worden. Von diesen sind 1926 süns, 1927 vier evangelisch gelaust worden. Von Rindern aus solchen Mischehen sind 1926 fünf, 1927 acht evangelisch konfirmiert wordc». — Eheschließungen zwischen evangelisch-jüdischen Paar>n fanden 1926 22, 1927 15 statt. Eine religiöse Trauung dieser Paare ist nach den Bestimmungen des würticmbergischen Trauungsgesctzes kirchmgeietzlich unzulässig. Uebertritte zur evangelischen Rirche sanden 1926 süns, 1927 vier statt, wogegen nur ein Austritt aus der evangelischen Kirche zum Judentum erfolgte. Besonders die Zahlen der aus dem Judentum stammenden Konsirmande» und der Eheschließungen zwischen evangelisch-jüdischen Paaren müssen zu ernster Nachdenklichkeit Veranlassung geben. Cannstatt. Am 8. Oktober d. Is. konnte Leopold Fleischer, Prokurist und Rcisevcrtrclcr der Firma VNechanischc Gurten- und Bandlvebcrci Cannstatt, B. Gutmann u. Marr, aus eine ununterbrochene vierzigjährige zeschästlichc Tätigkeit zurückblicken. — seit Beginn seiner Tätigkeit hält der Jubilar mit der ausgedehnten Kundschaft des Hauses im In- und Ausland persönliche Verbindungen aufrecht und genießt überall große Sympathien. Wir gratulieren herzlich! Eßlingen. SSi' seit Jahren, so beging die Eßlingcr Gemeinde auch heuer wieder den SimchaS-Thora-Gottesdienst. Traditionsgemäß wurden die Thorarollen durch die Slmaaoiw getragen, und alle Kinder solglen mit bunten Fähnchen beim Gesang von Ono Adonoi Ho» schio-no. Beim Ausrufen wurde besonders die Jugend berücksichtigt: auch Buben, die noch nicht Barmizwoh sind, wurden ausgerusen. Rach Schluß des Gottesdieiisics erhielt jedes Kind der Gemeinde und des Waiienbauses ron den Frauen der Gemeinde eine Tüte mit Backwerf, Süßigkeiten und Obst. Strahlend verließen die Kinder das Gotteshaus, und sicher freuen sie fid) jetzt schon aus das nächste Simchas-Thora. Cöppinge«. Ter hiesige Fremdenverkehrs-Verein veranstaltete in der letzten Woche des Monats September eine glänzend verlaufene Werbe Woche, die nach vorsichtigen Schätzungen ca. 25 00» Fremde nach Göppingen brachte. An dem damit verbundenen Schau- E. & M. RICHNO WSKY Eberhardsir. 23 / Gegr. 1934 Haus für Gelegenheitskäufe in Brillanten / Perlen Bold» und Silberwaren Neuzeitlich« Tapeten Stoffe / Teppiche 7 Lienhardt Stu'lgart - Uidttstraftt 7 Eckt Calnrstr. Kochs-AdlerpHOENIX -Schnellnäher Spezialmaschinen f. Gewerbe u. 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