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Jüdischer Volksbote · 1913-12-01 · 31 (12.1913) · p. Seite 467

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdischer Volksbote
Volume
1913
Issue
31 (12.1913)
Date
1913-12-01
Page
Seite 467 (sequence 13)
Language
German
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— 467 wenn nicht manche so lieblos gewesen wären, uns unseres Glaubens wegen zu bedrücken und zu verfolgen, .toi jpna raxj? naoo „Aus der Wunde selbst bereitet Gott das Pflaster zur Heilung". Die Wunden, die man uns geschlagen und schlägt, sie bilden das Pflaster und zugleich den Kitt, der uns zusammenhält. Nach dem Friedhof kommt die Stadt, und dort finden wir, was wir suchen — sollen-: unfern Glauben, unser Volk, unsere Brüder, unser Judentum. In den Leiden finden wir uns selbst wieder. Aus den Leiden ersprießt uns der Segen, sie find die Ursache unserer Erhaltung, unserer Entwicklung, unseres Seins. Aus vr. F. Kanter's mi'bai bvü. «Sp Akibcl.) Historische Erzählung von Rabbiner vr. M. Lehmann. - (Fortsetzung). Wenn die zahlreiche jüdische Gemeinde sich bewaffnen und die Fahne des Aufruhrs aufpflanzen wollte, so wüiden alle edlen Männer für die Juden Partei ergreifen, und die Macht Domitians wäre bald zu ^nde". „Wir können Deinem Worte nidjt zustMnnen", nahm Rabbi Eleasar ben Asarja das' Wort, „wir dürfen keine Schritte tun, die unseren Verfolgern den Vorwand liefern würden, uns zu vertilgen. Rur von gesetzlich erlaubten Mitteln dürfen wir Gebrauch machen, um uns und unser Volk zu retten". „Ich fürchte", antwortete Clemens, „daß es kein gesetzliches Mittel gibt, um einen römischen Imperator von seinem Entschlüsse abzubringen. Und Ihr, wollt Ihr, da das Verderben ganz Israel bedroht, davor zurückschrecken, der Gewalt Gewalt entgegenzusetzen?" „Gott wird uns nicht verlaffen", sagte Rabbi Akiba. „Es heißt in der heiligen Schrift: Wie die vier Winde habe ich Euch ausgebreitet. — Wie die Welt die der Winde nicht entbehren kann, so kann sie Israels nicht entraten. Gott wird uns Mittel und Wege zeigen, wie wir die Gefahr in weniger gewaltsamer Weise abzuwenden vermögen". *) Mit Genehmigung der Verlagsbuchhandlung I. ltauffman n in Frankfurt a. M. zum Abdruck gebracht. Nachdruck verboten.

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