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Jüdischer Volksbote · 1914-06-01 · 34 (6.1914) · p. Seite 528

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Journal
Jüdischer Volksbote
Volume
1914
Issue
34 (6.1914)
Date
1914-06-01
Page
Seite 528 (sequence 14)
Language
German
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528 .Gesegnet wird sein'» .fä$* Stäbbon Gamliel, .das Andenken Schalom KettaS für alle "Zeiten. Es heißt im letzten Verse des 47. PsalmS: Versammelt sind die Fürsten der Völker zu einem Volke deS Gottes Abrahams; denn Gottes find der Erde Schilde; gar sehr erhaben ist er. — Einst hat Gott zu Abraham gesprochen: Ich will Dich machkn zu einem großen Bylke und ich will Dich segnen und ich will groß machen Deinen Namen, und Du selbst sollst Segen sein, und rch werde segnen, die Dich segnen, und denen, die Dir fluchen, werde ich fluchen, und eS sollen gesegnet werden durch Dich alle Geschlechter der Erde. — Und nach allen diesen Verheißungen erst befahl Gott dem Abraham, den Bund der BefchneLung an sich zu vollziehen, und Er sprach zu ihm: Fürchte Dich nicht, rch bin Dir ein Schild. — Dem Schalom Ketia aber hat Gott keinerlei Verheißung gemacht, und dennoch ist er in den Bund Abrahams eingetreten und hat sein Leben geopfert zur Rettung der jüdischen Nation — deshalb ist er mehr und größer als Abraham, und auf ihn bezieht sich die Verheißung: Denn Gottes sind die Schilde der Erde, gar sehr erhaben ist er, erhabener und größer als unser großer Vater Abraham.*) Als Rabbon Gamliel geendet hatte, stürzte der Haushofmeister derDomttilla, derFreigelasseneStephanus, ins Zimmer. .Fliehet eilig von hinnen", rief er den Weisen zu, .es nahet eine Botschaft des Kaisers. Folgt mir, ich führe Euch durch einen anderen AuSgang ins Freie!" .Geht", sagte Domitilla, und betet für mich und meinen teuren Gatten". .Für Schalom Ketia", sagte Rabbon Gamliel, .brauchen wir nicht zu beten. Er hat dasHöchste vollbracht, was ein Mensch auf Erden zu leisten vermag. Die ewige Seligkeit wird ihm zu teil werden, und auch Du, teure Herrin, wirst einst entgehen in die Wohnung der Seligen." .Eilt", rief Stephanus, .die Boten des Kaisers dürfen Euch hier nicht finden." Die Rabbitser folgten dem voranschreitenden Haushofmeister. Bald nartzher trat die Gesandschast des Kaisers bei Domitilla ein; sie verkündete ihr, daß der Kaiser eigentlich di^ Verpflichtung habe, auch sie vor Gericht zu stellen, *) Lieh« Midrasch 3alkut zur Stell«.

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