Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- V (1928-1929)
- Issue
- 9 (1.8.1928)
- Date
- 1928-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
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Tiphierie von ausschlaggebender Bedeutung in. Man hat lange die Zuckerkrankheit als eine spezifisch jüdische Krankheit bezeicknet. Aber auch hier hat die häufigere Inanspruchnahme des Arztes durch Zuden die Statistik z» Ungunsten der Hilden beeinflußt. Tas Gleiche gilt von dein an geblich öfteren Auitreteu der Kreiskrankheit und der Anerieiirerkalstiiia iei Hilden. Auf de.» End« Zuli in Lond n iiailgesundei eu .Kmigrest für Krebssor'ch: ng ha: Pro'. Surassti gerade liier über öedeutsan.e Miiieilungen gemacht, dass die Juden ,r>Ne für K.e's vraede'liniert noch ge gen Kreb. immun sind. Taoei muss terück sichligt werden. das; »reboerkrankunge.i Er scheinungen de? höhere» Alters sind und bei Juden infolge ihre? Höhere» Proietnsapes an allen Leuten deshalb häufiger ärmlich oeban delr werden. Besonders reiches Material liegt inr Vas Auftreten der Tuberkulose bei Zuve.i vor. Unter gleichen äusercn Berhatiiiiis. >i in di- Sterbe zisfer der Silken an Tuveriuloie geringer al,- die der nbrie.en Berölkernng. r'l-.er auch hier dars nicht vergesse» ir-.rden. da''; die Wchiiiingshiigiene ein geringerer A'.. h li?: »? und das 3ti'Ien der Kinder durch die iüdi'cheu Müklw einen när keren Schuh, regen die aiesa'iren 'e> Tuoerku lose geschähe» haben, dast also von einer Iiiimo nitäl durchaus^-nichl gesprochen ,rerden kang Bei den Krankheiien. die angeblich hei stndei. seltener vorkemmen, muss untersuch werd n ob sie nicht oft absichtli - vecsch .-iegen .oerden. T is gilt besonders für Erkrankungen des .Nerven i'ystems, die aus familiären Xrün^en von der jüdischen Beröllernig nach Möglichkeit versch rie gen werden. Bi? vor fitr^ent in die besondere Häufigkeit des Ansirfliii? der inännlichen Hu - 108 - srerie bei jüdischen Männern besonders in Polen behauptet worden, bis der Weltkrieg die männliche Hysterie in einem Maße hervorrief, daß von einer psychosis judaica nicht mehr geredet werde» kann. Tas; sich Erkrankungen des Nervensystems bei Znde.i häufiger als bei Nichtjuden geigen, ist eine frolge der Häufigkeit der Perwandienelen und der durch diese verursachten Bcrerbuug von Aeisteskra»khri:en. Bei den (Kei steskrankhei.e» darf aber vor allein nicht außef acht gelassen werden, das; sie eine Becufserschei nung kaufmännischer und' geistiger Betätigung sind. Bei der Epi eine ist dagegen der Prozentsatz der jüdischen »tränten infolge d,? geringerem Alkohvlkcnsnnis besonders niedrig. S' läßt sich bei allen angeblich jüdi'chon Kran'hci rn unschwer der Nachweis eror'ngen. das; die Zuden als solche keine besondere Eignung für einzelne Krankhei icn besipen. das; vielmehr die Zahl dieser Ec krankungssälle der wirtschaftlichen Schicht e»? sprich' und die gleichen Boraussetzniigen hat «vie bei du nichijüdistheil Bevötkernng. Der Talmud über den Körperbau des Menschen. Snsteiuatische Ausführungen 'über die Anato tuic de? Men'chen bie et dec Talmud eigentlich nur über den Knochenbau des Menschen, Traktat Listolotb werden 24S Glieder de? mcnsch ticken Körper? anff.eväfjlwobei unter Stieb ein Eebiide rerstanden wird, das sich an? Knichen. Fleisch und Adern zusammensetzt. Tabei weiß der Talmud davon, daß bei erwachsenen Men sch.n nicht selten Animalen durch das Zufam inenwachsen mehrerer Knochen ein'reten (Becho rvlh Ist. Tadurch w'irv die genaue Zählung der Knochen natürlich erschwert. So besteht der Schädel des Menschen nach dem Talmud aus neun Knochen, während er tatsächlich aus 22 Knochen zusammengesetzt ist. Die. talmudische Angabe wird aber durch die häufigen Verwachsungen gerade der Schädelknochen erklärt. Am Brustbein zählt der Talmud dagegen statt der vorhandenen drei Knochen sechs, was sich viel leicht dadurch erkläre» läßt, daß der obere Teil des Brustbeines mit dem ersten Rippenpaar zu> sammeu deu erste» Knochen bildet. Ter Umstand, daß das erste Ripxenpaar den Brustbein zugezählt ivird, erklärt auch, daß im Talmud nur elf Rippenpaare an Stelle der vor handeneu zwölf Rippenpaare gezählt wcrven. An der Wirbelsäule zählt der Talmud mit dem Zungenbein acht Halswirbel und mit dem Kreuzbein 18 Brust und Lendenwirbel. Am Bekken unterscheidet der Talmud fünf Knochen, indem er das Steißbein in drei Teile teilt. Das iviißgelenk besteht nach dem Talmud aus zehn Knochen, da die siebe» Fißwurzelknochen mitge zählt »erden. Außerdem kennt der Talmud 16 knochenlose Glieder (Nedarim 32). Tie 248 Knoche» der Knochenlehre des Talmud? setzen sich aus 9 Schädelknochen, 8 Halsknochen, 18 Wirbeln. 6 Knochen des Brustschlüssels, 8 Schnltergelkiikln-chrn, 22 Rippen. 5 Bek kenknochen, 12!) Hand und Fußknochen, 4 Ellbogenknochen, 6 Hüslge^enkknochen, 10 Kniegelenkknochen, 20 Fnßgelcnkknochen, 4 Oüecschenkelknoche» und 8 Un erschenkelknochen zusammen. Außerdem zählt ter Talmud 36', Adern, »vor unter aber auch die Sehnen und Nerven mitverstanden werden. Genaue Beschreibungen der Nieren, wobei die Mark- und Rindensubstanz geschieden wird, der Damen- Kleiderstoffe io unerreichter Auswahl zu vorteilhaften Preiaen LORENZ ^STUTTCARIITS H ARL OTTER STa.S RBaflSTRaSSE 4 > Die Eislieferungen Im Abonnement für PriYathau«halfung»*n beginnen t. 1 Mai an wieder regelmäßig. Bestellungen nimmt entgegen die Eishandlg. Adolf Neef, Dobelstr. 12 Gegr. 1870 / Femspr. $.A\ 27585 / Bitte verlang. Sie Preisliste. Neueste Modelle A. 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