Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- III (1926-1927)
- Issue
- 22 (16.2.1927)
- Date
- 1927-02-16
- Page
- [Seite] (sequence 18)
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— 528 - führung, sondern man war hauptsächlich darauf bedacht, wie man sich gewöhnlich ausdrückte, einen wohlfeilen Lehrer habhaft werden zu können, und somit war also der wohlfeilst« der angenehmste, der beste und derjenige, den man gerne für ewige Zeiten behalten mochte. Einer der letzten Privatlehrer der sich hier zugleich verheiratete, war ein Polak, der «in sehr braver Mann, auch im talmudischen Fache ziemlich gut bewandert gewesen sein soll, jedoch ist mir dies von Aushausen immer ein Rätsel wie ein Polak mit seiner ohnehin harten Sprache, als Lehrer ausgenommen werden konnte, bei dem doch häufige Fehler unvermeidlich sein mußten und der ge wiß äußerst viel« Mühe anzuwenden hatte, bis er nur von der Jugend verstanden wurde; jedoch ich will auch hierin nicht zu weit gehen, er war. vielleicht wohlfeil. — — In der neueren Zeit wurde, da das israelitische Schulwesen Aufmerksamkeit der Regierung wurde, auch in Aufhausen etwas vorwärts geschritten, jedoch war die Einrichtung noch immer von der Art, daß sie dem Wunsche der Behörde unmöglich entsprechen konnte. Ter erste Lehrer, ein Sohn des hiesigen Vorsängers Fröhlich, wurde als Privatlehrer hier ausgenommen, der im Vergleich zu den früheren im Unterricht bedeutend vorwärts« tarn, jedoch konnte er es zu keinem dem Zeitgeist entsprechenden Zwecke bringen, was ihn aber durchaus entschuldigt; denn erstens mußte derselbe einem Nomaden gleich, von einem Hause zum andern, mit seiner Jugend umherziehen, wo es natürlich Kalo dieses, bald jenes Hindernis gab, was auf den Unterricht nachteilige Folgen haben mußte; 2. hatten die Kinder keine Lesebücher nach Klassenordnungen, sondern das eine^ eine französisch« Grammatik, das andere Lessings Nathan, das dritte Mendelssohns Jerusalem. 3. war Maier Oberdörfer als zweiter Lehrer neben genanntem Fröhlich, der vom Schulwesen ohne demselben zu nahe gekommen zu sein, so viel versteht, daß er, was auf der einen Seite gut gemacht wurde, er auf der andern in eben dem Grade verschlimmerte. Auch diese Einrichtung konnte also nicht gut genannt werden; es traten noch obendrein von Seiten der Gemeinde Zwistigkeiten ein, gegen die Lehrer Parteien auf, wovon die eine nicht das wollte was die andere, es wurden Beweggründe gesucht, um auch dieser Art Schulhalten ein End« zu machen. Zu diesem Ende wurde ein öffentliches Lehrzimmer eingeräumt, beide elfteren Lehrer entlassen, von welchen der eine, Herr Fröhlich, nach Jebenhausen kam, der andere, Herr Maier Oberdörfer, sich zum Handel anschickte. Seit am 3. November 1829 bekleidet der Unterzeichnete nun als öffentlicher Lehrer die hiesige Stelle. Aufhausen, am 24. März 1831. Immanuel Frank. Wanderbettel. In letzter Zeit werden Mitglieder der Gemeinde wiederholt durch durchreisende Wanderbettler und Sammler für Wohltätigkeitsinstitute des Auslands belästigt. Es hat sich auf Nachfrage in allen Fällen ergeben, daß die Sammler nicht berechtigt waren, derartige Sammlungen hier zu veranstalten. Bei einem Teil der Nachfragen war das Ergebnis, daß die betreffenden Anstalten überhaupt nicht bestehen, und daß die Sammler mit gefälschten Papieren und falschen Stempeln versehen sind. Gegenwärtig befinden sich mehrere derartige unbefugte Sammler in den hiesigen Gefängnissen. Die Mehrzahl von ihnen entgeht allerdings dieser gerechtfertigten Stmfe und schädigt das Ansehen der jüdischen Gemeinschaft durch ihr schändliches Gewerbe. Das Jsr. HEILBRONN Karl Gertler Juwelier Sp«liallUti Bruckmann. Kaiserstr. Silber-Bestecke i HEILBRONNER H AN DELSQESELLSCH AFT Qcsehäfisfäht er Gustav Kress «T- KARLSTR.25 "HM X Brennmaterial X FUUPRECaa 134 «.137 n* 911« mt um galMki 9 iMrHstn Pnlsn ' Garne., „ , Kurzwaren Strumpfe Trikotwasche Wollwaren L. ZEHENDER »I7ü,/r«>«».s>s I \ JULIUS NÄGELE SCHOKOLADENHAUS HEILBRONN a.N. Kaiieritr. 22, Telefon HU Kaffee / Tee und Kakao