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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1926-12-01 · 17 (1.12.1926) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
III (1926-1927)
Issue
17 (1.12.1926)
Date
1926-12-01
Page
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ppüpp - 383 - Chajim von seinem Gewährsmannberichtet wurde. Dieser knüpfte aber auch die Frage an seine Erzählung, wie sich der jüdische Richter auf Grund der in Thora und Talmud enthaltenen Rechtsgesetzgebung zu diesem Rechtsfalle gestellt hätte. Da ist nun die Antwort des Rabbi von Worms nicht allein für den Juristen, sondern auch für den Mann aus dem Volk«, und ganz besonders auch für die Leserinnen dieser Geschichte interessant. R. Jolr Chajim Bacharach erwidert: Ter junge Mann ist im Rechte. Er kann den Vater der Jungfrau und auch diese zwingen, ihr unter eidesstattlicher Bekräftigung gegebenes Versprechen zu halten und zu erfüllen. Von ejnem erzwungenen Eide könne keine Rede sein, denn es sei nicht der Nutznießer des Eides, der ihn erzwungen habe. Ferner sei der Eid nicht dasjenige Moment gewesen, welches die Lebensgefahr pLtzewendet habe, so daß man sagen könne, der Vater und die Tochter seien unbedingt genötigt gewesen, chn zu leisten, wie man genötigt ist, eventuell eine Werkverrichtung am Sabbath auszuführen, um Lebensgefahr abzuwenden. Wenn der Vater behaupten sollte, seine Tochter habe ja auch den jungen Mann in.seiner Erkrankung an der Pest gepflegt und das sei genügende Entgeltung der von ihm geleisteten Pflege, umsomehr als es für eine vornehme junge Dame, wie seine Tochter sei, eine gewisse Erniedrigung bedeute, einen Metzgergesellen zu warten, so sei von diesem gellend zu machen, daß auf seiner Seite das größere Risiko und größere Lebensgefahr gewesen sei, sie zu pflegen, als auf ihrer Seite, als sie ihn pflegte, denn sie sei durch die überstandene Krankheit bereits unempfindlich (immun) oder doch beinahe unempfindlich gegen die Pest geworden. Sollte der Vater sich weigern, der Tochter eine standesgemäße Mitgift oder auch nur einen Pflichtanteil mitzugeben, so kann der junge Mann allerdings ihn zu Montag, de» 6. Dezember abends 8 Uhr Versammlung i« großen Saal des Stadtgartens. Der Direktor deS Centralvereins, Herr Dr. Holländer-Berlt« spricht über das Thema: »Die Sorgen dedeutschen Judentums" Anschließend Aussprache. Alle Angehörigen der Gemeinde sind herzlich eingeladen. Ceutralderriu deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. — Ortsgruppe Groß-Stuttgart. Dr. med. Ludwig Weil, Vorsitzender. flOOOOOO Statt Sparten. Slse ©sterberg ans Sternfieim °Perlokte Ufooembtr 1926 Stuttgart Q&ensfieim ’TCassrnenstt. 13 3. £8. 8« J SCHI gmHIimilllllllfltllllllUlllllllllll ... UllllllllllllllllllillllTIIIIII!MIIUl E D M A Y E R Pianofortefabrtk STUTTGART, Necka^rslrass© 12, Ecke UlrlcOatraaaa FLÜGEL / PIANINOS / HARMONIUM MIETE / TAUSCH , STIMMUNGEN / BEQUEME TEILZAHLUNGEN Farnapraohar 2004V42 llllliMilMiiiininMiiiiniHiiiiiiiiiiiiiiiilililllillll||||i|||||H|||||iU||||||||||||||||||||||||||i;illlllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll[IIIIIHIII]lllllllllllllllllllllll!iilllllllllllllllllllllllllll'lllllllllllll 0 Samsonsdrale in Wollenbüflel % itMllia NU ernannt« KiKdule m. Benniernetm © (Gegründet 178«) D Kleine Klassen t » Rituelle Verpflegung. IKIniioiaqt« ssa Sm UMSfirlai n D—irrtu, n» B. Jnw iB27 9$0~0<80$O®0V0''0f$0<8>0<80$0T9?0'30<8*i| Durchschreibbücher / für alle Zwecke und Branchen J Südd. Durdisdireibbüdierfabrik Stuttgart f Telefon 2133 / Felix Wolff / Reimburgflr. 19 Besuch ohne Kaufzwang Pelzhaus Hüller Umarbeitungen Auswahlsendungen K6nlgstr»ssa 36 » Orosssr Bazar-MIHa Farnapraohar S.A. 22000 Außerordentlich große Auswahl In Pelzmänteln, Jacken und feiner Pelzkonfektion Jeder Art aus eigenen Werkstätten In besten Qualitäten zu mäßigen Preisen

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