Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IV (1927-1928)
- Issue
- 7 (1.7.1927)
- Date
- 1927-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
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— 204 — ober Ehloroformnarkose zeigen, als Ausdruck des Schmerzes ansehen" kann. Es handelt sich zweifellos um rein reflektorische Vorgänge. Gleichartige Bewegungen zeigen auch enthirnte Katzen, Kaninchen usw. noch jahrelang. Für den Fachmann meint Bethe, hat es keinen Sinn, auf diese „lächerlichen Einwände gegen die Schächtung" einzugehen. Tr. Horovitz betont, daß er sich nicht herausnehmen würde, als Laie über physiologischse Vorgänge ein Urteil abzugeben. Zwnsellos seien die Sch lach thofdireltoien ihm gegenüber Fachmann. Aber gegenüber den Schlachthofdirektoren sind die Physiologen die größeren Fachmänner, die da rum allein entscheidend sein können in der ein zigen Frage, die hier zur Tiskusson steht: „Ist das Schächten eineT i e r q u ä l e r e i?" Tie besten Fachleute verneinen nach wie vor diese Frage mit aller EntschiÄenheit, ja, einige nennen noch heute das Schächten die beste Schlachtme thode. Nicht nur vom Standpunkt seines Glauben aus, nein, auch um, der Ehre des Tierschutzes willen muß er fordern, daß man Veniunft und Wissenschaft nicht verachte. Vor Jahrzehnten ha die Professoren der Tierarzneischule in Bern gesagt : Tie Hartnäckigkeit, mit welcher die T iersch u tz v er eine an den Gut ach ten der Wissenschaft Vorbeigehen, ist überraschend. Leider besteht das Wort heute noch zurecht. Möge jeder, der hier seine Entscheidung trifft, sich der Verantwortung bewußt sein, die er der Sache gegenüber hat. Nicht darum handelt es sich für jeden Einzelnen, zu Entscheiden, welche Schlachtmethode ihm persönlich besser gefalle, s andern darum, ob man ein Recht habe, das Schächten eine Tierquälerei zu nennen und durch ein solches Votum tief einzugreisen in die Gewissensfreiheit. Als im Laufe der weiteren Erörterungen der Judenheit Inkonsequenz in Aufrechterhaltung der Religionsgesetze vorgeworfen wird, konnten alle bezüglichen Behauptungen von den jüdischen Vertretern mit Leichtigkeit zurückgewieseti werden. Im weiteren Verlauf der Tiskusfion wurden neue Argumente gegen das Schächten nicht zu Tage gebracht. Es verdient hervorgehobeu zu werden, daß Lberschulrat Jung aus Tarmstadt ossen erklärte, daß das Schächten mit Heftigkeit zu einer Zeit bekämpft wurde, als es zweifellos die beste Schlachtungsart gewesen sei, daß aber auchjetzt dem Judentum zugebilligt werden müsse, unter Wahrung des Religionsgesetzes im Verhältnis düs Bedarfs Schächtungen vorzunehmen. Als Schlachthofdirektor Tr. Klein-Lennep photographische Aufimhmen von Schächtungen vorwies, die er selbst habe vornehmen lassen, um an sofort entfesselten Tieren ihre Bewegungsfähigleit zu zeigen, wurde eine von Schlachthofdirektor Tr. Basel- Stettin ausgestellte Tabelle verteilt, nach der <zM. Q0I3 'Witwe Spezialgeschäft für feine ^Landarbeiten Stuttgart, QostslraÖe 7 Tötltfon cf.-57. 22414 Gute Verdauung - die Grundlage der Gesundheit Ricinus ia wohUchmek* keader Form Toa feinsten Beckwerk nickt »a unterscheiden. Verl»,«, si« * Ap.th.k« Ricinus - Keks! Motzcr & Krauß Stuttgart Königstr. 53 (Ecke Eberhardair.) Damenkleiderstoffe Damenu. Herren-Frisier-Salon Gei&iftr. 10 (hini. Ekcrhardsban) Pi Hsdicr ft Prcuss empfiehlt sich bei erstklassig. Bedienung Spezialitäti Bubikopf 00000000009000090000090906600000 0 6 8 TAPETES neueste Muster, gro6e Auswahl zu IHM» billigsten Preisen Will Reste bis zur Hälfte des Preises lapefen-Sdunttz Hartcn Strasse 0 l'r. Posuirefe ,S) Beachten Sie unsere Auslagen! Geschäftszeit: 7 bis 7*4 Uhr ununterbrochen. 0009000000O0000OQO0000000900000O TT5T3 Ti»1!