Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IV (1927-1928)
- Issue
- 14 (16.10.1927)
- Date
- 1927-10-16
- Page
- [Seite] (sequence 15)
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- 433 - neue und entscheidende Bedeutung bekommt, ist ja von allen Referenten der Tagung immer ivieder betont worden. Aber es darf doch nicht verkannt werden, daß der Arbeitsnachweis besonders in wirtschaftlichen Krisenzeiten ei'' unzulängliches Instrument ist, ein Instrument, das für gewisse Kategorien und gewisse Fälle dringend der Ergänzung durch produktive Fürsorgemaßnahmen bedarf. Auch die geforderte „möglichst schnelle" Berussumschichtung ist theoretisch durchaus richtig, praktisch aber von ungeheuerlicher Schwierigkeit. Man kann Menschen unter 20 Jahren leicht umschichten unh, umschulen, man kann es schon schwer bei Dreißigjährigen, und übechaupt nicht bei Aelteren. Berufsumschulung ist eine Angelegenheit, die sich nicht von heute auf morgen durchführen läßt, denn eine gelungene sachliche Umschichtung erfordert jahrelange Ausbildung. Man kann zwar kaufmännische Angestellte in sechs Wochen zu Chauffeuren machen, aber nicht zu Elektrotechnikern, Tischlern. Ebenso kann man nicht in so kurzer Zeit einen Buchhalter in einen Verkäufer umwandeln und umgekehrt. Die Vorschläge der Referenten kranken nicht, wie es der Verfasser bemängelt, daran, daß sie für viele Kategorien zeitweilige Arbeitsstellungen bedeuten, sondern dies ist im Gegenteil ihr entscheidender Vorzug. Es sollen nicht Dauereinrichtungen und Dauerheime für den einzelnen geschaffen werden, sondern die zu schaffenden Einrichtungen haben eben den Sinn, aus ihrer wirtschaftlichen Position geworfene Menschen vorübergehend aufzunehmen, damit ihnen die Schnorrreisen dunh ganz Deutschland erspart bleiben. Der enge herzustellende Zusammenhang dieser Institutionen mit dem Arbeitsnachweis soll die möglichst schnelle Wiedereinreihung in den Wirischastsvrozeß sichern. Ties ist der Sinn und der Wert der diskutierten Einrichtung. Ueber die Form der zu errichtenden Arbeitsstelle läßt sich natürlich streiten, da uns jegliche Erfahrungen aus diesem Gebiete fehlen. Die Hauptstelle beabsichtigt auch gar nicht, sich sklavisch an die Bodelschwingh'schen Kolonien anzulehnen, obwohl diese Form der produktiven Wandersürsorge mancherlei Erfolge für sich buchen kann. Daß jüdische Strafgefangene die württembergischen Arbeitskolonien nicht aufsuchen wollten, beweist an sich nichts gegen diese Institutionen, aber selbst, wenn sie gerechten Anforderungen nicht entsprechen sollten, haben wir cs ja in der Hand, bessere Institutionen zu schassen. Was schließlich noch die finanzielle Ueberprüfung des Tyck'schen Projektes betrifft, so ist Heinrich Rebmann j j feinste Herrenschneiderei j I Stuttgart, LronprinrstraHe 20 V j UuMiiIerti Id lulwehrei j Das Institut für l Massage und 1 Körperkultur t nach indischer Lehre t Frau Hede Thal I Sdunaleslraic Nr. 6II t Auf tt/nnifh IrAmma Ina Haut Kleinhubbert MilMCrstr. 14, Edce Setdentirafce Ansbetsern von Brandlöchern. Rissen, Motten- und MSusefrafe ln allen Stoffen, Teppichen und Polstersachen. K. GAISER / STUTTGART Kronenstra£e 18 Telefon SA. 20929 flltdetrannteo Spezialgeschäft aller Seifen-, putz- und lvaschartiket Lieferung franko tzano bei prompter Bedienung und dlUtgsten Preisen BUB oder MÄDEL ein jedes braucht einen Photo-Apparat nur aus dem Spesialgesdi&ft »Photo -Sport'' Inh Ulrich Delius. Stuttgart, Büdtsensfr. 8 Photo-Arbeiten in 6 Standen! Kostenlose Unterrichtskurse Spitzentzaus Tiesenttzal & Halle, Kömgfir. 4? Spitzen aller flrt, echt nud imitiert a Spttzen-Stores — Gardinen Stickereien — Kragen — Schleier JL Bett- und Tischdecken Blusen - Kleider \P üder-vorhäng« köstlich* begehrt und berühmt S^hokotade, * dralirteru