Mannheim
Compact Memory

Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1928-03-16 · 24 (16.3.1928) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IV (1927-1928)
Issue
24 (16.3.1928)
Date
1928-03-16
Page
[Seite] (sequence 5)
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/4904101-5441811-5443007--1780-4905774
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

An der Diskussion beteiligten sich Türk, der besonders auf die Notwendigkeit der Behandlung von Wohlfahrtsftagen hinwies, Dr. Klee, der auf die Notwendigkeit der Unterstützung der Rabbinerseminare aufmerksam machte und die Arbeitsgemeinschaft als ein Provisorium bis zur Gründung des Reichsverbandes für wichtig hielt, Tr. Horowitz, der besonderen Nachdruck darauf legte, daß es natürlich völlig ausgeschlossen sein müsse, daß irgend eine religiöse Richtung präjudiziert werden könne, Justizrat Hommel, der betonte, daß die größeren Verbände, wenn auch nur mit einer Stimme, so doch mit mehreren Vertretern bei den Beratungen beteiligt sein müßten, und Dr. Freund, der ebenfalls den rein provisorischen Charakter der Arbeitsgemeinschaft gewahrt wissen wollte. Ter Vorschlag Neumeyer wurde von den Verbänden einstimmig angenommen. Bei der Frage des Reichsverbandes beschränkte sich die Diskussion im Wesentlichen auf zwei Punkte: Aufgaben und Rat. Bei den „Aufgaben" entfesselte eine längere Debatte die Frage, in welchem Umfange der Reichsverband gegenüber den Juden des Auslandes und deren Organisationen tätig sein soll. Dr. Klee und Tr. Strauß-München, wie Rechtsanwalt Katzenstein- Bieleseld setzten sich warm für überterrito riale, insbesondere soziale Ausgaben des Reichsverbandes in Verbindung mit den ausländischen Verbänden ein. Annahme fand eine Resolution Blau, wonach der Reichsverband die Vertretung der deutschen Juden gegenüber den Juden des Auslandes und deren Organisationen aus dem Gebiete religiöser und sozialer Arbeit sein sollte, wobei festgestellt wurde, daß inbegrisse» ist, die Beteiligung an den religiösen und sozialen Aufgaben der Gesamtjudenheit sowie die Zusammenneu eröffnet tos Pension flgulnik UalMlMM« BS I riiitffiapt Unter Aufsicht Sr.Ehrwflrd an jl||((ll(f I I Dr. Bamberg«-, Stuttgart J * bei mlfigem Preise Aufnahme finden. — An- In gut«! fragen u. M.W> 320 a. d. Exp. d. Gemelndextg. ein Voll-Pensionär JUdlSChan Haust, kann noch lilfcc üMi Ttt will Ocl etc. fran A. ülrtfeliciincr Ww, HaapistCtterttrafie 91, I., Fernsprecher 711 dl empfiehlt für dl« Fasttag« Lieferant prompt laa Haaa arbeit mit jüdischen Verbänden auch außerhalb Deutschlands. Die Debatte ergab, daß das Wort „religiös und sozial" im allerweitesten Ausmaß verstanden werden soll. Im übrigen wurden die Aufgaben des ReichsveÄbandes in der Form der früheren Entwürfe sestgestellt. Was die Frage des Rates anlangt, so verlangten Landgerichtsdirektor Alterthum - Dessau und Rechtsanwalt David-Hamburg unter lebhafter Zustimmung von Strauß, Pfähzer, Klee und Hommel, daß jedem Verbände eine Stimme gegeben werden müsse. Dr. Klee wandte sich grundsätzlich gegen das Prinzip, die einheitliche deutsche Judenheit nach Ländern zu trennen, verlangte aber, daß, wenn schon dieser grundsätzliche Fehler gemacht werde, Gerechtigkeit auch den Juden der kleineren Länder zu erweisen sei, schon um ihr Interesse an der Arbeit zu stärken und zu erhalten. Besonders scharf wandte sich hiergegen Professor Stein-Karlsruhe. Es wurde schließlich beschlossen, unter scharfem Protest von Direktor Alterthum-Dessau, daß jeder Landesverband von mindestens 3000 Seelen einen Vertreter im Rai haben solle,, daß die kleinsten Verbände sich zu Wahlkörperi^zusammenzuschließen hätten, und zusammen mindestens drei Vertreter, e.entl. nach den Grundsätzen des Verhältniswahlrechtes, zu wählen Bericht des Israelitischen Fürsorgeamtes über den Monat Februar Das Israelitische Fürsorgeamt hat im Monat Februar 1928 unter Mitwirkung der angeschlostenen WohltätigkeitSoereine folgende Tätigkeit entfaltet: Laufende Unterstützungen.jK 1052.34 Einmalige Unterstützungen.„ 147.98 Anstaltsfürsorge.. 197.85 Gesundheit«- und Erholungsfürsorge . . „ 269.80 Winterfürsorge.„ 646.80 Durchreisende.„ 81.05 An 11 Erwachsene und 6 Kinder wurden insgesamt 42 Kleidungs- und Wäschestücke abgegeben. An Spenden erhielt das Fürforgeamt Ml. 189.— von: Frau Dr. Hommel, Iahrzeitspende, Frau Jul. Kahn, Frau Paul Levi. Herrn Artur Rothschild. Herren Gebr. Neuburger, Salach. Herrn und Frau S. Weinstock, anläßl. ihrer goldenen Hochzeit. MAZZEN Erste Qualität. In Pfund-Packungen frisch cingetruffen Pesadl-Bestellungen baldmöglichst erbeten. Oleichzeitig empfehlen wir für die Feiertage unsere große Auswahl in feinstem Gebäck, Torten, Schokolade etc. Versand nach auswärts Bäckerei, Konditorei and Cato Fernsprecher 22879 / I. ItÜMII / Seidenstrafte fi Ich sudie zur Wahrnehmung absolut reeller, ganz kurzfristiger Geschäfte, bei denen hoch verdient wird, jedes Risiko ausgeschlossen und volle Sicherheit gegeben Ist. einen Partner mit 5-10 mille vertagbarem Leide. Geil. Angebote werden unter Chlff. La Ka 12t a. d. Exp. d. Gemeindez. erb. ‘I

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.