Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- V (1928-1929)
- Issue
- 10 (16.8.1928)
- Date
- 1928-08-16
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- 118 - Slntfuart. Sdnm intehcr hat ■11c bl iiqe Ffr üfe meinbc einen ''rtimfrjlulnii P.-rUitt m be'lnflcn. 5 j fl nt ii ii b 2 21 b r b I i n jt c r, filier b r älicften in Stiitlfldrt flfborfiren i'ti.uib. ii-fneit 'ih'n, in iiadt längerer Nrnufh-'i! nm .Ml. ,\iili im ‘.hiln von 7! (tahren <i<" llf>rbi-ii Bei b.r IiniicrKior, b,c unter viblrrirhrr ■jitli'ili.iiin.i nl\ Mriic b>'> hieru'.c i Sinbt im >trc:nn li'nnm ili>i.:'.inb7 verlieb iHabbtnor ~r iSobir bim Srfinc. bei (‘-umilii’ imm ünrofien JvKimbi* nnb HVfiiniiifiitrfii'v mit berehtc.i, i f: in öerieii iichcneen Sbtnifii tuu-iMik! (ir ■ Iivierte b.-n Heim te.iangeiren . iilc IntiV;'! ii 2’rii-r irinct ,'vninilif, als bin.üevenben Irenen iiiii ui» .iiiti'ii nufrcditen (Inben. Ufadt I '.in!*iv'ifuidi:ii ii’rni1 5 i fieiivertrefcube Borfrtzenbe; b.-* ,'ir. Borneirramt*. Ce-far ifiotlt'ditlD, warm cm i'ii:i..iii op;Ii T,inTi für >ic frühere, lätiflfeit :'f ■ 4;etü; ii ttnerhalb :>reies Xollezi.urns ans unb lob iiaii!,-i>ni.:> iciiiru tlnren Bernand, fein lielbeii'uR ] i,v, fl, ifoMiiuimcc- 'Jtuitrcicn unb feine burdi; ein ,i:ii,, i 7,ii',-, iniid;'VMiditni-3 unterftüpte Arbeit» •: l- ,i. Srzrnnnb Nörblruyer hat iidi andi ionfl! ■■‘■i i ,'fi : .iiihiib, uflfii -'Vbieien iietpotraivb bftätigt. I 2o u it ,. Iuü.-.c (v m, Horfisi über hes Jit. Lrts j aiii'. i :c:t' Ture;>r,'f>ei,b-'!i Perein», an be'en Hafte tu; ii-, nn,bnfi iiiii beut icliflen Rabbiner Sr iibK.i 'ii unermiibli'l'er. vorbilblickier Weife lag für Sau i’. 'i,i' >i> .vjitii'iinl'i’iibfn betreute, and; war er JÄiit'.'.iriii'f.'! nnb langiabrige» Ausichnßmilglreb des Fir Laubes Ai»! Verein» nnb-ferner Borfisenber , des .eil; wnril. Hanbelsverireier, ber feine Verdienste bui,1^ Ernenunira nun Ehrenmiiglieb würbigle. Eine vor nenn Fahren ausgetretene Erkraiilnng hat äen waderen, aniprndisloien Man» fdiliefilidi veranlaßt, feine nielieiiia fonale iai,g!eil animgebcn; in Tankbarke'I! wirb feti; in ber!Vr Gerneinbe nnb darüber hinan» i l'?rf'M,aniii'ii'i J'.iir fanl, hen.; stullgarl. I a b! o nt mens e' W i n i e r p r o ■i r a m m f . B. : 1 bo: b Anerba di R drei ii s. Bereits tu sei» Programmheft, bas ber Herlbolb An er badi Bereit; anl-nlirti 2nbben|idten Treffens 1928! 22. Januar 1929 Vortrag Tfrektor 1 uil Adler: (Gebauten nir »iinsterziebung. 29. Januar 1929: Lrbenlliche Generalversammlung ofben Tonnerslag lurnabenbe für Tarnen und Herren. Hall. Am 20 Anglist bars Samuel Liegen b e i m e r in voller iRüftiflfeit hier feinen 8'». Geburls tan feiern. Er gehört zu den ehrwürbigsten nnb besten Männern der hiesigen Okmciitbe. Ein Bierlel.ahrhun bert 18117 1922, war er Mitglied de» Vorsteher amles und Hai in dieser Zeit tueicntlid) zur Förderung ber Wcmciitbc beigeiragen, so dast er allgemein bebauen würbe, als er im Januar 1922 fein Ami iiieberlegte Mögen dem wackeren Ehrenmann noch viele gefnnbe und glücklickie Jahre befchieden ie n! UI«. Tas Tackt der hiesigen Shnagoge ist im Laufe der langen Jahre io schadhaft geworden, dast es neu ltch fogar hereingeregnet dal, und must deshalb aus 'gebessert werden. Ebenso hat sich ein Pe.pus der Austenseite des ganzen Webünbe» als notue tdig er wiefen. Für die Art der Neudedachung wurden zwe^ Löiungen vorgefchlageu. Bereits vor einem Fahr trat das StabtfchultKeistenamt an die (Gemeinde mit der An regung heran, bas ganze Schaubilb der schon im Fahr 1873 erbauten Synagoge mehr als bisher dem einheitlichen baulichen Eharakter des Weinhoses anzu paffen, ein hohes, kostipicliges Steildach zu ersteilen und im Zufammenhang damit die bisherigen vier kuppeln zu entfernen. Tas Borsteheramt hat damals u. a. darauf yiugewiefen, dast die Airchengemeiude durch die Fnflation ihr gesamtes Elrundstockvermögen eingebüstt habe und deshalb nicht in der Lage sei, zu rein ästheti scheu Zwecken graste Aufwendungen zu machen: viel mehr müsse sie sich bei den in Frage kommende t Reparaturen aus das Notwendigste beschränken. Tie Stadtverwaltung ist nun neuerdings aus Anlast d r jetzigen Bauarbeiten an die tstemeinde herangetreten mit der Anregung, das Tach in seiner bisherigen Foim zu belasse», aber wenigstens die Kuppeln zu entfernen: Mehrkosten würden dadurch nicht entstehen, sondern rui d 12<xt Mark gespart werden; außerdem hat sich die Stadt bei diesen Besprechungen bereit erllärt, das für die Reparaturarbeiten an der Synagoge erforderliche Geld zu billigem Zinsfuß zur Berfügung zu stellen. Taö Borsteheramt lud nun am 21. Juli zu einer Gemeindeversammlung in da» kath. Weftlen Haus („Kasino") ein, wobei Rechtsanwalt Gump als Vorsitzender über die Arbeit des Kollegiums im lezten halben Jahr und über die Art der geplanten Bauans führung berichtete. Für seine Person besürworle'e er die Annahme de» städtischen Vorschlag«. Einwendim gen dagegen wurden au» der Mitte der Be.fammlung nicht erhoben. In der Sitzung vom 23. Juli beschloß nun da» Borsteheramt, Regierungsbaumeister Guggenheimer aus Stuttgart als Synagogen sachverständigen um ein Gutachten zu ersuchen. Tie fer faßte in der Sitzung vom 25. Juli feine Aus sassung folgendermaßen zusammen: Tie bisherigen Kup peln feien nach Form und Gestaltung -nicht stilrein und auck) kein wesentlicher Bestandteil eines maurischen oder romanischen Stils: loährend etwa die große Mittelkuppel der Nürnberger Synagoge charakteristisch für den dortigen Bau sei, stünden die hiesigen Kuppeln ohne innere Berechtigung zu dem Gebäude, da sie im Innern gar nicht zum Ausdruck kämen: mit jüdischem Ritus und jüdischer Tradition hätten Kupp tu nichts zu tun. Aus Grund dieses Gutachtens sprach sich das Kollegium mit allen gegen eine Stimme im Prinzip für Beseitigung der Kuppeln aus. At> deren Stelle wird aus den vier Ecktürmen je ein Heine» Tack) errichtet werden, das dieselbe Neigung wie das Hauptdach. erhalten wird. Df. II. Ulm. Am 12. Juli fand in überaus feierliche» Weise die Konsekration der Suio-Gedächtniskirche durch Bischof Tr. Sproll statt. Tas Borsteheramt hatte dazu eine ojsizielle Einladung durch den Kirchenstistungsrat der Wengenkirchengemeinde erhalten und wurde durch sein Mitglied Rechtsanwalt Tr. Leopold .Hirsch vertreten. Aus der Welt des Judentums in Stiitliiari In raiiv.ii.;:b, u hat, wird der Hoffnung '.’lii 'i'rttd verliehen, daß :-i «es Treffen de fragen möge tut Schaffung eines egnen ,'-.->amtitengehörigkeitsgeiü!»ls inner :>. r jüdi>et>en Fng'nd und der BerwirNichung einer wolckreiftand, neu :-,enir,ilii,ii Bon S.’i:e.i des Betti'oii' Altert-.ich Vereins kann auf biete Verband vete. >:■;,i auch .ui; feinen find, an bieiee Stelle ernfilt.in,, nun 'ad'lichei nicht h:ng'wiefen wetdeii, als 'midi ben -.’ll•'-ii :■ Programms, das der Berthotd '.'IncrbutU Verein fiii den lomuienden Winter, vorläufig bis nun I Februar 1U2!', aufaeflellt hat Tie Ber aiiftaiiini i, n irteeii, abge> 'den von Ser Ehannkkafeier nun den i nrnabeiiseu. jeweils >,15 Uhr in Sen Rän nieu eer Sutitgart Loge, Eaiw.rftr. 33, fiati; 25 2ev:einber 1>2> Vonrag Si idlpfarrer a. T L a n: parier Tie reliziousg.filiichtlidieit B, nehnn gell stt'iirt'.'n Fudenliini und El'r-:si",uum. 2 S Habet IH2> Vr>. :ra., A : sre > 2 e v n Wandlnn gen Ser Fugen.' n:;> Ihrer Fbeale durch Krieg imf1 Inflation H Crlot,"’ l!>28 I '.vimabeii?: Ti, letzten jübiidien Eieigniiie :Ket : Tr Waller E i n st e i n. li> 1.12-' Vortrag Koninl Mar Straus: 7 : ■ -ii u.:> ‘Katheisaii und ihre Svilinu mm Fi.;>;;:nn; 23 Lktodet l;>2>, Vortraa L . s v o 1 d M ar r Eann fta,! P.r "ach eine: Einführung in die >Ke -;r;t;i.tiii'elt V.\artiu Buder: 3“ Cftobor 1 lt'2>- 2 .Heimabend: N iiericheinnngen ans iiiüi'V,' inr.ariidiem i*ebi,; Res.: Redakteur H-s Stern heim 13 :55».> "aber 1H2>- Vortrag Tr Nied. Fritz R» 1 d. Mod.rn, Besirebnngen in der Medizin. 2i :>,o: ,'ni . r I:t2> 3 >7,'imabettd: Tie letzten jüdi iti'-e t?reig:ttf-.' Res : T: Walter Ein stein. >. 27. Aor'vini.',.. 1.I2- Vonrag R Ä. Tr Willy S h :1>i Tgefellia' itliv,',' Stellung der '.ul-':: III ifutidliaub t. Tetemo " r.i-js Vortrag 1't'rtchtsai'ef'or Tr. Fritz e. ii . r Fudenium und Vf ichoanalyfe. II. Tei.-niber H'2* Vortrag Tb rrechnungsral iltticr: .Iui Vrheilrittk. lii. Tezenrl - r 11128 Ehannkla Feier (in den Sälen >f#' Lderen Museums,. 18. Tezembe: Ht2}> i. Heimabeiiv: Neuerfcheinungen auf jüdisch Itrerariicktenr i'Hiiet. Referent: Re dakteur H ans 2 t f r tt h e i m. 8. Fanuar 1921) Vortrag Rabb. Tr. Paul Tan z e r: Tie Idee der Gerechtigkeri. 15. Fanuar >929: ,5. Heimabend: Füdiiche Lrgani fation'fragen. Res.: Lberfekretär Fulius Wist mann.; Wegen Beleidigung des Radd. Salz. j berget zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt. Ter veratii.vortliche Redakteur der völkischen Wticheiiichrist „Ter Frankfurter Bcobach.er", Lev pvld (Multerer, halle die Tatsache, daß im Mai hei der Einweihung eines Kriegerdenkmals aus dem Lachsenhausener Friedhof neben den Geistlichen der beiden christlichen Konfessionen auch der Rabbiner ''Tr. Zalzbeeger gesprochen hatte, z»m Anlast genommen, diesen auf das schwerste zu beleidigen. In dem gleichen Artikel liest sich (Multerer gröbliche Beschimpfungen der Reichs jarben zu schulden kommen. Tas Erweiterte Tchösfengericht verurteilte den völkischen Redak tcur wegen öffentlicher Beleidigung und Berge Heus gegen Paragraph 8 Abs. 2 des Republikschutzgesetzes zu einer Äesängnisstrase von zwei Monaten. In der Berhandlung wurde festgestellt, dast der Ange'lag'e niemals Frontsoldat gewesen sei, sondern zu Beginn des Krieges noch in der Quarta gesessen habe, während Rabbiner Tr. Zalzberger als freiwilliger Feldgeistlicher an der Front das Lcelsorgeramt ausübte. (ITA). Kein Frauenstimmrecht zu den Verwaltungen der Londoner Synagoge. In einer gemeinsamen Atzung des Rates der United Lynagogue und der Telegierten der syna gogalen Institutionen stand die Arage der Verleibung des Ztimmrechres an die weiblichen Mitglieder der United Lynagogue zur Verhandlung. Für das Ltimmrcchl sprachen sich der. Präsident Sir Robert Waley-Eohen, Mr. Joseph Prag, gegen das Ltimmrecht der Frauen H. H. Gordon und Isaac Landau aus. Lchließiich wurde der Antrag, den Frauen das «timmrecht bei den Wahlen zu den «qnagogenverwaltungen zu ge währen mit 21 l gegen 167 Llimmen abgelehnt. Weitere Erfolge der jüdischen Teilneh. mer auf der Olympiade. Nachdem Miß Rosensald (Kanada) im Endlauf zum 800 Meterlaufen für Frauen hinter Frau Radtke Batschauer (Teutschland) in 2:16,8 (neuer Weltrekord), Hitomi (Japan) 2 Meter zurück und Gcntzel (Schweden) 5 Meter zurück nach wechselvollem Verlauf und schärfstem Kampf keinen Platz belegen konnten, gelang es Fräulein Fritzi Löwy (Oesterreich) im 400 Meter-Tamen- Freistil Schwimmen, und zwar im dritten Vorlaus sich nur hinter Mc. Kim. (U.S.A.) in 6:10 und Miller (Neuseeland) als Dritte zu plazieren, so daß sie auch für die Entscheidung nicht mehr in Frage kam. Sehr gut dagegen schnitt Mist Rosenseld (Kanada) in der 4 mal 100 Meter- Staffel für Frauen ab. Im ersten Vorlaus siegte Kanada in 49,6 (Weltrekord) vor Holland 7 Meter zurück und Frankreich 3 Meter zurück. Im Endlaus siegte gleifalls Eanada in 48,4 vor Amerika 2 Meter zurück, Deutschland 3 Meter zurück, Frankreich, Holland und Italien. Eine Predigt in Esperanto. 50 jüdische Delegierte aus verschiedenen Ländern nehmen an dem gegenwärtig in Antwerpen tagenden Weltkongreß der Esperantisten teil. In Ehren der jüdischen Telegierten wurde in der Antwerpener Hauptsynagoge ein feierlicher Gottesdienst abgehalten. Rabbiner Saphra aus Annaberg in Teutschland hielt die Predigt in Esperaikto. In der Eröffnungssitzung des Kongresses begrüßte Leiserovitz aus Lodz den Kongreß im Namen der jüdischen Gruppe. Der Kongreß brachte dern Bruder und der Tochter des Esperanto Schöpfers Tr. Zamenhof, der bekanntlich Jude war, eine Ovation dar. (ITA). Der Papst erteilt Erlaubnis zu jüdisch, christlicher Eheschließung. In der Franzstädter katholischen Kirche fand eine Trauung statt, bei der die Braut, ein Fräulein Semler, katholischer Konfession, der Bräutigam, Direktor Julius Munk, Jude war. Eine solche gemischte Trauung gehört zu den größten Seltenheiten. Sie wird nur zugelassen, wenn der Papst selbst die Erlaubnis erteilt. Vor einigen Jahren fand eine ähnliche Trauung in der Basilika statt; der damalige Bräutigam, ein französischer Diplomat, war katholisch und führte ein jüdisches Mädchen zum Altar. (ITA). -- Bankcommai ndite Siegmund Weil HECHINGEN SIGMAR1NGEN 10 Agenturen STUTTGART Köntgstr. 10 A, Tel 203 44 An- und Verkauf inu. ausländischer Wertpapiere / Kapitalanlagen