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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1927-05-01 · 3 (1.5.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IV (1927-1928)
Issue
3 (1.5.1927)
Date
1927-05-01
Page
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über «inen solchen Betmg verfügt, bleibt in der Regel — von einigen Idealisten abgesehen — in der Stadt und sucht aus seinem Kapital aus leichtere Weise ein Einkommen von 3 000 Mark herauszuwirtschasten. Auch Bodenkreditgenossenschaften, die auf dem Prinzip der Wohlfahrtspflege beruhen und die über Stiftungsgelder für jüdische Siedlungszwecke verfügen würden, können an dem geschilderten Gesamtbilde—nicht viel ändern. Annuitäten wird der mitterbfe Siedler immer bezahlen müssen und diese würden so auf seine Lebenshaltung drücken, daß er des Lebens nicht froh werden könnte. Ein Gefahrenmoment für die jüdische Landsiedlung bietet auch die Landfrauenfrage. Im bäuerlichen Klein- und Mittelbetrieb spielt die Hausfrau nicht nur in Haus und Hof, in Stall und Speicher, sondern auch in Feld und Au, mit Hacke, Sense und Sichel «ine ausschlaggebende Rolle. Man denke sich nun die Frauen und Mädchen aller sozialen Schichten der Großstadt in diesen Betrieb hinein! Undenkbar! Schon wegen der glücklichen Lösung der Landfrauenfrage ergibt sich für die jüdische Landsiedlungsfrage als erste und dringendste Aufgabe, Mittel und Wege zu suchen, um die noch auf dem Land« wohnenden Ju- 79 — den, namentlich die landwirtschaftlich Tätigen, auf dem Lande zu halten. Die Vermittlung und Erhaltung billiger und leicht erhälllicher Kredite wird den Kern des Problems bilden. Nach der Inflation war der hiesige Wohlstand total zusammengebrochen. Die Gefahr der Abwanderung in die Großstadt lag nahe. Ich unterbreitete der Loge in Stuttgart die wohlbegründete Bitte um Kredithilfe. Sie konnte nicht gewährt werben. Es ging auch so. Wir helfen uns aus eigener Kraft, und es geht, Gott sei Dank!, wieder aufwärts. Aber — und das ist das Traurige an der Sache — es mußte mancher Acker geopfert werden. Das wäre zu verhüten gewesen, wenn eine für Siedlungszweche einigermaßen geeignete jüdische Kredithüfe organisiert gewesen wäre. Also: Schaffet vor allem die jüdische Lamdbankl Die öffentlichen jüdischen. Volksschulen aus dem Lande, soweit überhaupt solche noch vorhanden siiü», müssen ihren Unterricht durchweg auf den landwirtschaftlichen Grundton «instellen. Das gebietet schon das Prinzip der Arbeitsschule, und in dem Oberbau der Volksschule, der an sie anknüpfenden Fortbillmngsschule, muß in erster Linie in Chemie und Physik, im Rechnen und im Geschäftsaufsatz der landwirtschaftliche Betrieb die Lehrstoffe diktieren. Es ist abwegig, ländlichen jüdischen Bolks- Motzer & Krauß Stuttgart König str. 33 (Ecke Eberhardstr.) Damenkleiderstoffe Nur preiswerte Quellt«i»wäre <zM. G80I3 cWitwe Spezialgeschäft für feine ^Landarbeiten Stuttgart, Q’ostslrafie 7 •Stlt/OH -L.-55. 22414 Damenu. Herren-Frisier-Salon Gei^tir. 10 (UsLEbcrbsrOkn) kl. Fischer * Prcnss empfiehlt sich bei erstklassig. Bedienung Spezialität i Bubikopf Fm=m=u!=!ii=m=iii=iii=iii=iii=iii=iiiiit=iH=iiaiii=c^i m U| GELLHORN&Co. Hl KÖNIGSTRASSE No. 17 3 RUFNUMMER No.20303 ” js bisher S. Gallhorn _ hüte/blusen A / KLEI DER /PELZE jjj m5«gw=iH=ffli=iB=iu5aiBaii5i»Eai=a HANDELSSCHULE PAUL VOGEL / STUTTGART Friedrichstrasse 41 jj Femspredier Nr. 25907 N Beste Ausbildung für das kaufm&nn. Kontor Erstklassige Gesichts-Pflege, Manicure im Schönheits-Salon Selma Bock-Eckert Büchsenstrafie 26B Fernruf 23313 » gegr. 1911

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