Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IV (1927-1928)
- Issue
- 14 (16.10.1927)
- Date
- 1927-10-16
- Page
- [Seite] (sequence 16)
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- 434 hierzu zu sagen, daß diese Berechnungen reine Rentabilitätsrechnungen sind, die von einem geliehenen und verzinslichen Kavital ausgehen. Aelingt es der Hauvtstelle, wenigstens einen Teil des norwendigen Kapitals unverzinslich zur Versügung gestellt zu bekommen, so würde sich der Kostcnsaktor wesentlich günstiger stellen.. Im Uebrigen ist das Tyck'schc' Projekt von ersten Fachleuten und Sachkennern übervrüst worden so von Gcheimrat Acreboe, dem Leiter des beiriebswissenjchaftlichen Instituts der Berliner , landwirtschaftlichen Hochschule, und von Pastor Braune, dem besten Kenner dieses Gebietes), die ihm das Zeugnis, daß es „tatsächlich wirkungslos und sinanziell versehlt ist", nicht gegeben habe». Im klebrigen sei der Bollständigkeit halber ncch erwähnt, daß der Landesverband Württemberg sür jüdijche Wohlsahrtsvslege am 22. 11. 2» als erster Landesverband aus Vorschlag de; Herrn Stadtrabbiner Tr. Riegcr, Stuttgart, in einer Resolution beschlossen hat. die Hauvtstelle daran zu erinnern, „daß die Errichtung von Aroeitskolonen in ganz Teutschland dringend erforderlich ist". Und zum Schluß noch ein Wort zur Konstatierung der Besonderheiten der jüdischen Wanderung als „jüdisches Schicksal." Es ist richtig, daß das Ansgestoßenwerden jüdischer Arbeiter au; dem Wirischastsvrozeß aller Länder bei eintrerenden Wirtschaftskrisen ein „natürlicher" Vorgang ist, da jedes Land sich bei Arbeitslosigkeit gegen Ausländer wehrt. Aber das Natürliche dieses Prozesses liegt doch nur aus Leiten des Wirtschaftsvrozejses, und nicht dessen, der davon beirossen wird. Wenn es nun seit Jahrhunderten zu den Eigenheiten einer bestimmten Volksmasse gehört, stets zuerst und auss Schwerste von der natürlichen Entwicklung der Wirtschaft in allen Ländern betroffen zu werden, so wird man wohl berechtigt sein, ein bestimmtes Schicksal dieser Masse konstatieren zu dürfen. Und da es sich bei diesem so „natürlichen" Prozeß stets und in erster Linie um jüdische Menschen handelt, wird man wohl von einem jüdischen Schichal reden dürfen. Tiefes jüdische Schicksal aus dem Äebiete der Arbeit mildern zu helfen, veranlaßt die Hauptstelle, den Kamvf gegen den Wanderbeltel nicht als ihre wichtigste und entscheidende Aufgabe zu betrachten, sonder» vielmehr Formen zu juchen, die geeignet sind, zu einer Produktivierung der jüdischen Wanderung in einem wohl definierten Sinne zu führen. Hauptstt-Ile für jiidisi-lie Wamlerfürnorge. Die Hauptstelle für jüdische Wanderfürsorge hat zur Zeit die Erlaubnis zum Abdruck meiner Kritik an den Berliner Berhandlungsergebnissen in ihrer neuen Zeitschrift erbeten. Ich habe diese Erlaubnis gern erteilt und erwarte, daß die Verbreitung meiner kritischen Bemerkungen eine lebhafte Aussprache über die von mir geäußerten Anschauungen herbeiführen wird- Ich bedaure es, daß meine Darlegungen der Leipziger Tagung allem Anschein nach nicht Vorgelegen haben. Die oben abgedruckke Gegenäußerung der Hauplftelle erscheint mir in keinem Teile überzeugend. Ich kann natürlich nur von den Erfahrungen der hiesigen Abfertigungssielle sprechen. Zu allen Einzelheiten werde ich Stellung nehmen, sobald der Bericht über die Leipziger Tagung vorliegt. Dr. Rieger. Aus den Gemeinden Württembergs. Stuttgart. Das Simckas Tborafest des Israelitischen Frauenvereins Stuttgart sinder erst am Sonntag, den 23. Oktober, im Kunstgcbäude statt. Die Veranstaltung beginnt mit einem Fünfubrtee an den sich künstlerische Darbietungen und Tanz an- Neuzeitliche Tapeten Sftoffffe/Teppiche Lienhardt Stuttgart LiideBstn6*7 Ed» Calmrstr. -X- GUSTAV SCHMIDGALL Brennmaterialienhandlung O Sämtliche Sorten In nur erstklassiger Qualität Fernsprecher 70630 / STUTTGART / Schlosserstr. 16 DEKORATIONEN / TAPEZIERARBEITEN STOFFE UND TEPPICHE s LINOLEUM POLSTERMÖBEL ALLER MRT MA TRA TZEN erstkl. Aus fühl ung G. SAILER / TELEFON 62730 Werkstörte für Innendekoration und Polstermöbet RÖTESTRASSE 62 portschule HAPKE Erst* Laratstitt flr Hrptrtallar. SAllkrstr. 27, Tri. 217 74 Glänzend ausgestattete neue Lehrsäle für Tennis (eigener Tennissaal) / Fediten, Jiu-Jitsu. Boxen Ringen. Gymnastik und Heilgymnastik. Boxring. Massage, warme Dusche. Billige Monatskurse für Kinder. Damen. Herren und Aeltere. Eintritt Jederzeit 1 Ifl.FUCtlS Pauiinenstr5B STUTTGART Fernruf Nr. 62906 empfiehl t prima fleischige Gänse, Enten, Hahnen, fette Suppen-Hühner ferner: lebende Flußfische aller Art H Prompter Versand nach austuSrts W>