Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IV (1927-1928)
- Issue
- 8 (16.7.1927)
- Date
- 1927-07-16
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Belongs to
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die Zahlen unserer Gemeindestatistiken reden eine eindrucksvolle Sprache und predigen jedem, dem am Judentum etwas liegt, daß Besinnung not tut. Von heute auf morgen lassen sich die Dinge nicht ändern. Allein einer, zielstrebigen, vom guten Willen unterstützten Arbeit müßte es gelingen, jede Gemeinde in Äa8» und Land -zur Thora zurückzuführen und damit alle Fragen, die jetzt brennend sind, sei cs in der Abwehr des Antisemitismus oder die restlose Geschlossenheit in der jüdischen Wohlfahrtspflege, aus dem Gei st e unserer Religion heraus zu lösen. Weder die Stadtnoch die Landgemeinden können echten Thorageist vermitteln, wenn sie sich nicht gegenseitig ergänzen und aus ein und derselben heiligen Quelle schöpfen. Gemeinsam müssen die Wege zur religiösen Erneuerung begangen werden. Sie beginnen in der jüdischen Religionsschule und im Elternhaus und zielen auf die Entdeckung des jüdischen Herzens, das in den materialistischen Strömungen unserer Zeit immer schwächer schlägt und eines Tages ganz zu erlöschen droht, wenn wir uns dem, was Generationen vor uns am Heiligsten war, immer weiter entfremden. An einem rein äußerlichen „Jude sein" kann dem gesinnungsvollen Glaubensgenossen wenig liegen. Wer aber den Ernst der Situation und die große Sendung des Judentums erkannt hat. 236 - I- | dem wird das Wort von der „religiösen Erneuerung" kein billiges Schlagwort sein! Elternhaus und Schule, jeder Einzelne von uns sollen sich -endlich wieder einmal auf sich selbst und auf seine Pflichten besinnen und sich klar machen, daß d»e Religion allein in der Lage ist, wirkliche Werte zu spenden. Hat man erst in allen Kreisen die Bedeutung der Religion für die gesamte Lebensgestaltung wieder erkannt, dann wird das Judentum in Stadt und Land nicht nur an Leib und Seele gesunden, sondern als Träger der heiligen Gottesidee der ganzen Menschheit auf dem Wege des Heils ein Führer sein. Eine deutsche Stimme zur Einkehr. In den akademischen Reden des Münchener Rektors Voßler (Verlag Max Hueber, München) wird auch die Ansprache veröffentlicht, die Voßler an die Vertreter der im Korporations- Ausschuß vereinigten studentischen Verbindungen gerichtet hat, welche die jüdischen Verbindungen vom Chargieren bei der Hundertjahrfeier der Münchener Universität auszuschließen beschlossen hatten. Voßler spricht von den jüdischen Verbindungen in München, die „sich insbesondere die Pflege jüdischer Gesinnung angelegen sein lassen und zugleich zu studentischer Gesinnung, studentischer ^Bnmniiiiiifniiininii(ii[iiiiwiiiwnainnninifinmnnnniHimfBnimiiimnni[nn(ifntmHrnininnnnnniiinntiiininiiiniiniinminnitiiii(iuiiii[iiiiii[iiiiHiiiiiiiiiiiii(ü SCHIEDMAYER Ptanof ortofabrl k STUTTQA'RT, Neckarstrasse 12, Ecke uirichetraeee FLÜGEL / PIANINOS / HARMONIUM MIETE / TAUSCH / STIMMUNGEN / BEQUEME TEILZAHLUNGEN Fernsprecher 86841/42 fil imnituiinnntiniimramniiimt!^ DRESDNER BANK Elinkapital ISO ■illieBSB Reichsmark FILIALE STUTTGART Hauptstelle Stuttgart: Sdilogsirasse 18-20 Depositenkassen: Stuttgart, Königstraße 35 Cannstatt, Königstraße 54 Geschäftsstellen: Heilbronn«N.,Kilianstr.l4 Ulm O.D., Sattlergasse 20