Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IV (1927-1928)
- Issue
- 20 (16.1.1928)
- Date
- 1928-01-16
- Page
- [Seite] (sequence 20)
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- 630 — Jüdische Berufsberatung. Ueber diese entscheidende Frage veröffentlicht Lucie Zobel in der Zeitschrift für Jüdische Arbeit-- und Wanderfürsorge Gedanken, die allseitige Beachtung verdienen. Berufsberatung muß lange vor der Schulentlassung beginnen, sie darf niemals auf Grund einer flüchtigen Unterhaltung erfolgen. Sie soll den jungen Menschen nicht in einer bestimmten Richtung beeinflussen, sondern zur Selbstenti'chließung veranlassen. Es ist daher notwendig, daß der Berufsberater die Entwicklung, die Familie und das Innenleben des Kindes soweit kennen lernt, daß er einen Ratschlag mit gutem Gewissen erteilen kann. Zusammenarbeit mit der Schule, mit der Schulpflegerin und dem Schularzt ist unbedingt notwendig, damit Fehlgriffe bei der Auswahl der Lebrstelle vermieden werden. Ter Berufsberater muß psychologisch geschult und berufskundlich soweit vorbereitet sein, daß ihn die richtige Einoronung des Jugendlichen in den entsprechenden Beruf möglich ist. Auch die Lage des Arbeits- Marktes darf bei der Berufsberatung nicht übersehen werden. Eine Nötigung des Jugendlichen, sich einem bestimmten Berufe zu widmen, ist in jedem Falle zu vermeiden. Die Jugendlichen müssen freiwillig und gern zu dem Berufsberater kommen. Sie müssen also unbedingt volles Vertrauen zu ihm gewinnen. Zur Begutachtung der Vorschläge der Berufsberatung ist stets die Eignungsprüfungsstelle des Landesarbeitsamtes heranzuziehen. Ter Berufsberatung soll die Lehrstellcnvermittlung folgen. Sie hat mit besonderer Vorsicht und mit weitgehender Ausschaltung ungeeigneter Lehrstellen zu geschehen. Besondere Berücksichtigung muß die Beschaffung guter sabbatfreier Stellen finden. Tie Betreuung der Jugendlichen endet aber nicht mit der Lehrstellenvermittlung. Tie Lehrstellen werden überwacht, der Lehrvertrag ist zu überprüfen, Lehrherr und Jugendlicher sind anzuhälten, etwa entstehende Schwierigkeiten der Berufsberatungsstelle mitzuteilcn. Vor allem darf der Zusammenhang des Berufsberaters mir dem Jugendlichen nicht vorzeitig abgebrochen werden. ULM qOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOq / MOHREN-APOTHEKE °°0 | AUGUST HEISS § | ALLOPATHIE UND HOMÖOPATHIE | | GROSSES SPEZIALITÄTEN-LAGER o; FERNSPRECHER Nr. 29S ° ^OooOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOG ooo°° ^ttmmrmimimmxgtmixnnimxmrrnxmnnnnnrTY^ | FRITZ FRANK * I c ULM«. Donau g « Marktplatz IS, Tel. 1827 « | AusfftkrunR siall. 6Ipscrn. Stukkateurg 5 arkeilea »VerkleatfuMsa.lakitzarketlea j HEINRICH NEHER ULM a. D., Hanptwach-Platz Korbwaren. Kinderwagen Bürstenwaren, Rohimöbel Mgene Fabrikation / Reparaturen ROBERT'SCHNEIDER Imhaber! CHR. BREHM BAUFLASCHNEREI Wmhi, Btdc-EI«ri(Uu|a Ga»- ad WasKr-Amlrnftea Fernsprecher 966 / Ulmergasse 11 |IIHIIIIIIIIINIIIinN!IHIIIHIIIIIIIIIIIIHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIinillllllllllllllllllllllllllllli | Franz Morgenröther j 1 ARCHITEKT ULJ*fA f) 1 | Bautechnidies Büro Sedanstr.i47 g | Telefonl0i9 | SCHIRME u. STÖCKE beste Qualität, größte Auswahl Reparaturen aller Art rasch und billig Schirmfabrik Göbel nur BockgaM« », Telephon 123 ULMER RADIO-ZENTRALE Ulmergaue 5 lab.: R. BURKHARD Telefon 1S71 Spezitibfcikar Mr RaRMetfnflK NduOulkk fcicttcies srcti—trtibMl ir Hatte Verkauf tSmüidier nur erriklawlfer Radioapparate und Zubehörteile [■} i2j Julius Grosse, Neu-Ulm I Krankenhausstrake 9 t Fernsprecher Nr. 128 Amt Neu-Ulm | Färberei und chemische Reinigung 3 Gor dinen- Wischerei § ^i^mTOiaHraiaisigBaraB»aBiiaiafaBiBiaH(s|iaBimaijia