Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IV (1927-1928)
- Issue
- 16 (16.11.1927)
- Date
- 1927-11-16
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/4904101-5441811-5442986--1526-4905527- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
das vorgeschriebene Gebet ist nicht Selbstzweck, sondern Wecker der Andacht. Nicht das Wort, sondern seine Wirkung, nicht das Lied, sondern die Stimmung, die es im Beter geweckt hat, sind das Wesentliche, das Ziel und der Sinn des Gebetes. Das Gebet ist Motor der Frömmigkeit, nicht aber selbst Frömmigkeit. Das innere Stillwerden, die Ekstase, das aus sich Heraus- und über sich Hinauswachsen, ist seine tiefste Wirksamkeit. „Die Frommen der Vorzeit verharrten eine Zeit nach dem Gebet still im Gotteshause". Diese Zeit nach dem Gottesdienst war ihre Andacht. Ter Schrei nach dem neuen Gottesdienst in der Frankfurter Tagung der Liberalen ist mu ein Zeugnis mehr für die innere Unklarheit über die Grundfragen der Religion in der Judenheit der Gegenwart. Das Fundament des Judentums ist die Gemeinde, der sich der Einzelwille unterordnen muß. 485 - Liberales Judentum. Bortrag des Rabbiners Dr. Le» Baeck-Berltn. Das Stuttgarter Jüdische Lehrhaus veranstaltet in diesem Winter eine N-ihe von Vorträgen, in denen Vertreter der führenden Richtungen und Weltanschauungen im Judentum über ihre Anschauungen zum Worte kommen sollen. Diese Vortragsreihe wurde am Montag, den 7. November, durch ein Rescrot des bekannten Berliner Rabbiners Dr. Leo Baeck verheißungsvoll eingeleitet. In einem glänzenden Vortrag erörterte der Redner des Abends das Problem des Liberalis- >nns im Judentum. Das liberale Judentum ist eine Erscheinung der Neuzeit, die für das Judentum mit der französischen Revolution beginnt. Das Mittelalter war die Zeit der Symmetrie, der Regelmäßigkeit, der festen Bestimmtheit in allem und jedem. Tie Welt des Mittelalters war eine festgefügte Ordnung mit eigenen festen Regeln; es war eine Zeit ohne Probleme, da Bericht deS Israelitischen Fürsorgeamtes über den Monat Oktober Das Israelitische Fürsorgeamt hat im Monat Oktober 1927 unter Mitwirkung der angeschloffenen Wohltätigkeitsoereine folgende Tätigkeit entfaltet: Laufende Unterstützungen.M 1162.23 Einmalige Unterstützungen.„ 369.38 Gesundheit-- und Erholungsfürsorge . . „ 240.50 Anstaltsfürsorge . '... 240.10 AuSbildungsbeibilfe.. 30.— Durchreisende.. 169.50 An 12 Erwachsen» und 4 Kinder wurden insgesamt 86 Kleidungs- und Wäschestücke abgegeben. An einmaligen Spenden erhielt das Fürsorgeamt .K 160.— von Herrn D. Amergon, Frau Freudenthal, Firma Gutmann & Marx, Herrn Dr. Caesar Hirsch, Frau Babette Lrvi, anläßlich ihres 80. Geburtstages, Herrn Karl Merzbacher, Herrn Max TeuchSler, anläßlich der Genesung seines Kindes, Firma Tiefenthal & Halle. I Zur WtuterfVrsorge find weitere Spenden im Gesamtbeträge vom Mark 712.— eingegangen von Firma Bona FeAenheimer, Herrn Max Fuchs, Firma Hcumann & Brandt, Herrn Eugen Kaufmann. Herrn Kaufmann, Cam^att. Herrn R. A. Dr. Lepmann.^drau Luise Levi, Herrn Moriz Lieblich, Frau Sofie Marx, Herrn Reg.-Rat Dr. Nördlinger, Herrn Artur Rothschild, Firma Julius Schmidt & Co., Herrn L.Eußmann, Herrn Wilh. Stettiner, Herrn Dir. Weinstein. va« Israel. fürsorgeamt dankt allen gütigen Gebern andi an dieser Stelle nochmals herzlich. Das Israel. Fürsorgeamt ist für frrundl. überlaffnng brauchbarer Männerkletdnug daukbar. Bereitgelegte Gegenstände werben ans Wunsch Im Hanse abgeholt. (Fernspr. 21979.) ooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo o o | Nach langjähriger Tätigkeit als | % Assistenzarzt an der Universitäts-? o Kinder-Klinik und -Kinderpoliklinik o | in Frankfurt a. M. (Direktor Prof. v. § o Mettenheim) habe ich mich hier als § 1 KINDERARZT f S niedergelassen, und bin zu allen S | Ersatzkassen zugelassen. § o e | Dr. med. Siegfried Saenger | S Seestr.SH Stuttgart Tel. 27738 % O O oooooooo Sprechstunde: Uhr oooooooo LEST DAS GUTE JÜDISCHE BUCH! NEUERSCHEIN U N G E N, Amold Zweig, Der Streit um den Sergeanten Qrisdta. (AUe gegen Einen) Der wertvollste Roman d. Js. Leinen RM. 8.SO Aimä Pallitre: Das unbekannte Heiligtum. Die Bekehtung eines Katholiken zur jüdischen Lehre. Leinen Mk. 6.—. BUCHHANDLUNG J. H E S S Sdilo$str. 10 neben Ufapalast Tel. 28637 BeskhHgung ohne Kaufzwang erbeten! Anskhtssendangen bereitwilligst! SdmeUzte Zusendung a. teL Hnruf! piminniiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiraiiiHiunmiiHiHfliiiiiiiuiiiiiiöiiinnniiiiiiiininiraiiiiininuii^ s c I E M A Y E Planofortafabrtk STUTTGART, Neckarstrasse 12, Kok« uirich«trass« FLÜGEL / PIANINOS / HARMONIUM MIETE / TAUSCH / STIMMUNGEN / BEQUEME TEILZAHLUNGEN »•mapr«oH«r aM4i/4a ^tiiiiiiiiiHiiiniiBtimiifuiiinHnirfi«HimuiuiKiPiiuiiiiiifiin>HiuimiiJiiiiinniiitfliHiiiiiniiiiiH ii[iiiii[ii[iiiHiiiiiiiiiininiiRiiiiiiiuiii}i]iiuiiiiiiiiiiiii(iiiiniiiiiniiMi[UiuiiitijfuHiiwinimummnim