Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Rheinpfalz
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Rheinpfalz
- Volume
- 1 (1937 - 1938)
- Issue
- 6 (1.2.1938)
- Date
- 1938-02-01
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 JÜDISCHES GEMEINDEBLATT FÜR DAS GEBIET DER RHEINPFALZ Nr. 6 Gemeindebibliothek. Die Bücherausleihe findet jeden Dienstag von 17.15 bis 18.15 Uhr im Bibliothekzimmer des Gemeindehauses, Schützengasse 4, statt. Die Ausleihe ist kostenlos und für jedes Gemeindemitglied des Rabbinatsbezirks Landau bestimmt. 80. Geburtstag. Am 21. Januar feierte Frau Mina Dreifuß "Witwe, Horst Wessel* Straße ihren 80. Geburtstag. Wir wünschen der Jubilarin noch viele Jahre in Gesundheit und Frische ri:p anvr nwo tsj (Durch Irrtum verspätet, ohne Verschulden der Redaktion.) Dank. Wir danken herzlichst für die uns anläßlich unserer Verlo» bung erwiesenen Aufmerksamkeiten u. übersandten Glückwünsche'. Steffi Schwarz — Jean Falk. Ebenfalls verbindlichsten Dank für die uns zur Verlobung unserer Tochter übermittelten Glückwünsche. Artur Schwarz und Frau. Für die mir anläßlich meines 80. Geburtstages erwiesenen Auf« merksamkeiten danke ich herzlich. Frau Mina Dreifuß. Danksagung. Für die uns erwiesene Teilnahme an unserm schweren Ver» luste danken auf diesem Wege herzlichst Familien Weiler und Joseph. Für die uns anläßlich des Ablebens unserer lieben Mutter er» wiesene Teilnahme dankt herzlichst Familie Ortenberg. Für die uns anläßlich des Hinscheidens unseres lieben Kindes erwiesenen Beileidsbezeugungen danken herzlich. Fritz Kahn und Frau, Albersweiler. Jüdisches Kaffee. Von verschiedenen Seiten wurden dem jüdischen Kaffee Schachspiele, Spielkarten und div. Spiele gratis überlassen, wofür hierdurch allen Spendern der herzlichste Dank ausgesprochen wird. Hilde und Ernst Sternweiler. Rabbinatsbezirk Pirmasens Bewegung des Rabbinatsbezirks: Sterbefall: | 11. Jan.: Frau Dina Jacobs geb. Forst aus Pirmasens, 67 Jahre. Auswanderung: Nach Argentinien: Herr Fritz Kahn aus Pirmasens. Nach Frankreich: Herr Ferdinand Elias und Frau Bertel geb. Wölfl; Herr Louis Wolff, aus Pirmasens. Wegzug: Nach Trier:.Herr Ernst Levy aus Pirmasens. Nach Stuttgart: Herr Justizrat Berthold Kahn und Frau aus Zweibrucken. ■ , (Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Ableben meiner lieben Frau, unserer guten Mutter, Schwester, Schwieger» mutier und Tante Frau Dina Jacobs sprechen innigen Dank aus jakOD Jacobs und Angehörige. Pirmasens, im Januar 1938. Die obige Berichterstattung weist den Mangel an Notizen über Vorgänge in den Bezirksgemeinden auf; wir bitten die Herren Vorstände und Lehrer dringend, uns alle wichtigen Vorgänge in ihren Gemeinden und deren Familien rechtzeitig bis zum 17. jeden Monats zu melden. BezirksrabbinaL Aus den Gemeinden. Pirmasens. Jüdische Winterhilfe. DanK der Gebefreudigkeit unserer Gemeindemitglieder, die bis auf wenige sich allesamt ihrer sozialen Pflicht bewußt und mit ihren Beiträgen Opfer zu bringen gewillt sind, konnten wir auch im Januar die Betreuung der hilfsbedürftigen Familien und Einzel' personen in der Gemeinde Pirmasens und in den uns zugewiesenen Landgemeinden durchführen und die Betreuten, über 100 an Zahl, mit Lebensmitteln, Kartoffeln und Kohlen in dem durch die Rieht» Linien vorgeschriebenen Umfange versorgen. Auch das Ergebnis der 4. Eintopfsammlung am 9. Januar war zufriedenstellend. Wir sagen allen Spendern und Sammlern hiermit unseren aufrichtigen Dank. — Die Anforderungen, welche an uns in den beiden letzten Monaten der Winterhilfszeit gestellt werden, stehen denen in den Vormonaten nicht nach; wir müssen bei unseren Dispositi« onen schon heute an die Sonderlcistungen und Sonderausgaben zu Purim und Fcssach denken und darauf bedacht sein, daß das Aufkommen an Spenden in den Monaten Februar und März zum mindesten die gleiche Höhe wie bisher erreicht. Wir richten daher erneut an alle Gemeindemitglieder, welche zur Beitragsleistung vcrpflichtct sind, die herzliche Bitte, dieser ihrer Verpflichtung weiterhin voll und ganz nachzukommen. — Denkt an die Pfund» spende! Nächste Pfundspendenverteilung: Mittwoch, den 2. Febr. — 5. Eintopfsammlung: Sonntag, den 13. Febr. — Eine besondere Spendenaktion, .uf die wir unsere Gemeindemitglieder noch durch ein Rundschreioen rechtzeitig vorbereiten werden, soll in Anleh»1 •mmt; an das biblische Schekelgesetz und im Anschluß an den Schabbath Schekalim am Sonntag, 27. Februar -auf Anregung der ■Reichsvertrctung der Juden in Deutschland durchgeführt werdeni •Wir beabsichtigen, zum Zwecke der Seelischen Winter» hilfe unseren Hilfsbedürftigen am Donnerstag, den 17. Febr., im Gemeindesaal, zwei Veranstaltungen zu bieten, für welche wSr die Vortragskünstlerin Frau Lotte Levy»Baer, Wiesbaden gewannen haben. Zu diesen beiden Veranstaltungen sind auch alle anderen Gemeindemitglieder herzlichst eingeladen. Die Nach« mittagsveranstaltung — Beginn 16.30 Uhr ist für die Jugend, bc« sonders für alle Schüler und Schülerinnen, bestimmt, die Abend» Veranstaltung — Beginn 20.30 Uhr — für die Erwachsenen; Motto der letzteren: „Wanderung und Wandlung". — Eintritt für alle frei. Der Reinerlös aus dem Verkauf der Programme fließt der Jüd. iWinterhilfe Pirmasens zu. — Eine nochmalige Einladung wird wenige Tage vorher durch Anschläge erfolgen. Die Leitung. Oneg Schabbat. : Am 12. und am 26, Februar veranstalte ich mit der Jugend einen Oneg Schabbat, und zwar für die Kinder im Alter von 6—10 iahren einschl. in der Zeit von 14.30 bis 15.45 Uhr, für die Jugend» chen im Alter von 11—15 Jahren einschl. in der Zeit von 16.00 bis 17.15 Uhr. Alle Schüler und Schülerinnen sind hiermit herz» lachst eingeladen. Dr. Nellhaus. Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, Ortsgruppe Pirmasens. Unser lieber Kamerad, Herr Ernst Baer, der 1. Vorsitzende un» serer Ortsgruppe, feierte am 7. Januar seinen 50. Geburtstag. Aus diesem Anlaß sprach ihm die Ortsgruppe ihre Glückwünsche aus und lüberreichte ihm in voller Würdigung seiner selbstlosen, verdienst» vollen Arbeit im Dienste des Bundes, der Kriegsopterfürsorge und des Sportes ein Ehrengeschenk. Jüdischer Kulturbund für die Pfalz, Ortsgruppe Pirmasens. Die elntte Veranstaltung in unserer Ortsgruppe am 19. Januar erfreute sich eines guten Besuches, den unser Gast, Frau Edith Herrnstadt'Oettingen, Berlin ihrem Rufe als Meisterin der Vor* tragskunst zu verdanken hatte. Die Künstlerin bewährte sich wie immer als Mittlerin jüdischer Dichtungen und Erzählungen aus alter und neuer Zeit und damit zugleich jüdischer Gedanken und Gefühle. Unser Reichtum an jüdischen Werten kam uns in dem ganzen vielfältigen Programm zum Bewußtsein, zugleich aber auch die Tragik, der Sinn und Segen unseres Schicksals. Durch den kraft» vollen Zuspruch von Erwin Zimeth „Kaddisch eines alten Rabbi", mit dessen eindrucksvoller Wiedergabe durch die Künstlerin wohl der Abend seinen Höhepunkt erreichte, fühlten wir uns zu neuer Daseitnsbejahung ermuntert. Die Zuhörerschaft spendete Frau Herrnstadt'Oettingen durch den Mund des Vorsitzenden der Orts» gruppe, sowie durch Beifall und. Blumen den Wohlverdienten Dank. Von der Vortragstätigkeit dieser Künstlerin darf gesagt werden, daß sie einen Kiddusch haschem, eine Heiligung des göttlichen .Namens bedeutet, daß sie die Kulturbundveranstaltung gleich« sam in einen feierlichen Gottesdienst verwandelt. N. Mit besonderer Freude dürfte wohl von unseren Mitgliedern die Ankündigung eines heiteren Kleinkunstabends, be« titelt „In Kostüm und Maske" aufgenommen werden. Derselbe soll am Mittwoch, den 9. Februar, abends im Gemeindesaal statt« finden. Der Besuch dieser Veranstaltung kann und wird den er« wachsenen Kulturbundmitglicdcrn, sofern sie nicht zu den von Wohlfahrt und Winterhilfe Betreuten gehören, nur gegen Vorzei« gung der ordnungsmäßigen Mitgliedskarte und des Programms, das durch Zahlung eines Sonderbeitrages erworben werden muß, gestattet werden. Wir laden alle erwachsenen Mitglieder freundlichst ein und verweisen im übrigen auf die Anzeige im Gemeindeblatt und auf die Anschläge im Gemeindesaal und im Rest. Mayer. Wir bitten, den Monats« und Sonderbeitrag gleich beim erstmaligen In« kasso an unsere Botin Frau Flora Bcnedick zu entrichten. Der Bildungsausschuß. Berufsberatung. Frau 'Lucy Levy »'Zobel, die langjährige Berufsberaterin der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und spätere Leiterin der Zertifi» Ikatsabteilung' des Palästina'Amtcs der Jewish Agency in Berlin, wird am Mittwoch, den 2. Februar, in Pirmasens anwesend sein. Am Nachmittage wird sie im Gemeindezimmer zu den zur Schulentlassung kommenden Jugendlichen über Berufswahl etc. sprechen; abends 8.15 Uhr findet in den Gemeinderäumen ein Elternabend statt, der Frau LevyZobel Gelegenheit geben soll, alle einschlägigen Fragen mit den Eltern zu behandeln. Wir laden unsere verehrlichen Gemeindemitglieder, insbesondere alle interessierten Eltern, aufs herzlichste zu dieser Veranstaltung ein. Der Synagogenrat. Persönliche Nachricht. Wohn und Schlafzimmer, gut möbliert, evtl. mit Küchenbenützung, Heizung und fließendem Wasser, per sofort abzugeben. Näheres zu erfahren bei Bezirksrabbiner Dr. Nellhaus, Tel. 346. Letzter Einsendungstermin für die nächste Nummer: 17. Februar.