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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1926-04-16 · 2 (16.4.1926) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
III (1926-1927)
Issue
2 (16.4.1926)
Date
1926-04-16
Page
[Seite] (sequence 15)
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Ich komme zurück auf den Einwand von dem wir ausgegangen sind: Allzustarke Betonung des Indischen. Erst jetzt können wir ernsthaft Stellung zu ihr nehmen. Auch hier ist wieder ein kurzer Umweg nötig, ein Abstecher in unsere Geschichte während der letzten 100 Jahre. Es ist der Zeitabschnitt, den man als die Periode der Emanzipation zu bezeichnen pflegt und der in unseren Tagen zum Abschluß gekommen zu sein scheint. Der gebildete Jude vor dieser Zeit, und der jüdische Gebildete von heute oder besser von gestern, — denn die Wandlung ist heute schon im Gang — kann man sich größere Gegensätze vorstellen? D a m a l s der allem geistigen und politischen Leben der ihn umgebenden Andersgläubigen, Andersstämmigen völlig abgewandte, ganz im Talmud- und Midraschstudium ausgehende Mensch, außerhalb der Ghettomauren ein mißachteter Trödler, daheim, dagegen ein Gelehrter; — heuteder vielseitige, weltgewandte, kunst» und literaturverständige, mehrere moderne Sprachen sprechende und eine oder zwei klassische verstehende, von politischem und wirtschaftlichem Streben ganz erfüllte jüdische Publizist oder' Akademiker, der es als etwas ganz- Natürliches und Zeitgemäßes betrachtet, in jüdischen Dingen, soweit sie nicht etwa aus die Abwehr von Angriffen Bezug haben, ein vollkommener Am hoorez zu sein. Es sind nicht bloß seichte und böswillige Hetzer, die auf eine Feine KäseundButier kaufen Sie gut und bhütg im Spezialgesdfflft BRACK ttllnflerstr. SO - Nmegilr.lS Markthalle I. Stock in; i i!ü .üiiiiai:.-'!!. Alleen-Conditorei und Cafe Alleenstrasse Nr. 11 Inh.: E. B—IngT Die feine Conditorei am Bahnhof KiMetf' bmi luscaiwaffcmicB Sulilre AalticH FlMcauwrd MERTENS & ABERLE ASMMkMM lf ii Totafoa A. 71*0f gewisse zersetzende Wirkung, jÄensalls aber auf die sehr häufig recht unerfreuliche! Betätigung von jü bischen Mitbürgern hinweiseii, die auf dem Gebiet der Presse, der Kunst, der Literatur und vor allem auf den Grenzgebieten der Kunst, wie Kino, Operette, leichtes Theater usw. unverkennbar ist. Diese Abart jüdischer Geistigkeit — daß ihr auch die Anderen frönen, ist selbstverständlich, steht aber hier nicht zur Erörterung — soll hier nur dargezeigt, nicht abgeurteilt werden. Aus der Halt- und Hemmungslosigkeit unserer Zeit überhaupt, der Entwurzelung des „emanzipierten" Großstadt menschen im besonderen und endlich aus gewissen Erscheinungen, die die heutig« Psychoanalyse als Verdrängungsmomente erkannt hat, laßt sich chr Vorhandensein *fast restlos erklären. Aber damit sind sie nicht aus der Welt -geschafft, und da nach altjüdischem Grundsatz alle Isuden einander etwas angehen und füll einander verantwortlich sind, so ist es Pflicht dessen, der diese Erscheinungen mißbilligt und ihre Ursache erkannt hat, das Uebel in seiner Wurzel auszurotten. Was anders aber ist diese! Ursache als eben der verlorene Zugang zu der Überlieferten Brücke zwischen der Seele uind der Einen S t i m m e, die zu ihr spricht; die in Verlust geratene jüdische Religiosität? Niemand wird, im Ernst behauptest wollen, das Gewicht und Ansehen eines Mannes vom Schlag des WÜRTTEMBERGISCHE MÖBELFABRIKEN SCHILDKNECHT & Cie. A.-G. STUTTGART KRIEGSBERGSTRASSE 42, NAH£ HAUPTBAHNHOF unterhalten in Ihrem eigenen AnSrtellnngsgebSnde eine. ständige sehenswerte MUSTERSCHAU ran 100 fertig eingerlditeten lWohnräamen Geöffnet tl|licfa S—12 Uhr nnd 2-S Uhr Stuttgarter Verelns-fReltschule ForatstraBa a ■ JL aaB F. Brat 1- Talafon 28494 Reltunterrjcht an Da man, Harran uj Klndar Pferde z. Ausrotten, Penhionsstallung 1 ul I »n^l« Frmu KITA LAMP Bhuncnsirafic 29 nimmt noch einige Schüler an.

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