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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1926-12-01 · 17 (1.12.1926) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
III (1926-1927)
Issue
17 (1.12.1926)
Date
1926-12-01
Page
[Seite] (sequence 9)
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— 387 - gesteht offen zu, daß er keine von beiden Voraussetzungen erfülle — und doch wird sein hilfloses Hin und Her hier abgedruckt. Er verrät aus Seite 27, wie er zu der Ehre eines Sachverständigen gekommen. Er sei ausgefordert worden, „sch über die Bedenken zu äußern, welche einiges!) Juden haben, als vertrage sch der Zionismus nicht mit einem zarten und treuen Nationalgefiihl als Deutsch et, welches in vielen (!) Juden lebendig ist." Und zur Beantwortung dieser rein innerjüdischen Frage wird ausgerechnet Max Herzog zu Sachsen als Sachverständiger von der Schriftleitung des „Juden" aufgefordert. Mehr Selbstachtung, meine Herren! Das Kernstück des Sonderheftes bildet ein Neuabdruck aus Simon Dubnows „Briefen über das alte und neue Judentum," denen der Herausgeber den Wert einer „geradezu als klassisch zu bezeichnenden Darstellung der nationalen Auffassung der Judenfrage" zuerkennt. Er will den Nachweis bringen, daß Völker, die ihre politische Unabhängigkeit und ihr Territorium verloren und sogar die Einheit der Sprach« eingebüßt haben, sich chre Eigenart zu erhalten vermochten. Natürlich ist ein solcher Nachweis unmöglich. So werden — man nennt das Gefchichtspvilosophie — die Juden — Verzeihung: das jüdische Volk — für ein geschichtliches Unikum (S. 37), zur gesetzmäßigen Ausnahme von der Reget erklärt, da bekanntlich. Ausnahmen die Regel bestätigen. Mit der schönen Souveränität Dubnows^ die ich bereits an anderer Stelle gekennzeichnet habe, wird mit den entgegenstehenden Tatsachen! operiert, es werden sonst unbekannte Hegemonie-Zentren in der Diaspora in Frankreich, Spanien stnd Deutschland konstruiert — und die „klassische" Darstellung ist fertig. Daß diese Zentren kein religiöse waren oder wie Dubnow Seite 4jl sagt, die Autorität der Religion zur Ausrechterhaltung der nationalen Einigkeit benutzten, wird dabei mit einem lustigen Saltomortäle übersprungen, und die Judenheit „als geistige Nation" in den Sattel gchoben. „In einer Reihe» von Nationen entsteht dann die nationale Typizität (welch prachtvolle P Damenj Kleiderstoffe 1 io unerreichter Auswahl I zu vorteilhaften Preisen LORENZ ^STUTTGART/?St"nL2?ITK«l"-4^ j § 1 I Eiuiiu Spezialgeschäft mum 1 1 "r I I ■ garantiert indanthrenfarbige I 1 d. h. wasch-, licht, trag» und wetterechte 1 I Stoffe I 1 Indanthren-Haus Stuttgart’.; 1 d Könlgstr. 12, gegenüber d. Marftall M Landwasdierel ▲ Karl Necker Sllleulmife-Stuttgart, Hauptstr. 31 Telephon Amt Sillenbuch - Gegr. 1910 SpBzIairtSt: FanlliuNfttftt naJL Indun und siferaikftrfls Garantiert sdionendsle Behandlung Pünktliche Abholung Prompteste Zustellung! 3000 qm Rasenbleiche! Besichtigung meiner Wäscherei im und nach Beirieb jederzeit gerne erwünscht! KISSLING & KUNZE 1 i Stuttgart, Hirsdistr. 35 L, Teief. S.-A. 25962 { j llllllllllllllllllllllll Pelzmoden lllllllllllllllliillllll j | Lager feiner moderner Pelzwaren { j i] nur eigener,. solider Anfertigung j 1 Friedrich Supper l X Hirsdhstraije 14 X I Handarbeiten - Welle - Garne \ JOSEF AD IS - STUTTGART Gutbrodstr. 2, Ecke Vogeliangstr. Ausführung von Gas-, Wasser- und KJosellanlagen. Uebemahme ganzer HausentwSsserungen. Lager In Badeöfen, Badewannen, Klosells, Gaslampen und Gas-Herden 1 Zinngießerei Kurtz & Co. 1 1 ' STUTTGART, Kanzleistr. 8 | 1 Hausu. Küchengeräte | | Spezialität: UolIsL Küdien-Einiitiitungen |

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