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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1927-04-01 · 1 (1.4.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IV (1927-1928)
Issue
1 (1.4.1927)
Date
1927-04-01
Page
[Seite] (sequence 21)
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Sklave verkauft und nach d^n Wunderland« Aegypten gebracht wurde, und erst recht, daß er einen so hichen Aufstieg in dem so streng nach Kasten gegliederten Lande erlebte, darin erkannte er die besonders über ihm waltende und fürsorgende Hand Gottes, die ihn durch die beiden im vorigen Wochenaischnitt erzählten Träum« aufmerksam gemacht hatte. Da hatte sich nun die eine Ausdeutung erfüllt, daß er eine Persönlich, keit würde, vor welcher man sich bücken mußte. Es war daher auch zu erwarten, daß seine Brüder und sein Bater sich vor ihm zu bücken genötigt sein würden, d. h. ganz in seine Hand unb Macht gegeben sein würden. Dies wollte er, so sehr er sich auch nach seinem Bater schnte, und so er auch darnach lechzte, die Leidenszeit seines Vaters abzukürzen, nicht durch eigenes Zutun herbeiführen, sondern er überließ es der Borschung, die bis daher ihn geführt hatte. Ferner wollte er dem Bater und d«n Brüdern die Demütigung ersparen, daß sie sich im Bewußtsein, daß er ihr Bruder und Sohn sei, vor ihm bückten und in seine Gewalt sich gegeben sahen. Deshalb wartete er die Gelegenheit ab, welche der fürsorgende Gott der Väter sicher herbciführen würde. Nicht umsonst war ihm in seinem ersten Traume die Szene „wir banden Garben mitten auf dem Felde" erschienen, und waren es gerade die Garben der Brüder, die sich vor seiner Garbe bückten. In seinem Leben hatten sich bis dahin keine ähnlichen Umstände ergeben, also dachte er, muß ich warten, bis sie eintreten. Und siche, kaum hat Joseph seine Brüder unter den Getreide kaufenden Fremden bemerkt, und sie vor ihm als dem über den Getrrideverkauf die Aufsicht führenden Oberherrn sich bücken sehen, ,cha dachte er seiner Träume, welch« er über sie geträumt hatte"', nämlich daß sie gedrmütigt würden und Leid tragen müßten. Darum, um größeres Leib, das vielleicht von Fremden über sie verhängt werden könnte, von ihnen abzuhalten, redete er sie hart an unb machte er ihnen den Borwurf, daß sie Kundschafter seien. Aus dem gleichen Grund« zwang er die Brüder, deck Benjamin ihm vorzuführen, damtt die Zahl der „elf Sterne" sich erfülle, und auch der Bater in Not komm«. Aber dies alles nur in derjenigen Zeit und Lage, wo sie der Meinung waren, einen Fremden, nicht den Briü>er und Sohn, vor sich zu haben. Wenn dann diese Leidenszeit vorüber irä.e, würde er sich ihnen als Bruder und Sohn zu erkennen geben. Dies ist die Erklärung des R. Zwi Mecklenburg. Er stützt sich dabei auf die Angabe der Schrift, die ja auch in den weiteren Taten und Reden Josephs zum Ausdruck kommt, daß Joseph außerordentlich weise und gottesfürchttg ist, voll Lieb« und Edelmut gegen Bater und Brüder, voll Feingefühl und Gemüt. In diesem Zusammenhänge möchte ich Sie, Frau Ruth, noch auf eine andere geistreiche und 1 Otto Ehmann, Stuttgart [ Än»gaug«halle Hauptbahnhof Änsgangshaüe Terusprecher 909 9i - Postscheckkonto Stuttgart 2St oh Htaiei lUcuUei* 1 Söffe« Butter Thüringer Schokolade Tee Tier Braunschweiger Pralinen Kakao Käse i Wnrstwaren Keks Weine / Liköre / Weiubranö (Obst / Südfrüchte / Relfeprovlant Spezialität: Anrichten feinster kalter Platten I. Mu«. Huberten und TrmniporrtnMrtfue Schopf Telephon SA. 6O2ST'S9IS0 PoiehahtsCrnße az, Htiu. Edce SilberbargsCraße Transporte, Umzüge, Lagerungen, Botengänge aller Art, Kommission. Gehweg - Reinigung. DSrtU (h-Ledrr-Handschuhe £Q in allen Farben Mk. Spezial - Geschäft /einer Handschuhe ■* Schüler und Studierende erhallen in Tübingen gute rllnelle peustoastnfrogeu n. p. p. 140 n. d. Expedition de» Statte» Wir au Chan ihb baldig» Eintritt kaufmännischen Lehrling Mit Obarsakaadarolfo. M. A, Lammte A.>CL ■mw (WETTEN (Sacken) mumm

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