Mannheim
Compact Memory

Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1928-07-01 · 7 (1.7.1928) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
V (1928-1929)
Issue
7 (1.7.1928)
Date
1928-07-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/4904101-5441815-5443023--1899-4905886
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

- 86 - aussetzung für den Erfolg ist die ernste Mitarbeit aller Beteiligten. Religionsoberlehrer Jaffv bespricht mehr die praktischen Möglichkeiten der Fortbildung. Wanderbibliothrk Feritnfortbildungskurs, Jüd. Lehrhaus sind bereits vorhandene Bildungsmittel. Er macht Lorschläge für eine Üessere Ausnützung der Wanderbibliothek. Für die Arbeitsgemeinschaften schlägt er vor, daß vom Oberrat Bücher, die für die Arbeit nötig sind, in mehreren Exemplaren angeschafst »verden. Bei den Ferienforlbildungskursen sollte e i n Gebiet besonders hervortreten. Zn der Aussprache wird auf die Arbeit in den Jugendbünden hingewiesen. Tic Wanderbibliothek soll mehr eine Leihbibliothek sein. Bei den Kursen sollte'auch die kantoralc Ausbildung mehr in den Vordergrund treten. Ein Mindestprogramm sollte aufgestellt werde». Tie Arbeitsgemeinschaft sollte in die. allgemeinen Sou ferenzen eingegliedert wcrden. An den Lberrat wärdie Bitte zu richten, abwechselnd den einzelnen Lehrer» die Möglichkeit zu geben, an den Religionslchrerkurse« in Berlin tcilzunchmen. Zn das Programm der Fortbildungskurse sollte die Seelsorge, die Armenfürsorge eingeschlossen werden. Teshalb empiiehlt Wochenmark da« Studium der Zugendkunde. E« wird eine Kommission gebildet, die bi« zum Winker ein Programm ausacheiten soll, damit die Arbeit noch in diesem Jahre beginnen kann. Trei Arbeitsgemeinschaften sollen gebildet wcrden. hieraus wcrden verschiedene materielle Fragen be sprachen, desgleichen solche der Stellenbesetzung. Oberlehrer Spatz Beringe» referiert über den Bei tritt zu einer Krankenkasse. Tie Angelegenheit ist jedoch noch nicht so genügend geklärt, daß-dem Oberrat positive Lorichläge unterbreitet wcrden können. Auch für dieie Frage wird eine Kommission eingesetzt. Ter Kassenbericht ist befriedigend, die Berpflichtun gen durch die große Anzahl der Witwen und Waisen sehr groß. Tem Kaiiier Rcligionsoberlehrer Adler-Cannsialt wird Entlastung erteilt. Es soll ein gedruckte»' Kassenbericht herausgegeben werden. Zn den Gemeinden selbst sollte »och mehr als bisder iür Spenden gesorgt iverden. Tie Neuwahlen bestätigte» den bisherigen Borstanf und Ausschuß. Lberledrer Rothschild Eßliiige» wurde besonderer Tank jur seine Arbeit ausgesvrochcn. Stuttgart. Tie -diesige Mitgliederversammlung des Würtlembergischen Landesverbandes für Zsraclitifchc Äoblsahrlspilegc L^Z.W.. fand am Sonntag, den l». Zuni, unter reger Anteilnahme seiner Mitglieder statt. Tie Berliner Zciitralwoblsahrtsstcile Hane Fräu lein Weinreich, die Zentrale für jüdische Wanderfürsorge Herrn Rudel zu der Versammlung entsandt. Tie Versammlung wurde von dem Vorsitzenden Anhur Essinger geleitet, der die Erschienenen begrüßte und über di« Arbeit deS Verbandes berichtete. Da im Jahre 1928 mit einem Fehlbeträge von Mk. 1035 — gerechnet werden muß. so ist eine Steigerung der Beiträge der Vereine uno Gemeinden dringend erforderlich geworden. Zn der Aussprache wurde ein Antrag t Ptf Stobtrabbiners Tr. Rieger' angenommen, daß die Gemeinden l Prozent ihrer Steuereinnahmen an den LJW. leiste» sollten. In der Aussprache über die Wanderarmcnfürsorge berichteten Rabbiner Tr. Tänzer-Göppingen und Religionslchrer Spicr-Haigcrloch, über die Schwierigkeiten der Abfertigung der Wanderer. Der Vorsitzende belehrte sie darüber, daß allein die strenge Znnehaltung der organisatorischen Einrichtungen des LZW. hier die Abhilfe schassen kann. Ten überaus wertvollen Tätigkeitsbericht, den wir an anderer Stelle dieses Blattes im Auszug veröffentlichen, erstattete die Fürsorgerin Fräulein Emma Weil. Im Anschluß an den Tätigkeitsbericht bat 'Fräulein Weinreich um die Erhöhung des Beitrages an die Zentralwohlfahrtsstelle. Ebenso berichtete Herr Rudel über die Notwendigkeit der Errichtung einer Ardeiterkolonic und erbat die hiesür erforderliche finanzielle Hilfe. Tie Versammlung beschloß, im Herbste dieses Jahre« für diesen Zweck eine lebhaste Propaganda im Lande in die Wege zu leiten. Im Auftrag des Landesverbandes des Zentralvereins bot Steckelmacher-Heilbronn die Mitarbeit seine« Verbandes bei der Stellenvermittlung an, die dankend angenommen wurde. Für den verstorbenen Rabbiner Tr. Straßburger wurde 'Leopold Hilb Ulm in den Ausschuß gcwähll und Frau Rabbiner Tr. Rieger als Vertreterin deS Würrleinbergisch - Hohenzollcrschen Landesverbandes de; jüdischen Frauenbundes in de» WohlfahrtSrai deiusen. Stadtrabbiner Tr. Rieger, der inzwischen bhi_ Vorsitz der Versammlung übernommen hatte, schloß die Tagung mit einem lebhaften Appell zur Mitarbeit an den großen Aufgaben des Verbandes, der ein ernstes Anrecht auf die Förderung durch die Gemeinden, und Vereine hat. Stuttgart. Mitgliederversammlung der israelitischen Waisen und Erziehungsanstalt Wilhelmspjlege in Eßlingen. Tie Mitgliederversammlung fand am Sonntag, den 24. Juni, unter der Leitung des Vorsitzenden, Landgcrichlsdirektor Stern, statt. Er berichtete zunächst über die wichtigste» Ereignisse des Geschäftsjahres. Zm Waisenhause befanden sich am l. Januar 1927 53 Kinder, deren Zahl sich zurzeit aus 55 erhöht hat. Zn der Zeit vom 23. Mai bis zum 2. August wurden 7 Ferienkinder in der Anstalt verpflegt. Außerdem befanden sich in der Lehr lingsabteilung 12 und in der »leinkinderabteilung 4 Kinder. Der Gesundheitszustand der Zöglinge war zufriedenstellend. Einer Reih« Kinder konnte, dank den, Entgegenkommen der Stuttgart-Loge, des Württembergisch-Hohenzollernschen Landesverbandes des jüdischen Frauenbundes und des Jugendamtes in Eßlingen ein längerer Ferienaufenthalt in Hall bezw. in Buchau »ud Ulm vermittelt werden. Auch in diesem Jahre ivurden die Festtage und besonder« das Ehanukka-Fesl besonders festlich begangen. Auch sonst wurden den Kindern von Menschenfreunden wiederholt festliche Tage bereitet. Verwaltung und Bewirtschaftung der Anstalt erforderten hohe Summen. Die Einnahmen hielten mit den Ausgaben nicht annähernd gleichen Schritt. Rur 2 Kinder zahlten den vollen Untcrhaltungsbeitrag. Für all« anderen Kinder wurde der Unterhaltsbeitrag entt»eder gar nicht oder nur zu einem kleinen Teile bezahlt. Der Verein muß sich deshalb immer wieder von neuem an den Opftrsinn seiner Mitglieder und Freunde wenden. Vor allem ist er dankbar für die Getvinnung neuer Mitglieder. Es müßte eine Ehrensache für jeden Menschenfreund sein, sein Scherflein zur Erhaltung des Eßlinger Waisenhauses beizutragen. Alldem Kassenbericht, den der um die Anstalt so hochverdiente S. Herz erstattet«, ging hervor, daß der Betrieb im Jahre 1927 M. 1709 mehr als im Jahr 1926 erfordert hat. Diese Mehrausgabe wird sich in, Lahr 1928 voraussichtlich noch wesentlich steigern. E« kann also nicht dringlich genug daran erinnert werden, dem Waisenhaus« durch reichliche Spenden Förderung angedeihen zu lassen. Dem Kassier wurde mit lebhastem Danke für seine treue Mühewaltung Entlastung erteilt. Hieraus wurden sämtliche ausscheidenden Aus. schußmitglieder wicdrrgewählt und an Stelle des verewigten Rabbiners Tr. Straßburger Ludwig Martin- Ulm hinzugewählt. In der weiteren Aussprache nahm der Vorsitzende Gelegenheit, den Frauen Louise Gut mann und Louis Landauer auch an dieser Stelle dafür zu danken, daß sie der Anstalt und ihren Kindern soviel Treue und Fürsorge widmen. Auf eine Anfrage des Mitgliedes Kohn berichtete Oberlehrer Rothschild, daß in diesem Jahre von einer Aufnahme von Ferienkindern abgesehen werden müsse, daß aber im nächsten Jahre eine solche Aufnahme wieder vorgesehen ist. Am Schluß der Versammlung dankte Max Osterberg in herzlichen Worten dem Ausschuß und dem Leiter der Anstalt für ihre Liebe und Treue und sprach den Wunsch aus, daß es der,Anstalt nie an Freunden und Förderern fehlen möge. Stuttgart. In einer vom Präsidium des Deut scheu Keren Hajessod (Jüdisches Palästinawerk) veranlaßen Veranstaltung berichtete Regierungspräsident Tr. Hausmann, Stralsund, Mitglied des Pro Palästina Komitees, über die auf feiner letzten Palästina <T Eine gute Ausstattung Ihres Büros ist ein unentbehrlicher Faktorzum Erfolg. Zweckmäßig ausgestattete Arbeitsräume erhöhen die Arbeitsfreude und damit die Leistungen. Büromöbel-Fabrik S. Gutmann, Stuttgart MarienstraSe 10 O. LÄMMLE SlIHrtiristr. 26, TB- 23765 werkstAtte für INNENDEKORATION Wohnangsetnrtdihiagen aad Mürtiica Wilhelm Diether KnMnfti 10, TB. 23908 Liaoleralcgea loirk alle Ttpcikrtndlea redl «tol billig I pHOTo Apparate u. Zubehör Photo-Arbeiten rADIo Apparate u. Zubehör montags ♦ Reparaturen kauft man am besten im Spezial .Haus Willi. Darin«, Stuttgart maurctr. 32 (UnW) TU. 62865 Om Dm der «nton laritni »- Stbretacrct ttaserd JgsciEhrenmann MUilrstrafe Nr. 2c E.&M. RICHMOJVSKY Ebcrhardshr. 23 / Qegr. 1934 Haus für Geleganhaltskäufe la Brillanten / Perlen und Silberwaren KAFFEE n M. 2.40 b. 4.40 das Pfund TEE zu M. 4.. b.M.7.- da* Pfund In bekannt vorzdglidien Mischungen S.... , J fl.mayer,ES j zWjftN, Fernruf» MIM/f Frisier- Salon\Gefiditspflege BÄDER/M ASSAQEl Manlcu-e / Pedlcure Schönheitssalon der Dame Könlgatr. 10 A<- / Kraus u. Böhm, Tal. 25115 gg~ Qrflnas Haus (Eingang nab. BOsIng) -MW T ennis-tchule HAPKE, Schillerstr. 27, Teleph. 217 74 Unterrichtet in eigener Helle und euf der Feuertoecher Heide TINNY BITZ Wlanar und Pariser Ohio Stuttgart, Könlgstr. 58 ", Fernspr. 28763 Elektro - Installation Reparaturen Radlo-Uditnets- QarSte Iledlc ■itati FR. SCHULZ .4E, TM.62906 WasduMsdüici, Wasdiprcssci VERKAUF VERMIETUNG / KÜNrIbSS*^ / EUGEN HARTMANN, LLÄT-L Reparaturen Wohnnng: MShrfngerstrage 44B, Fernsprecher Nr. 722 $3

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.