Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- I (1924-1925)
- Issue
- 4 (15.7.1924)
- Date
- 1924-07-15
- Page
- Seite 53 (sequence 5)
- Belongs to
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TT w .p- und Erfahrene, die sich nicht scheuen, in die Familien der Armen und Bedrängten zu gehen, die diesen Gang als heiligste Pflicht und echteste Verwirklichung der Bruderliebe erleben. Schon seit einigen Jahren leisten Frauen des Frauenvereins diese Arbeit. Wir müssen die Reihen dieser Helfer erweitern; wir können nur wahrhaft helfen,. wenn jede Familie von einem Pfleger betreut wird, wenn jeden Pfleger möglichst nur die Sorge für eine Familie belastet. Immer wird es sich darum handeln, vor allem mit Rat und Trost beizustehen; bei wirschaftl ich er Not durch Beratung, über die zweckmäßigste Verwendung der vorhandenen Mittel, über die Beschaffung neuer Einnahmequellen. Berufsumschichtung kann, besonders bei jungen Menschen, in Frage kommen. Die gesundheitlichenVerhältnisse in der Familie werden dem Pfleger bald bekannt werden. Ärztliche Hilfe steht allen Kranken zu. Der Hinweis auf die rechtzeitige ärztliche Untersuchung ist eine der wichtigsten Aufgaben auf diesem Gebiet. Alle Maßnahmen und Anordnungen des Pflegers werden freudiger und williger befolgt werden, wenn sich ein Vertrauens- und Freundschaftsverhältnis zwischen Pfleger und Schutzbefohlenen gebildet hat. In der Fürsorge für gefährdeteJugen bliche ist dieses Vertrauen geradezu Voraussetzung für die gange Arbeit. Es ist schon erwähnt, daß die Aufgaben der Pfleger hier nur skizziert werden sollen. Ein reger Austausch, bei regelmäßigen Zusammenkünften der Helfer im Fürsorgeamt wird die beste Gelegenheit zur Besprechung über Einzelheiten der praktischen Durchführung, zur Belebung und Vertiefung der Arbeit geben. Erwähnt sei nur noch, daß das große Gebiet der Wohnungsfrage, das als Grundproblem der sozialen Frage angesehen werden kann, uns eingehend beschäftigen wird. Vereinsanzeigen. Landes-Verband der jüd. Jugendvereine Württembergs. Am 3. August findet unser 4. Gautag statt und zwar auf der Naffach-Mühle im Schurwald. Station ist Uhingen bei Göppingen. Er findet bei jeder Witterung statt. I. Verhandlungen. I. Stand der jüd. Jugendbewegung in Württbg. (Rothschild, Eßlingen.) Die rel. Stömungen in der jüd. Jugendbewegung , (Schorsch, Tübingen.) 3. Aussprache. II. Einige Aufführungen von Jugendgruppen. II l. Gemeinsame Spiele und Gesänge. Beginn punkt 10 Uhr. Alle Jugend ist herzl. willk. Eßlingen, 6. Juli 24. Rothschild. 53 - I» Mit bitten Sie für e Trotz Sie einma liebe sähe zu ver wenden uns an alle Hilfsbereiten, und Kommen Sie zum Fürsorgeamt, erklären re Bereitschaft zur Übernahme der Sorge >e Familie oder für einen Jugendlichen! eines angestrengten Berufslebens werden Zeit finden, einmal in der Woche oder im Monat diese edle Tat der Menschenüben. Sie wird dazu beitragen, Gegenäsiszugleichen, Freude zu vermitteln, Liebe virkllchen. Ada Hirsch. me de zr Aus jüdischer Kunst und Kultur. Wie B rrlhold Auerbach beinahe Stabbiner wurde. Berhold Auerbach hatte vbn seinem Lehrer Franks ltter in Nordstetten eche so gute Borbereitu ig auch im Hebräischen erhalten, daß er sogleich nach seiner Barmizwohfeier die Talmudschule n Hechingen besuchen konnte. Hier waren Salom in Wolf Kiese und Ver spätere Kirchenrat Wlffermann seine Kameraden, Rabbi Ehajive Di spacker und Rabbi Nathan Reichenberger seine Lehrer. Nach zwei Jahren verließ er Hechinj en, um seine rabbinislchen Studien in Karlsruhe fortzusetzeu und zugleich das dortig» Gymncsium zu besuchen. Zu dieser Ueberfiedelung v ranlaßte ihn die Bestimmung der Württemberg ischen Landstände, die auch für die RabbinatSkandidaten die akademische Vorbildung verlangte. Hier trieb er mit seinem Freunde Jakob Auerbach und dem späteren Oberrate Willstä ter bei deffen Bruder,! dem damaligen Karlsri her Rabbiner Elias Millstätter, fleißig talmudische Studien, bis er nach Stuttgart übersiedelte, wo er das Abiturientenexamen ablegte. Er bez >g nun die Universität Tübingen. Zu diesem Zwecke war. ihm auf Empfehlung seines Freund« s, des Sekretärs der israelischen Oberkirchenb chörde Weil, ein Staatsstwendium gewährt worden. Er hörte in Tübingen die Vorlesuugen des Prüf. Herbst über das alte Testament und über die Propheten. Da er sich aber den Burschen- | uchen einige junge Mädchen im Alter von!C —25 Jahren, welche vollkommen gesund sind un > über eine gute Schulbildung verfügen zur une itgeltlichen Ausbildung zu Krankenschwester«. Wir gewähren ihnen dann in unserem auf sonniger Höhr gelegenes Haus ein freundliches Heim, angemef ene Tätigkeit und Bezahlung, sowie Versorgung bei eintretender Arbeisunfähigkeit. Auskunft er eilt bereitwilligst Das Jüdische Gchwesternheim, Stuttgart Dillm«n«straße 19. Ki ndergärtnerin zur Leiti ng einer Stadtkolonije, hier, gesucht. Angeboti: an Frau Rosenbnscb, Hohenstaufenstr. 20.