Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IV (1927-1928)
- Issue
- 22 (16.2.1928)
- Date
- 1928-02-16
- Page
- [Seite] (sequence 11)
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bcvölkerung in Tradition und Gesetz um vieles inniger als in den Städten ist. Statistiken anderer Großgemeinden beweisen, daß man aus diesem Gebiete ausnahmsweise einmal verallgemeinern darf. Noch eine Rubrik unserer Statistik verdient allgemeine Beachtung. Es handelt sich um die Abteilung: Geburten. Nach jedem Kriege ist, infolge des Ausfalls an Menschenmaterial und der durch den Krieg bedingten sozialen Berllältnisse, ein Geburtenrückgang unvermeidlich Auch das deutsche Judentum hat durch den Weltkrieg schwere Einbußen erlitten und es wird schon eine Reihe von Jahren verstreichen müssen, bis diese Verluste wieder einigermaßen ausgeglichen sind. Von welcher Bedeutung die .Höhe der Geburtenziffer aber für die Erhaltung der Volksgemeinschaft überhaupt sind, das geht am besten aus den sozialpolitischen Bemühungen der Staaten um diese wichtige Frage hervor. Die oben gekennzeichneten Nachkriegserscheinungen lassen sich nun an unserer Statistik ebenfalls Nachweisen. Im Jahre 1925 kamen in den israelitischen Gemeinden Württembergs 122 Kinder zur Welt. Diesen Geburten standen im gleichen Jahre 158 31 e 16 efälle gegenüber. Für das Jahr 192b verzeichnet die Statistik 124 Geburten irn Gegensatz zu 156 S t e r b e f ä l l e n. Wenn auch.diese 673 - Erscheinungen, wie schon oben erwähnt, mehr , oder weniger durch den Krieg bedingt werden, so geht aus ihnen doch klar hervor, daß eine zahlenmäßig kleine Gemeinschaft wie das Judentum auch durch Geburtenaussälle schwer in Mitleidenschaft gezogen und gefährdet wird. ‘ * Was sagen uns nun diese wenigen, gewiß nicht erfreulichen Zahlen? Besser als die gelehc testen Abhandlungen erhellen sie die gegenwärtige Lage unserer Württembergischen Israel. Religionsgemeinschaft und fordern zur Selbstbesinnung auf. Dank der intensiven Anstrengungen unserer jüdischen Organisationen, Dank der wertvollen Arbeit unserer Jugendvereine in Stadt und Land ringt sich, wenn auch langsam, die Erkenntnis durch, daß die Mitgliedschaft in einer Gemeinde nicht nur durch den steuerlichen Anteil, sondern vor allem auch durch die geistige und seelische Verbundenheit mit dem, was echtem jüdischen Leben Inhalt und innere Kraft verleiht, dokumentiert werden muß. Alle Bemühungen um das uns allen so bitter notwendige Gemeinsamkeitsgefühl, jeder Dienst an der Religionsgemeinschaft müssen wirkungslos versanden, wenn nicht jeder einzelne von uns die Ausgaben, die seiner warten, erkennt und mit gutem Willen an ihre Lösung geht. — Je größer die Affinität unserer jüdischen Menschen zur Religion und Frohe Stunden \£ «lud bald verfetten, wenn man sie nicht im Bilde festgehalten. V BRAUER dWIRTH Kunstgewerbliche Werkstätten MÖBELFABRIK Stuttgart, Charlottenstraße 21a Eigene Photos sind Erinnerungen fiir's ganze Leben und photographieren ist nicht schwer, wenn man sich vom Fachmann bedienen läfit. Kaufen Sie nur im Spezialgeschäft A Photo-Sport Ulrich Delhis Stuttgart, Bfichsenstra&e 8 laden höflichst zur Besichtigung ihrei Ausstellungsräume an der Olgaecke ein EUGEN KEINATH, 1'apezierrneister Pobtermöbel- und Tspesiorgwdiäft Wohnung i CT1 TTTT1 A DT Werkjtütte: Aufusteastr* 105 * U i 1 VjMI\ 1 SeyffmtnB« 48 Spezialität: Klubmöbel in Stoff und Leder - Aufrichten von Polstermöbeln und Matratzen BI EUER ÖFFNtS G! E Spezial - Damen - Frisier-Salon: S Gestfiw. Sdiumadier, Langestrasse 6L S ■ Bubikopfpflege, Dauerwellen, Wasser* u. , ■ F6hn-Wellen, Schönheitspflege, Monteure *