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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1925-01-15 · 10 (15.1.1925) · p. Seite 196

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
I (1924-1925)
Issue
10 (15.1.1925)
Date
1925-01-15
Page
Seite 196 (sequence 6)
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— 196 — bronn II. 155-160). Das war schon deshalb notwendig, weil der Rat von Heilbronn 1523 alle Juden aus dem Stadtgebiet und seinen Dörfern Neckargartach, Frankenbach und Böckingen ansgewiesen hatte, die sich eine neue Heimat in Neckarsulm suchten. Im 18. Jahrhundert trieben die Neckarsulmer Juden zumeist Pferdehandel. Wenigstens beklagten sie sich bei der Deutschordensregierung, deren Schutz sie gegen ein jährliches Kopfgeld von zwölf Reichstalern genoffen, darüber, daß sie beim Amtsritt die Pferde stellen mußten. 1742 erneuerte der Deutschmeister ihren Schutzbrief. In dieser Zeit spielt der erbitterte Kampf der Brüder Abraham und Nathan Maron (auch Marum oder Maron Levi genannt) um die Erweiterung ihrer Rechte. Im Jahre 1750 setzte Abraham Maron Levi den seit Jahren erstrebten Erwerb eines größeren Anwesens durch. Ebenso hartnäckig war ihr Kampf, den Getreide- und Weinhandel an sich zu ziehen (1760-61). Ein Jahrzent später war der Churbayerische Hoffaktor Moyses Mändle der angesehenste Jude der Stadt. Als Neckarsulm an Württemberg kam, lebten dort noch elf jüdische Famlien mit etwa vierzig Seelen. Ihre Zahl ist unablässig zurückgegangen, bis - ihr Gotteshaus geschloffen werden mußte. Die Neckarsulmer Juden wurden in die Gemeinde Kochendorf eingemeindet, bis auch die dortige Lehrerstelle aufgehoben werden mußte. Heute leben noch zehn Juden im Orte. Ihre bescheidene Synagoge (Judenschule) in der Lammgaffe, in der Nähe des Benediktmerklosters ist jetzt in eine Scheune (Besitzer Heinrich Krämer) umgewandelt. Auch das rituelle Frauenbad ist noch vorhanden. Der wertvollste Rest der einst so bedeutenden Gemeinde ist aber ihr Friedhof am Fuße der Westseite des Scheuerberges. Auf ihm ruhen neben den Neckarsulmern die Juden von Sontheim, Frankenbach, Böckingen, Neckargartach, Kochendorf und Oedheim. Er gehört neben dem Friedhof in Affaltrach zu den ältesten und ehrwürdigsten israelitischen Begräbnisstätten der Lberämter Heilbronn und Weinsberg. N Funde und Forschungen. Sine ägyptische Quelle der Sprüche Salomos. Das salomonische Spruchbuch' gibt sich selbst als ein Sammelwerk aus. Das eigentliche Spruchbuch hat wahrscheinlich mit Kapitel 24,-r geendet. Beginnt doch 24.,3 mit dem Satze: „Auch dies ist von Weisen" und noch einmal Kapitel 25.,: Auch dies sind Sprüche des Salomo, welche die Männer Chiskijahs, des Königs von Juda, zur Damen- 1 Kleiderstoffe in unerreichter .Auswahl zu vorteilhaften Preisen LORENZ STUTTGART/charlotteastr.9 a 1 u 1 1 unn 1 / urbahstrasse a r.9 J Sdiuhhaus Felgetiheimer Allein- & Verkauf der Herz-Schuhe STUTTGART, Friedrichstr. 52 IMPERIAL- GRUDEHERDE ohne S^aubplaae mit Patent-Hochglutentwickler sind unübertrefflich! Täglich praktische Vorführung bei Bohner & Pfaffraann Marienstr. 30 gegenüber Caf§ Fürstenhof Paul Marstaller* Stuttgart SchloBstraBe 29 FEINKOSTHAUS Spezialitäten:! gebrannter Kaffee Messmer-Tee^Ronnefeldt-Tee Cognac, Liköre u. Weine

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