Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- III (1926-1927)
- Issue
- 24 (16.3.1927)
- Date
- 1927-03-16
- Page
- [Seite] (sequence 21)
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Bon der Landwirtschaft leben gegenwärtig in Weißrußland 7376 jüdische Familien, von denen 1211 in kollektiven und 6125 in individuellen Wirtschastsbetrieben angesiedelt sind. Für den nächsten Zeitabschnitt sind für die Judenansiedlung weitere 32 000 Desjatin Boden bereitgestellt, von denen ein großer Teil erst trockengelegt und gerodet werden muß. Auf dem Gebiet der Meliorationstätigkeit leisten die Juden Pionierarbeit. Es soll hier nur die Tätigkeit der Meliorationsgenossenschaft erwähnt werden, die die Juden im Städtchen Starobin (Kreis Sluzk) gegründet haben. Jedes Mitglied dieser Genossenschaft, die zunächst 430 Desjatin Sumpsland zugewiesen erhält, leistet seinen Anteil und widmet der Meliorationsarbeit zwei Arbeitstage in der Woche. In einem Beschluß der Weißrussischen Regierung werden die Ergebnisse dieser Mlliorationstätigkeit als Pionierleistungen anerkannt, die von großer Bedeutung für die gesamte Republik sind. In letzter Zeit erhalten die mittellosen jüdischen Bauern in Weißrußland von „Ort" Kredite zur Anschaffung von Pferden und Kühen. Die mechanische Kollektivierung hat längst ausgehört. Tatsächlich wird von keiner Seite ein hemmender Druck auf die Entwicklung der individuellen Wirtschastbetriebe ausgeült. Gewis'e Eminente der Kollektivierung (so z. B. Kredit- und Konsumgenossenschaften, genossenschaftlicher Zusammenschluß zu besonderen arbeitstechnischen Zwecken u. a.) haben allerdings Wurzel gefaßt und sich auch gut bewährt. Die bisher erreichten Ergebnisse können insoweit befriedigen, als dadurch von neuem der Beweis erbracht worden ist, daß die Juden kolonisationsfähig sind und daß in Rußland außerochentlich günstige Boraussetzungen für jüdische Ansiedlung dadurch gegeben siiü», baß dort ausreichend freies Land vorhanden ist und die Regierung die Förderung der Kolonisationsarbeit als die Erfüllung einer! selbstverständlichen Pflicht ihren eigenen Bürgern gegenüber ansieht. Durch die bisherigen Errungenschaften sind nur die wichtigsten Vorfragen endgültig geklärt worden. Die große Arbeit beginnt eigentlich erst jetzt. Wir stehen vor einer historischen Aufgabe, die den Zusammenschluß aller lebendigen Kräfte des gesamten Judentums erfordert. Es muß sich endlich die Ansicht durchsetzen, daß es ein Irrtum sei zu glauben, daß das amerikanische Judentum die ganze finanzielle Last für das große Werk zu tragen habe. Damit daß die anderen Telle des Judentums mit aufrichtigem Interesse Berichte über die mit amerikanischen Mitten geleistete Arbeit entgegennehmen und diese Arbeit mit den besten Wünschen begleiten, sind sie ganz gewiß ihrer Pflicht noch nicht gerecht geworden. . . Ich glaube, daß es höchste Zeit sei, die Notwendigkeit eines allgemein jüdischen Kongresse s in Erwägung zu ziehen, der den überparteilichen Aufgaben des Wiederaufbaues des jAnschen Wirtschaftslebens in Osteuropa überhaupt und der jüdischen Kolonisation in Rußland im besonderen gewidmet sein soll. (ITA.) Die Frankfurter Zeitung über den Zionismus und das Pro-Palästina- Komitee. In der Samstagnummer vom 26. Februar beschäftigt sich die Frankfurter Zeitung in bedeutsamer Weise mit dem Komitee Pro-Palästina: ULM »eleruvlnntr Körper aller ari Kodin. Heiz- Apparate m filtert fakitöWji Hirschstr. 12 - Tel. 764 Franz LEIBER MÖBEL Fraue*utr«$e 118 Tel. 1106 ALLEIS-VERKAUF der Sieiner'schen Paradies - Betten raooooouoatc I Öscar VCammerer / § vormals cVal.3lng»lmaitr JSangtstr. 18, Tptlaf 768 Special-§escfiäfi für Feinkost, ‘Wild und §eflügel VCall* &iatt0n, Q)elifL - QescfienKfcörb* &: Pf aff - Nähmaschinenhaus Inhaber: Otto Pabst Fernprechtr 444 Ulm a. D. HlrschstraBeNr.6 >WWUWW»»U»AWII!l«II!II>!IIIIIIllIIIIlIIIIIIIIIlI!!l!!!ll!!II«l!I«I»