Mannheim
Compact Memory

Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1925-01-15 · 10 (15.1.1925) · p. Seite 195

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
I (1924-1925)
Issue
10 (15.1.1925)
Date
1925-01-15
Page
Seite 195 (sequence 5)
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/4904101-5441785-5442892--0274-4904305
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

— ISS — Allerdings fanden die Juden in Neckarsulm in dem Deutschmeister Reinhard von Neipperg einen tatkräftigen Sachwalter (Württemb. Geschästöquellen XX. 846). Zwei besonders hervorragende Großkaufleute sind in dieser Zeit die Juden Hirsch und Michel gewesen. Hirsch wird in Prozeßakten vom 23. Sept. 1529 bis zum 6. August 1532 wiederholt, Michel nur am 24. Dezember 1529 und am 5. Januar 1530 genannt. Am 18. Mai 1530 hatte Kaiser Karl V. der „Jüdischheit" alle ihre im Reich verliehenen Privilegien bestätigt. Diesen Anlaß benutzten Michel und Hirsch sich am 26. Juli 1530 namens „gemeiner jüdischheit" an den Heilbronner Rat zu wenden. Sie hatten durch einen kaiserlichen Boten dem Heilbronner Rat ihre von Kaiser Maximilian verliehenen und von Kaiser Karl bestätigten Privilegien verlesen lassen und in Abschrift zugesandt. Sie baten um schriftliche Antwort durch den Boten, ob der Rat diesen kaiserlichen Mandaten Nachkommen werde lWürttb. GeschichtSquellen XX. 397). Der Rat geriet durch dieses tatkräftige Borgehen in große Verlegenheit. Am 28. Juli 1530 schrieb der Syndikus Doktor Jakob Ehinger aus Schwaigern an den Bürgermeister HanS Wyffpronn, daß er eS für richnci erachtete, wenn der Rat zur Vermeidung von Weiterungen den Reckarsulmer Juden sofort einen Tag ansetzte, an dem sie die Antwort des Rates empfangen sollten. Statt einer Antwort legte der Rat Beschwerde beim Kaiser ein „wegen unverschämt und gräulich Jüdischheit". Auf dem Städtetag zu Donauwörth wurden von den betroffenen Städten gemeinsame Vorschriften gegen die Juden vereinbart, und schließlich erlangte Heilbronn am 4. Februar 1543 von Kaiser Ferdinand ein eigenes Privileg, das es von der Verpflichtung befreite, Juden aufzunehmen. Das Privileg wurde den Juden von Neckarsulm direkt bekannt gegeben (Carl Jäger, Heil- E Institut I. Sdmedisthe Gymnastik Dr. med. Gustav Einstein, Lenzhalde 96 Endstation der Linie 7 Telefon Nr. 706 79 | Wiederbeginn am 12. 'Januar 1925 f Sin3el/curse und ffruppenturnen für jj Rinder und Grmac/Lsene Scfimediscfie ^Massage im Institut u. außer dem 'Diause d. staatl. geprüfte rScRmedisdie ^Heilgymnastinnen. / Spezialhaus für MAhmaschinen Wlmpfffp Conradt O Cie. Inhaber: H. ZUBER SUndiyes dlusterliyer neuester Typen tör slmüldie tiatumdie Ke*onprinzstraBe 22 Triumph WW> ■ii'iiM-ir -|Hi-: "in . •.: , irn ■Mil > , in 11 Im iHlr II . E51 * «mm?' ii'iü!1,1.1.1'1! ‘i iTV "ü'"'"uH'' {FRISUR EH r r 4 4 4 4 4 4 4 4 für Ball und Gesellschaft I weiß und farbig $ auch leihweise * Damenfriseur Zumbach X I. Spezialist für Scheitelhaararbeiten + Ke*onprinzstr> 32 $ 444444444444444444444444444444 JllL PA B H EUGEN + BU5CHLE ST UTT«A»T. Jll(lltkUUiTllA//l,1te

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.