Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IV (1927-1928)
- Issue
- 24 (16.3.1928)
- Date
- 1928-03-16
- Page
- [Seite] (sequence 8)
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- 726 — Geheimrat Tr. Auerbach, Köln; Rechtsanwalt Jonas, Köln; E. Felsenthal, Tüsseldorf; Max Goetz, Nürnberg. (JTAA Das jüdische Wirtschaftsproblem. Im Verlauf der Hauptversammlung des Zentralvereins hat Staatssekretär Prof. Julius Hirsch Mitteilungen über die wirtschaftliche Schichtung der deutschen Juden gemacht, die von höchster Bedeuiung für die Beurteilung der derzeitigen Lage der Juden in Teutschland sind. Wenn er auch seine Angaben zumeist nicht zahlenmäßig belege» konnte, so dürfen sie doch bei der anerkannten Sachkenntnis de» Redners im allgemeinen als richtig gelten. Er behauptet, daß mindestens die Hälfte aller erwerbstätigen Juden in Teutschland im Handel beschäftigt ist. Wenn die von ihm angeführte Schätzung Landsbergers richtig ist, daß es in der Textilindustrie und im Textilhandel 30 OM jüdische Firmen gibt, so ist die Annahme berechtigt, daß zwei Fünftel der im Handel tätigen jüdischen Teutschen in der Textilbranche beschäftigt sind. Ter Rest verteilt sich aus die übrigen Handelszweige. Im Schrotthandel, im landwirtschaftlichen Handel und im Eisenhandel ist ihre Beteiligung geringer geworden, dagegen im Kohlenhandel wie im Handel mit Brennstoffen und mit Haushaltmaschinen gestiegen. Neben der Textilbranche haben die Möbelhcrstellung und die sich zur Industrie entwickelnden Fabrikationen das Interesse der Juden gefunden. In den freien Berufen (Medizin, Rechtswissenschaft, öffentlicher Tienst) sind etwa 16 000 Juden beschäftigt gewesen. Vor 20 Jahren zählte man fast 37 000 jüdische Rentner, deren Zahl inzwischen wesentlich zurückgegangen ist, und 16 000 in Anstalten Versorgte, deren Zahl inzwischen gewachsen ist. Ter Selbständigkeitsdrang unter den Erwerbstätigen ist dadurch gekennzeichnet, daß von allen in Industrie und Handel tätigen Juden die , Hälfte, von der übrigen Bevölkerung nur ein Fünftel selbständig war. Tiefe Zahl hat sich allerdings seitdem durch das Vordringen der Warenhaus- und Massenbetriebe sehr stark verringert. Tie Entwicklung des jüdischen Bruchteils der erwerbstätigen Bevölkerung geht durchaus parallel mit der der allgemeinen wirtschaftlichen Gestaltung des Lebens in Teutschland. Vier wirtschaftliche Neubildungen haben das Erwerbsleben in Teutschland vollständig umgestaltet: die Kartellbildung, welche die Freiheit des Marktes beeinträchtigt, das Entstehen der Großunterneh- Firtcrei I K. Otto Wiederholt! Chem. Reinigung - Telephon j60206 HangigeidiAft^ Weimarstr. 25 Filialen; Johanneutra^e 92 Eidi«lra$e 3 a. .Marktplatz Neuzeitliche Tapeten Stoffe/Teppiche Lienhardt Stvfljirt. Uifenstnfte 7 EAeCihnrstr. ZEISS PUNKTAL BRILLEN »ZWICKER LORGNETTEN BEI Blicker POSTSTRASSE 8 Qualität»- ZIGARREN jeder Art Manila> Jaeger STUTTGART / Kanzlelitr. 10, L Stock FERNSPRECHER Nr. 23803 MINNA LAMSZUS SALON FÜR ELEGANTE DAMEN HÜTE STUTTGART r/\, . /T-i ■ i Kleine Königstraße 11 i neben dem Sdiauspielhause!Hoaell-lQuie Genaue z E I T d u r ch: Uhren - Aedcerle KÖNIGSTRASSE Nr. 81 fefen. der TtMi|e>itnic m ALFRED BOHM Stuttgart / CÄLwnsntAssB is /