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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1926-10-01 · 13 (1.10.1926) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
III (1926-1927)
Issue
13 (1.10.1926)
Date
1926-10-01
Page
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( Stuttgart einberufenen Vertretern der Judenschaft befand sich auch Heß, dem die Juden das Hauptreferat übertrugen und der die Zurückziehung des ersten, den Juden sehr ungünstigen Gesetzentwurfes herbeiführte. Obwohl damals leidend, arbeitete Heß unermüdlich weiter und richtete noch im gleichen Jahre eine größere Denkschrift an die Ständekammer, in welcher er in mutiger und überzeugender Weise für die Rechte der Juden eintrat. Diese Denkschrift wurde auch im Druck veröffentlicht und fand als Widerlegung der vielen damals erschienenen judenfeindlichen Pamphlete allenthalben eine sehr günstige Aufnahme. Ein preußischer Lehrer hat 10 Jahre später diese Denkschriftallerdings ohne den Verfasser zu nennen, als Vorwort zu einem von ihm herausgegebenen Religionsbuch zum weitaus größten Teile wortgetreu abgedruckt. Im Jahre 1823 siedelte Heß nach Ellwangen über und verlegte dahin auch sein damals noch sehr bescheidenes Antiquariat. Die Ellwanger, stolz auf ihre bisherige „Judenreinheit", wollten aber keinen Juden in ihrer Mitte dulden, und der damalige Stadtschultheiß Rettenmaier ließ dem „Jud Heß" sagen, er solle sich schleunigst wieder davon machen, sonst werde man ihm die Wohnung demolieren. Der damalige Regierungspräsident Mohl in Ellwangen ließ aber Heß seinen Schutz angedeihen, der sich bald als unnötig erwies. Denn Heß wurde rasch eine sehr beliebte Persönlichkeit. An der Spitze des Trauerzuges, der Heß am 8. Oktober 1866 das letzte Geleite gab, ging weinend der damals 80jährige Rettenmaier. * In Ellwangen errichtete Heß bald nach seiner Niederlassung ein Pensionat für jüdische. Schüler des dortigen Gymnasiums, denen er auf Grund einer beim Konsistorium erstandenen Prüfung Religionsunterricht erteilte. Zu seinen Schülern gehörte auch der nachmalige Hamburger Tempelprediger Naphtali Frankfurter. Das Vorsteheramt in Lauchheim versah Heß noch 4 Jahre lang von Ellwangen aus, wie er auch mit seiner Familie während vieler Jahre an den Festtagen 275 MUMHiiiiiiiiiHiuiiiiiiiiiiininHiiiiniiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiniiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiinniiiiiiiHiiiiminmiHmiiimmiHBHHiitiiimimii JÜDISCHES LEHRHAUS / STUTTGART ln den Monaten Oktober bis Dezember werden folgende Lehrgänge abgehalten: 1. Hebräisch für Anfänger von Lehrer Jaffä. Mittwochs 8V* Uhr abends. Beginn 6. Oktober. 2. Hebräisch Miitelknrs von Rabbiner Dr. Ri eg er. Lektüre der Genesis im Original und in der Uebertragung von Buber. Dienstag 7* 1 2 3 4 5 6l2 Uhr abends. Beginn 5. Oktober. 3. Hebräisch' Talmnd von Rabbiner Dr. Beermann. Sonntags 10 Uhr vorm. Beginn 10. Okt. 4. Jesala and seine Zeit von Rabbiner Di. Beermann. Sonntags 11 Uhr vormittags. Beginn 10. Oktober. 5. Die Psalmen von Lehrer Meyer. Dienstag 8 Uhr abends. Beginn 5. Oktober. 6. Jüdische Geschichte in Charakterbildern seit Csra von Rabbiner Dr. Ri eg er. Donnerstag, 7!,'2 Uhr abends. Beginn 7. Oktober. Die Kurse 1 bis 5 finden im Gemeindehaus, Hospttalstr. 36, der Kurs 6 Im Saal der Stuttgart- Loge, Calwerstr. 33Hhs. statt. Anmeldungen zu sämtlichen Kursen und Beitrittserklärungen zu unserem Verein nimmt unsere Geschäftsstelle, Hospttalstr. 36 entgegen. Am 13.. 14. und 16. November spricht Dr. Martin Bober über „Der heutige Mensch und die Bibel." Zu diesen Vorträgen erhalten unsere Vereinsmitglieder und HOrer Eintrittskarten zu ermäßigten Preisen. Wettere Mitteilung lassen wir folgen. Der Ausschuß des Verein Jüdisches Lehrhaas Stuttgart. ..IHII.Illllllllllllllll.Illll IIIIIIIIIIIIIUIIHIIIIinillllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllillUHIUIIimmilHIlHllllllllllllMIHHIIIIHIUIIHIlfM SÄSSSSSSSGSGSGSSSSSSGSÄSSSLSÄSSS <S> - - _ -- . . 4P % Samsonsdrale ln Wollenbfiffel % _Kealsdrale m. hbfllertietm (Gegründet US«) ® s ® 0 ® - 0 Kleine Klassen! » Rituelle Verpflegung. T Z Das Winterhalbjahr beg.am Dienstag 12.0kt. 1926 g flMEoiro*go®o®oiro®o®®o®o®0®ofloffO3O|ff0 Xein 12 ZMariensir. 12 Kinder-Erholungsheim Jüdisches Landheim Wolfratshausen im Isartal b. München, 570 m über dem Meere. Sonniges, staub- und nebelfreies alpines Klima. Aerztlich empfohlen für schwächliche, nervöse, blutarme Kinder. Besonders günstige Erfolge im Herbst and Winter. Auf Wunsch Unterricht in allen Fächern der Volks- und Mittelschulen. Tagessatz Mk. 4.-. - Prospekte kostenfrei.

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