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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1928-01-16 · 20 (16.1.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IV (1927-1928)
Issue
20 (16.1.1928)
Date
1928-01-16
Page
[Seite] (sequence 18)
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— 628 — in der Sitzung des Gemeindevorstandes am 20. Dezember hatte der liberale Gemeindevorsteher Fuchs sein Mandat niedergelegt. Anlaß hierzu waren die zahlreichen Uebergriffe des mittelparteilich-konservativ-zionistischen Blocks bei der Perteilung der Dezernate im Gemeindevorstand. In der Repräsentantenversammlung am 21. Dezember kam es. erneut zu Kesligen Zusammenstößen bei der Beratung wegen Uebcrnadme einer Privatsynagoge, des „Fxiedensrempels", durch die Gemeinde. Dabei spielte die Persönlichkeit des zur Zeit an diesem Tempel wirkenden Rabbiners Tr. Prinz eine entscheidende Rolle. Tie Liberalen stimmten dem Haus der Synagoge zu, jedoch sollten die Beamten der Synagoge von der Gemeinde nicht mitübernommen werden. Tie Ausführungen des liberalen Fraktionsredners fanden auch bei der Blockmehrheil Zustimmung, sodaß der liberale Antrag, Tr. Prinz nicht mitzuüber nebmcn, angenommen wurde. Hierauf lehnte die Blockmebrbeii gegen die zebn liberalen stimmen den Häuf der Synagoge völlig ab. Ta durch kam deutlich zum Ausdruck, daß es sich bei dem Antrag der Blockmebrdeit weniger um die Uebernadme des Gotteshauses als um die Uebernabme des an ihr wirkenden zionistischen Rabbiners bandelte. Ter Führer der jüdischen Bolkspanei erging sich hieraus in so lebbasren Beschimpsungen der Liberalen, daß diese schließlich geschlossen den saal verließen. Diese pein lichen szcnen spielten sich in einer siyung ab, die mit dem Anzünden der Chanukkalichter und mit dem Absingen der Chanukkabomne begonnen baue! Tie Jüdisch liberale Zeitung schließt ihren Bericht mit den solgenden Aeußerungen: „Daß in den Formen, die von der Jüdischen Bolkspartei Berlins in der letzten Zeit in den jüdischen Gremien angewandt werden, nicht mehr weiter beraten werden kann, steht nunmehr in liberalen H reisen einstimmig fest. Tie liberale Fraktion der Berliner Repräsentantenversammlung wird sich im Lause dieser Woche schlüssig werden darüber, welche Maßnahmen zu treffen sind, um die Beratungen der jüdischen Gemeinde einer jüdischen Religionsgemeinschaft wieder würdig zu gestalten. Geht das nicht in der jetzigen Gemeinde, so werden die Liberalen auf ihre weitere Mitarbeit in dieser verzichten müssen. An der Fortführung derartiger, des deutschen Judentums unwürdiger Zustände mitzuwirken, verbietet den Liberalen Charakter, Selbstachtung und nicht zuletzt ihr Judentum." Berliner Eheglück in der Mischehe. Ter Borsitzende der Gesellschaft für jüdische Familiensorschung, Tr. Crzellitzer, hat vor kurzem die Mitteilungen des statistischen Amtes über Eheschließungen und Scheidungen in Berlin in einem Borrrage vergleichend gegenüber gestellt, um so zu einer Statistik des Eheglückes zu gelangen. Besonders bedeutsam sind die Zah lenangaben des statistischen Amtes für eine sta listik des Eheglückes in der Mischehe. 1925 kamen in Berlin aus 100 jüdische Bräutigame 30 christliche Bräute und auf 100 jüdische Bräute 18 christliche Bräutigame. Tiefe Zahlen sind keine zufälligen, sondern ziemlich konstante; z. B. kamen 1912 in Berlin auf 100 jüdische Bräutigame 26 christliche Bräute, während in diesem Jahre aus 100 jüdische Bräute 18 christliche Bräuli HEILBRONN FICKÄRTZ staatlich geprüfter Optiker ■ar das Basis zu billigstsa Praisas KilianspL Ecke KaUerttr. Fernsprecher Nr. 436 Ich bin ■luuMUcsetlsdiafl für Bindet a. hMtastrle n.b.L Betanni/N. Tel. 308 a. 1771 X Poutscheckkto. Stuttgart l»8»t

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