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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1927-12-16 · 18 (16.12.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IV (1927-1928)
Issue
18 (16.12.1927)
Date
1927-12-16
Page
[Seite] (sequence 3)
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Der jüdischen Bevölkerung in Palästina. Dort wohnen zur Zeit neben 725000 Arabern 158 000 ^uden, von denen 30500 auf dem Lande und mva 8000 in den Siedlungen der zionistischen Organisation wohnen. Vergleicht man damit die Talsache, daß in Südrußland im Jahre 1925/26 über 10000 jüdische Familien seßhaft gemacht ivorden sind, und daß in den südrussischen Siedlungen gegenwärtig 165000 Bauernjuden leben, so gewinnt man erst ein Urteil über den Umfang des angeblich so riesenhaften palästinensischen Ausbauwerkes. Die Begrenztheit dieses Werkes wird dadurch grell beleuchtet, daß Palästina im Jahre 1926 nicht imstande war, eine Einwanderungszahl von 33 800 jüdischen Menschen in sich ausrunehmen, sodaß infolge der zu starken Einlvanderung eine verhängnisvolle Arbeitslosigkeit und eine erschreckende Rückwanderung als Rückwirkungen eintreten mußten. Bereits 1926 betrug die Einwandererzahl nur noch 13 OM, denen 73M Rückwanderer gegenüberstanden. Seitdem ist die Einwandererzahl unablässig gesunken und die Rückwandererzahl unaufhörlich gestiegen, so daß gegenwärtig die Auswanderung die Einwanderung! wesentlich übersteigt. Roch bedeutsamer ist die Betrachtung der Zahlen der deutschen jüdischen Einwanderung in Palästina. Wer hier seine Kenntnis etwa aus den Reklamationen in nationalen Versammlungen schöpft, muß glauben, daß es sich um große Zahlen handelt. In Wirklichkeit aber stammen nur 1,3 Prozent der jüdischen Einwanderer aus Deutschland. Es waren 1926 gerade 325 Personen, von denen inzwischen ein nicht unwesentlicher Teil zurückgewandert ist! Aus allen diesen Zahlen wird die völlige Haltlosigkeit des zionistischen Traumbildes, die Lösung der Judensrage in Palästina, jedem offenkundig. Nur politisch und sozial Ungeschulte werden daran glauben, daß sich die Araber in Palästina allmählich ihren Heimatboden von den Juden werden abkausen lassen. Das palästinensische Siedlungswerk wird immer ein nach Zahl und Umsang engbegrenztes bleiben müssen. Auch die Erwartung, daß Palästina wieder das Heilige Land werden könnte, erscheint bisher wenigstens! aussichtslos. Ein kindlicher Kommunismus ist die religiöse Grundstimmung ejnes nur zu großen Teiles der jüdischen Siedler. Das Ritual wird nicht innegehalten, die Feste werden nur national gefeiert, eine Eheschließung im religiösen oder auch nur im staatsbürgerlichen Sinne wird nicht innegehalten, die Kinder werden religionslos erzogen . . . Ter einzige Trost ist der angeblichgiErfolg der neuen „hebräischen Kultur". Aber bereits in einem Sonderheft des „Juden" haben zionistische.Schulmänner und, Palästinasreunde die Unmöglichkeit, ja, den Gymnastik Kurse für Kinder und Erwachsene jeden Alters. Einzelstunden Jlse Rosenfeld Ausbildung: e h r w e i s e A. GLUCKER STUTTGART. MilitärstraBe 35 Telef. SA. 604 66 - Zu sprechen tägl. zw. 1 u. 3 Uhr Hotel Westheimer Rotestrasse 2 f Uebemahmc von Hochzeiten und Festlichkeiten inu. außer dem Hause in feinster und preiswerter Ausführung LEST DAS GUTE JÜDISCHE BUCH! NEUERSCHEIN U N G E N i Amold Zweig: Jüdische Schauspieler auf der deutschen Bühne. Ceinen RM. 7.— Emil Ludwig: Tom und Sylvester. Ein Quartett. Leinen RM. 7.SO BUCHHANDLUNG J HESS Schloftstr. 10 neben Ufapalasi. Tel. 28637 Besichtigung ohne Kaufzwang erbeten1 Ansichtssendungen bereitwilligst l Schnellste Zusendung a. teL Anrxtfl in Pfundpackung frisch eingetroffc n 1 Destellungen W W für Pebadi nehmen wir jetzt schon entgegen. | W Gleichzeitig empfehlen wir unsere bekannt grobe D | 'Auswahl für alle festlichen Gelegenheiten in | | Torten, Kleingebäck. Schnitzbrot und Berthes. | | Bäckerei, Konditorei und Caf£ | | B. Haimann, 1 ■iiiiiiiimiHiniiiiiiiiiJiiiiiiiAiiiiiiiiHiiimiiiiiiiiiiHttNiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiinA

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