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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1928-02-16 · 22 (16.2.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IV (1927-1928)
Issue
22 (16.2.1928)
Date
1928-02-16
Page
[Seite] (sequence 10)
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672 neren Zielen und an den Mitteln werden, die in der Erreichung eines jüdischen Lebensideals von ihr gefordert werden. * Wie weit wir auch in der Württembergischen Jsr. Religionsgemeinschaft noch von diesem erstrebenswerten Ziel entfernt sind, das beweist die schon oben angeführte Statistik zur Genüge. Bei den vergangenen Wahlen zum Gemeindevorstehereramt waren in Stuttgart 3386 Gemeindemitglieder wahlberechtigt. Bon diesen haben aber im ganzen nur 276 abgestimmt, woraus sich wiederum ergibt, daß die Wahlbeteiligung im Ttadtrabbinat Stuttgart nicht mehr und nicht weniger wie 8,15 Prozent betrug. Ob an dieser Tatsache die so oft zitierte „Wahlmüdigkest" allein schuld ist, lassen wir dahingestellt. Wenn man bedenkt, daß dieses Resultat prozentual das g er i n g st e von allen jüdischen Gemeinden Württembergs ist und die Abstimmungsergebnisse selbst der klein st en jüdischen Gemeinde unseres Landes ein Vielfaches dieses Prozentsatzes darstellen, so wird die Situation hierdurch schlagend gekennzeichnet. Tas Bemerkenswerte an diesen Zahlen ist aber, daß mqzr die relativ geringste Wahlbeteiligung merkwürdigerweise in den größeren Landgemeinden Württembergs feststellt, während in den kleinen Gemeinden der Provinz das Wahlinteresse bedeutend reger ist. Wenn wir hieraus schließen, daß die Teilnahme der jüdischen Landbevölkerung am Wohl und Wehe ihrer Gemeinde und damit am innerjüdischen Leben überhaupt größer als in den Städten ist, so wird diese Ansicht noch durch die Betrachtung einer anderen Rubrik dieser Statistik erhärtet Im Jahre 1926 wurden im Stadt- und Be zirksrabbinat Stuttgart 56 Ehen geschlossen. Hiervon waren 34 rein israelitische Paare, während die restlichen 22 ehelichen Verbindungen von einem Partner jüdischer und einem Partner ch r i st l i ch e r oder anderer Konfessionen bestritten wurden. Im Stadtrabbinat Stuttgart z. B. waren von 50 Eheschließungen im Jahre 1926 allein 20 Mischehe n - das sind 40«». Während im Jahre 1921 von 54 Eheschließungen in der Gemeinde Stuttgart nur 10 Ehen ge mischter Ratur eingegangen wurden, hat sich in nur fünf Jahren diese Zahl verdoppelt. In der Provinz dagegen wird von den 36 ehelichen Verbindungen des vorletzten Jahres nicht ein? einzige Mischehe verzeichnet. Wenn diese Resultate auch von soziologischen und nicht allein von gefühlsmäßigen Gesichtspunkten aus gewertet werden müssen, so geht aus ihnen doch wieder mit Sicherheit hervor, daß die Verwurzelung der jüdischen Land Otto Hhmann, Stuttgart —— Feinkost —- Lnsgangshalle Hauptbahnhof Auegaugshalle Fernsprecher 209 9( -- Postscheckkonto Stuttgart 251 OH Toffee Butter Thüringer . Schokolade Tee Lier Braunschweiger Pralinen Kakao Käse Wurstwaren Keks Weine / Liköre / Weinbraud <Odst / Südfrüchte / Reifeproviant Spezialität: Anrichten feinster kalter Platten O '>■ hciufer jtrr >, i >. ncinncn STUTTGARTER SCHAUmfEtOm^DUSTWE A Mititürstrosse 35 Tel: SA 60Ö6Ö I Stuttgart, nur Militarstrafc 35 a Schaufenster-Gestelle für jede Brudie KonfekiionsbftsteB, Wtdufi|Brenf QUtiihitoe Stafcntiidic utw. Reparaturen rfimtl. Haushaltmotoren wie llllllimir. MMker CtC. in- und ausländische Fabrikate werden fachmännisch ausgetührt. I Robert ScilöttlO, Fabrik elektr. Staubsauger u. Kleinmotoren Gjn.b.H. Friedhofstr.l4a, SA. 228 04 KRAFT & STEINER Lackierungen / Anstriche / Firmenschilder Glassdiilder / Transpar. / Schaufensterrekl. Werkstatt: Keplerstr. 26, TeL SA.28213 Spezialität KNOPFLÖCHER # J.WEISSENHORN Holrisaum«, rosten-, NamoosHckorol OBKRE BACHSTRASSE 271. Traps« links

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