Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IV (1927-1928)
- Issue
- 24 (16.3.1928)
- Date
- 1928-03-16
- Page
- [Seite] (sequence 6)
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haben. Ein Antrag Tr. Klees, die Ratsmitglieder ron der Reichstagung oder doch wenigstens zur Hälfte von der Reichstagung wählen zu lassen, sand nicht die genügende Unterstützung. Preußen wurde nach langer Tebatte, nachdem ihm ursprünglich nur - - der Ratssitze zugebilligt werden sollte und ein Antrag Tr. Freund, jede Begrenzung zu streichen, abzelehnt war, zugebilligt, daß es ein Ratsmiglied weniger als die Hälfte der Ratssitze beanspruchen darf. Mit Rücksicht aus die vorgeschrittene Zeit wurde die Frage der Reichstagung, ihres Zustandekommens und ihrer Kompensationen, nicht mehr erörtert. Es herrschte jedoch Einmütigkeit darüber, daß die Reichstagung nicht lediglich dekorativ sein dürfe, sondern Budget- und Gesetzgebungsrecht haben müsse. Auch die Frage des Namens und der Ausschüsse wurde rertagt. Was den Namen anbelangt, so war eine Strömung deutlich erkennbar, die neue Organisation als „Verband jüdischer Landesverbände Teutschlands" zu bezeichnen. Hiergegen wehrte sich Tr. Klee, der dringend bat, unter allen Umständen die Bezeichnung „Reichsrerband der deutschen Juden" bcizubehallen. Einmütig war die Auffassung, daß die Weiterberatung der noch unerledigten Punkte mit Rücksicht aus die vielen sich ergebenden Schwierigkeiten nicht überstürzt werden solle, zumal durch die Arbeitsgemeinschaft ein Provisorium geschasscn sei, das den Vorteil habe, auf praktischen Arbeitsgebieten eine geineinsame Tätigkeit einzuleif len. Vorausiichilich wird deshalb eine neue Tagung nicht vor April cdec Mai stattjinden. (ITA. 724 — Die Lage der jüdischen Massen in der Nachkriegszeit. Im Rahmen der am Sonntag, den 4. März, im Brüdervereinshaus zu Berlin stattgefundenen Generalversammlung des Hilfsvereins der Teutschen Juden hielt Tr. Bernhard Kahn, der einstige Generalsekretär des Hilssvereins und jetzige Tivektor des Joint-Werkes in Europa, einen Vortrag über „Tie Lage der jüdischen Massen in der Nachkriegszeit". Vor dem Kriege lebten?>/» Millionen Juden, davon 6>^. Millionen in Rußland, in wirtschaftlich abnormen Verhältnissen und waren ein Objekt sozialer Hilsstätigkeit. Tie Auswanderungsbewegung schuf Erleichterung. Was an Not und Elend blieb, konnte mit einheimischer und ausländischer Hilfe gelindert werden. Es kam der Krieg, dessen erste Opfer die an der russischen Westgrenze und die in Galizien und Rumänien wohnenden Juden geworden sind. Aber erst das Ende des Weltkrieges brachte den Beginn der großen Vernichtung der städtischen jüdischen Bevölkerung. Nicht nur in Rußland, auch in den an den Westgrenzen Rußlands entstandenen neuen Staaten wurden die Juden aus ihren wirtschajtlichen Positionen verdrängt. Wenn nicht alle Anstrengungen gemacht werden, die begonnene wirtschaftliche Umschichtung durchzuführen, so ist die Existenz von etwa acht Millionen Juden in Gefahr. Tie Massen müssen aus unproduktiven Berufen in produktive umgeschichtet werden.' Tie russische Regierung habe eingesehen, daß den durch die neue Wirtschaftsordnung zugrundegerichteten jüdischen Massen geholfen werden müsse. Sie stellte Sicdlungsland zur Verfügung Schwerhörige! Ein neuer Siemens - Phonophor mit MikrophonTcnUrker Ein Hörapparat m. regulierbarer Laut* stärke, reiner Tonwiedergabe ohne Nebengeräusche und unauffällig im Tragen. Kostenlose VorfOhrung durch unsern Spezialisten. — Fordern Sie Druckschrift. Siemens * RelaiSer - Telia Gesellschaft für medizinische Technik STUTTGART, ScMaRstr. 26 Eingang Kanzleistrabe, Fernspr. 20897 Geschäftszeit: 8—12 und 2—61/* Uhr, Samstag 8-1 Uhr Kenner tragen Gorndorf Schuhe Alleinverkauf für Stufig art t iejtr,axm, JJ Die beste Kapitalsanlage VERTRETER an allen Plätzen gesucht.' GUSTAV SIMON erkalten Sie durch den Abschluß einer Lebensversicherung bei der „VITA" Lebensversicherung! A. G. in Zärlch. Beratung kosten, ios und unverbindlich durch die General-Agentur IQr Würtlemberg / Stuttgart*Vaihingen, obere Oesteiiei«utr.«