Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IV (1927-1928)
- Issue
- 20 (16.1.1928)
- Date
- 1928-01-16
- Page
- [Seite] (sequence 19)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/4904101-5441811-5442995--1682-4905680- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
mm game kamen. Nur im ersten Kriegsjahr erfuhren diese Zahlen eine erschreckende Steigerung. Damals betrug die Zahl der christlichen Bräute 13, der christlichen Bräutigame 26. Interessanter als dieses Zahlenverhältnis ist die Scheidungsziffer in diesen Ehekombinationen. Tie Scheidungsziffer mag kein sicherer Gradmesser für das Eheglück sein, aber sie ermöglicht doch ein Urteil darüber, in wie weit die Eheschließenden in ihrer Ehe das erhoffte Lebensglück gefunden Iiaben. v Während in der christlichen Bevölkerung die Ehescheidungsziffer bei 100 reinchristlichen Ehen im Jahre 1925 gerade 25 Prozent betragen hat, betrug sie bei 100 reinjüdischen Ehen 15,6 Prozent — ein schönes Zeugnis dafür, daß der alte sittliche Ernst im jüdischen Familienleben noch nicht erstorben ist. Tie Achtung vor der Frau ist im Judentum so groß, daß auch der jüdische Mann die geehelichte christliche Gattin als Hüterin seines Hauses und Mutter seiner Kinder liebt und ehrt. Die Scheidungszifser in einer Ehe zwischen einem jüdischen Manne und einer christlichen Frau betrug bei 100 Ehen nur 13 Proz. 629- Ganz anders liegen die Verhältnisse, wenn ein jüdisches Mädchen einen christlichen Mann ehelicht. In diesen Mischehen betrug die Scheidungsziffer 26,9 Prozent. Es wurden also von 100 solchen Ehen rund 27 wieder geschieden. Diese Angaben bedürfen jedoch einer wesent lichen Korrektur durch die Ehezisfern der so genannten Konfessionslosen. Erfahrungsgemäß verbergen sich hinter diesen Konfessionslosen biejenigen jüdischen Kreise, welche besonders häu sig zu Mischehen schreiten. Ein großer Bruchteil dieser Konfessionslosen setzt sich aus Juden und Jüdinnen zusammen, die gerade aus Eheschließungsgründen konfessionslos geworden sind. Nun sind in Berlin 1924 von Konfessionslosen 664 Ehen geschlossen, aber 554, d. h. 83,4 Prozent geschieden wurden. Erst mit Hilfe dieser Zahl läßt sich eine einigermaßen richtige Ehescheidung» ziffer der jüdischen Mischehen feststellen. Diese Zahl offenbart die frivole Leichtfertigkeit der Mehrzahl der Mischehen und hebt den Schleier von der Welt grenzenlosen Unglücks, das durch die Mischehe geschaffen wird. U L M KONDITOREI UND CAFE TRÖÜLEN / ULM W Spezial- Geschöfi für Bestellungen W W Gegr. Pünktlicher Versand nach auswärts g D 1511 Feinste Praline eigener Herstellung W Blumenladen Hermann Uietzen Ulm / PrauenstraBe 31 neben d. Stadtpost (Tram ba hrv Ha I testel I e) empfiehlt BltUtlCIt für jede Gelegenheit passend — 1 BUte beachten Sie die Schaufenster Franz LEIBER I MÖBEll Franenstrafte 115 TeL 110« | ALLEIN- VERKA UF der Stelner'schen I Paradies - Beiten ... Anton Dillenz MALERMEI STER ULM A. DONAU GLÖCKLERSTRASSE 36, FERNSPRECHER 600 ^Tinnnori r*****""»^*11 «■*»iwnnnni ■ ■ ■ »mnnnooc TITESHALB PHOTOGRAPHIEREN I ” SIE NOCH NICHT? SIE KNIPSEN - ICH MACHE ALLES WEITERE! ULMER-PHOTOHAUS fettet Pfaff-Nähmaschinenhaus Inhaber: Otto Pabst Fernsprecher 464 Ulm H. D. HirscbstraßeNr.6 KUNSTHAUS GÖBEL Feine Einrahmungen «■Die Baller Gute Käse kaufen Sie vorteilhaft bei Hclnrfdi Bohmann feiital-, litlirm litt-GuiiH Frauen«traSe 27 - Telefon 11 ALOIS LECHNER SOdl. MQnsierplatz SO - Haus Kilian Straub Uhren-Spezialhaus Reparaturen