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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1926-07-16 · 8 (16.7.1926) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
III (1926-1927)
Issue
8 (16.7.1926)
Date
1926-07-16
Page
[Seite] (sequence 6)
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— 160 Erschwerung — waren unter 21 Ehepaaren nur 2 Männer und 2 Frauen jünger als 40 Jahre. 22 männliche und 19 weibliche Gemeindeangehörige im Alter zwischen 18 und 40 Jahren waren ledig, weil sie eben nicht heiraten durften! Per suche solcher Ledigen, von kinderlosen alten Schuxjuden das Schutzrecht zu erkaufen, wurden von der Regierung untersagt. l Schluß fdlgl!; Bericht des Israelitischen Fürsorgeamtes über den Monat Juni' Lausende Unterstützungen an 35 Familien .H 1102.50 Einmalige Unterstützungen. 132.— Anstallsfürsorge. 225.90 Durchreisende.„ 241.30 Leistungen der Vereine für laufende Unterstützungen .- 615.— Für einmalige Unterstützungen . ... „ 232.02 Für Srholungsfürsorge. 328.55 Für Anstaltsfürsorge.„ 134.40 Für Ausbildungsbeihilfe.. 190.— Der Ausschuß des Waisenbouses Eßlingen hat dem Fürsorgeamt ab 1 Juli für l Jahr Entlastung biö zu' .st 1000.— bewilligt. Leistungen von Einzelpersonen für einmalige Unterstützungen.st 10.— Für Anstaltsfürsorge. . 15.— An einmaligen Spenden erhielt daö Fürso?geamt insgesamt .st 1 030.— von Herrn Edgar Pick. Fa. Eabn und Weilmann, Herrn Aos. Feigenheimer, Fa. Philipp Weil und Co., Herrn Marx in Fa. Gebr. Uhlnian». Fa Rothschild und Wild. Herrn B Bötligheimer, N. N > Herrn Mar Wolf. Wagenburgstr., Frau Kommerzienrat Hcilner. Fa. Bieringer und Eo., Herrn Hermann Stern, Herrn A Gutfreund, Fa Gebr. Uhlmann, Fa DLach und Se., Fa. Richard Schaarschmidt, N. N.^ Fa Furck- Die Annahme des Schächtverbots im Bayr. Landtag. Der Bayerische Landtag hat am 8. Juli dem von den Völkischen Eingebrachten und vom Versassungsausschuß bereits angenommenen Antrag zugestimmt, nach dem die Schächttiere vor der Schlachtung betäubt werden müssen. Mit den Stimmen dek Völkischen, der Deutschnationalen, der Sozialdemokraten und eines kleinen Teiles heimcr und Strauß, Herrn Karl Merzbacher. Herrn Max Levi, Urbanstr. A» 12 Erwachsene und 10 Kinder wurden insgesamt 00 Klcidungs- und Wäschestücke ausgegeben. Aufruf! „Brich dem Hungrigen dein Brot und bringe heimatlose Arme in dein Haus (Jes. 58,7)." Während der Inflationszeit bestand in unserer Gemeinde die schöne Sitte, arme Kinder und mittellose Alleinstehende zu einem Mittagessen einzuladen. Heute herrscht wieder infolge der andauernden Arbeitslosigkeit in vielen Familien -bittere Not. Es wäre schön, wenn sich wieder Familien finden würden, die Hungrige an ihren Tisch laden oder Beiträge für diesen Zweck spenden wollten. Das Israelitische Fürsorgeamt ruft die Hilfsbereiten und Gebefreudigen zu dieser Tat rettender Nächstenliebe aus. Anmeldungen von Mittagstischen unter Angabe der Tage usw. und Spenden für diesen Zweck nimmt entgegen das Israelitische Fürsorgeamt Hospitalstraße 36. Postscheck Nr. 18493 Fernsprecher 21979 STUTTGART, SONTHEIM a. N., den 8. Juli 1926. Mit dem Ableben des ersten Vorstandes unseres Vereins, des Herrn HERMANN SIMON haben wir einen neuen schweren Verlust erlitten. Der Verstorbene hat in einer langen Reihe von Jahren dem Ausschuss unseres Vereins angehört und mit beispielloser Hingebung sich den Aufgaben seiner Aemter gewidmet. Infolge seiner großen Herzensgüte, seines klaren Verstandes, seiner ausgezeichneten Organisationsgabe, seiner immerwährenden Opferfreudigkeit und seiner bewundernswerten Energie war er, wie nur wenige, berufen, an der Spitze unseres Vereins und unseres ihm ans Herz gewachsenen Altersheims zu stehen. Sein Name ist für alle Zeiten unzertrennlich mit unserem Verein und unserem Altersheim verknüpft. Sein Andenken wird für immer hoch in Ehren gehalten werden. . Der Ausschuß des lir. Landes-Asyl- und Unteritützungsverelns für Württemberg E. V. Die Verwaltung und die Pfleglinge de» Altersheims in Sontheim.

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