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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1928-10-01 · 13 (1.10.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
V (1928-1929)
Issue
13 (1.10.1928)
Date
1928-10-01
Page
[Seite] (sequence 3)
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157 Schlafe gerissen habe. Nun fahre ich mit ihm, während es immer Heller wird, weit in die See hinaus. Im Osten wird es hell, rötlich, rot, hetlrot färbt sich der Himmel. Tie kleinen Wölkchen werden schon von der Sonne beleuchtet, und kurz darauf erscheint in 'prächtigem Farbenspiel hinter den Bergen Transjordaniens die Königin des Tages. In der Ferne leuchtet der schneebedeckte Hermon im Sonnenglanze. Wir fahren wieder ans Ufer zurück. Schon in aller Morgenfrühe werden an den Häusern Fischnetze aufgc spannt. Hier gibt es vorzüglich« Fische zu einem Spottpreise zu kaufen. Besonders aus dem Fisch markt herrscht emsiges Treiben. Inzwischen ist der Bachur gekommen. Wir machen uns aus den Weg. Steil geht es bergan. Man must höllisch achtgeven, um nicht versehent lich auf dem Hosenboden die zurückgclegte Strecke wieder hinunter zu rutschen. Nach langem Klrt tern kommen wir schweißtriefend zum Grabe Rabbi Chijas. Dieses Grab ist von einem Git ter umzäunt. Auf dem Grabe liegt eine Menge Steine. Es ist bei den Juden Brauch, wenn man das Grab eines großen Mannes oder das eines lieben Benvandten besucht, auf dasselbe einen Stein zu legen. Noch weiter bergan, über ein Tal, gelangen wir zu dem Grabe des berühmten Rabbi Akiba. Tas Grab wurde in den letz ten Jahren in weitem Bogen nmzäunt. Nun zum Abstieg. Durch ein kleineres Araber dorf, aus einigen kleinen Hütten bestehend, hinab. Hieraus besuche ich noch eine Schule der Agu dath Jsroel. Sie ist, den hiesigen Verhältnissen entsprechend, gut eingerichtet. Ten Kleinen wird Anschauungsunterricht erteilt. Ich nehme mir einen Platz in einem Auto »ach Rosch Pinnah, der größten und schönsten Kolonie Obergaliläas. Ten See entlang, nach Migdal, einer neugegründeten Kolonie. Tie Cha luzim fahren gerade aufs Feld. Herrlich ist cs, wie hier ein jüdisches, kräftiges und kerngesundes Bauerngeschlecht heranwächst und wie die Alten bei der Arbeit den Jungen in keiner Beziehung nachstehen wollen. Hinaus i» die Berge! Immer in Kehren bergauf, lieber den „Sea level", und bald sind wir in Rosch Pinnah. Ich besichtige die Schule der Kolonie. Ter Leiter der Schule ist noch keine 2i> Jahre, aber ein ernster junger M Kiodcrbcia Liftkirorf flittusu (Linie Siuttfnrt'NOrdUnfea) Idyll. Im Walde gelegen / / Sonnig und staubfrei Streng rituell ✓ Prospekt / ErstkL Referenz. UHndifrLUHlatcr Fernruf Nr. 119 Amt Bopfingen in Württemberg Mann, der sich seiner Pflicht bewußt ist. Er zeigt mir den großzügig angelegten Kindergarten neben der Schule, der aber zur Zeit repariert wird. Ein großer Garten ist vorhanden, in welchem die Kleinen schon angehalten werden, mitzuarbei ten. So werden die Kinder schon von der Schule, ja, selbst vom Kindergarten aus für die landwirtschaftlichen Arbeiten interessiert. Eine Lehrerin dieser Schule ist aus Hamburg, spricht aber speziell nur Hebräisch. Nun will ich weiter nach Safed, aber kein Mietauto ist im Orte, mit welchem ich fahren könnte. Um s»ie Zeit nicht unnütz verstreichen zu lassen, unternehme ich einen Spaziergang, zu dem in der Nähe der Kolonie gelegenen Ber Kanaan. Ein herrliches und um- Berihold- Aue rbadi - Verein Dienstag, den 9. Oktober 1928, Stuttgart-Loge, Calwerstra£e 33, Hhs., abends 8 '/< Uhr 1. Heimabend «Die letzten jüdischen Ereignisse" Referent: Dr. Walter Einstein Dienstag, den 16. Oktober 1928, Stuttgart-Loge, Calwerstratje 33, Hths., abends SV« Uhr, spricht Konsul Max Straus ober „Dlsraeil n. Balken an and ihre Stellung znm Judentum“ Um zahlreichen Besuch wird gebeten. lonlslisdie Arbellsgemelnsdiatt Stuttgart. Arbeitsprogramm Oktober 1928 — Februar 1929 Voriräg« Jeweils Mtliwoch abend 9Uhr in der Pension Agulnlk, Königstrobe 10. Oktob., Herr Theo Pariser: .Die Jewish Agency.* 31.0kt., Herr Alfred Levy: .Jüdische Kritiker am Zeitgeist*. Von Heinrich Heine bis Kurt Tucholsky. . 21. Novemb., Herr Hans Hirschberg: .Jüdische Wanderungen in neuester Zeit*. 12. Dezember, Herr Dr. Paul Bonem: .Neuere Erkenntnisse über Religionsriten.' 9. Jan., Herr Eduard Januar: .Jabolinsky, der Mensch und das Werk.* . 30. Januar, Herr Dipl.-Ing. Oskar j Plawner: .Ueber u. Proben | jiddischer Literatur i.Original.* i 20. Februar, Herr Dr. Rudolf { Singer: .Die Erbpacht.* Nichlcionlstisdie Freunde und Gegnrr sind Jederzeit willkommen. Anschließend an die Vertrüge freie Aussprache. ^iiiiiiiiiiiiMiitiiimtiuiiiiiiiiHiHtiimniitiMiitiiuwatiMititwiMHamMtmHitiimiintitiiwmiMiiiiimNffiiNniiiiiamiHiHiiinMMfliJinimi^ Jüdisches Lehrhaus Stuttgart. ( | Arbeitsplan vom 8. Old. bis 22. Dez. 1928. | W 1. Hebräisch, Mittelkurs, von Stadtrabbiner Dr. Ri ege r. (Fortsetzung W W der Lektüre der Genesis im Urtext lind in der Uebertragung von W W Buber). M Donnerstag, abends 71’, Uhr, Beginn 11. Oktober. M 2. Talmud, hebräisch und deutsch, von Rabbiner Dr. Be er mann. I Sonntag, vormittags 10 Uhr. (Die erste Stunde findet ausnahms- M weise Montag, den 15. Oktober, abends 9 Uhr statt.) W I 3. Jeremia (Forts.) — Ezechiel, von Rabbiner Dr. Beermann. W ff Sonntag, vormittags 11 Uhr. (Die erste Stunde findet ausnahms- H weise Montag, den 15. Oktober, abends 8 Uhr statt.) W W 4. Daniel von Lehrer Meyer. I M Dienstag, abends 8 Uhr, Beginn 9. Oktober. . M 1 5. Die Geschichte der biblischen Zeit im Lichte der Ausgrabungen W g und neuer Forschungen von Stadtrabbiner Dr. Rieger. M Donnerstag, abends 8', Uhr, Beginn 11. Oktober. m Z 6. Neuhebräisch von Diplomingenieur Plawner. § H a) Anfänger. Montag, abends 8 Uhr, Beginn 8. Oktober. Z W b) Vorgerückte. Sonntag, vormittags 10', Uhr, Beginn 14. Oktob. W W lM)ie Kurse 2, 3, 4 und 6 finden im Gemeindehaus, Hospitalstr. 36, g ff die Kurse 1 und 5 im Saal der Stuttgarter Loge, Calwerstr. 33, Hhs. ff M statt. M g Anmeldung und Auskunft bei der Geschäftsstelle, Isr. Gemeinde- pflege und in den zwei ersten Stunden jedes Lehrgangs, in denen Z auch gastweiser Besuch zulässig ist. W Z Als g | Sonderveransialhing | §j ist eine Reihe von W I Gesprächen über Judentum und religiöse Fragen g | der Gegenwart 1 g vorgesehen, die von Dr. Martin Buber und Theodor BäueTle- W 3 Stuttgart, Prof. Wilhelm Hauer-Tübingen, Dr. Hermann He- W fele-Stuttgart, Wilhelm Michel-Darmstadt geführt und folgende M D Einzelthemen behandeln sollen: .Form und Freiheit“, .Religion und g Volkstum“, .Religion und Revolution“, .Religiöser Weltbund“. Das W M erste Gespräch über _ W | «Religion und Volkstum" i Z zwischen Dr. Martin Buber und Wilhelm Michel findet am Sonntag, W g den 21. Oktober, abends 8 Uhr, im Saal des Hauses des Deutschg g tums, Charlottenplatz la, Erdgeschoß, statt. Unsere Mitglieder und g W Hörer erhalten gegen Vorzeigen der Mitgliedsbezw. Hörerkarte g bei der Geschäftsstelle Eintrittskarten zum ermäßigten Preis von 50 Pfg. g ... iiiiiiiiiiiiiiiiiiifiiiiiiiiiiiiiiifiitiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiHiniiiHmiiwimitiiiitiiiiiiiiiiuniiiiinnnniti Für 14 jährigen fleißigen Jungen wird lanfmänn. SeQrfiene gesucht gegen Soft und Logis. — Angebote unter E. U. 721 an die Erped. d. Israel. Gemeindezeitung. Für erstklassige Collection in Leinen* und Baumwoll* waren, Steppdecken, Tapisserien, Fabrikation von Bett* wisdie, .su<xit hiesige Firma Vertreter(lnnen) zum Besudle zahlungsfähiger Privatkundsdinft, Hotels, Krankenhäuser usw. Günstige Conditionen, vorteilhafte Bedingungen. Olf. erb. u. A. W. 627 a. d.Exp. d.Gcm.-Ztg. imiiiiitiiiiiiiniiTnnminniii[iiiiiiiniitiitiniH[ifiitisiunittiiiifl)attiiiuiiuiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiitiiiiiiiiitiiHiuMwiuMtiwiiMttiHJH«äiiiJii MIETE TAUSCH STIMMUNGEN PRIX BEQUEME P. Sohtadmayar TEILZAHLUNGEN FLÜGEL / PIANINOS / HARMONIUM luiuuitummiBüuuiuiiuttiiiimatiuittiittmatttBmmiiuiHiiH uiimiiiiiiiuimiuauiiiiuiiiiiii r Steffi Weissberg Sally Lorsch Verlobte STUTTGAR7 FRANKFURT a. M. Gebehbergsfraße 4 ALSFELD September "1926 Zu Hause am 14. Oktober 1926 aniftsn iris-Teiegramme su Gunsten der Wohlfahrtsbestrebungen des Statt* garter Stadtverbandes des Jftdisdien Frauenbundes Preis Mks I- Zu beziehen durch die AussdiuSmitgiieder des Stadtverbandes and durdi die Badihandlung R. Levi, Hier, CalwerstraBe 25. Wir bitten unsere Gemeindemitglieder von dieser Einrichtung des guten Zweckes halber recht häufigen Gebrauch zu machen. Der flussdiuß des Stadtverbandes.

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