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Jüdischer Volksbote · 1913-08-01 · 29 (8.1913) · p. Seite 432

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Journal
Jüdischer Volksbote
Volume
1913
Issue
29 (8.1913)
Date
1913-08-01
Page
Seite 432 (sequence 22)
Language
German
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432 Er da aufbewahrt für Seine Diener, deren einziges Streben es ist. Seinem heiligett Willen gemäß zu leben!" Und die Weisen sprachen: „Du hast uns getröstet, Akiba, Du hast stns getröstet. 7 Während das römische Polk mit seinen Jubelrufen die Straßen der Stadt erfüllte^ waren des Kaisers nächste Freunde und Verwandte in! nicht geringen Schrecken versetzt worden. Nachdem der Kaiser den Bürgern ein großes Festmahl gegeben hatte, nahm er sich vor, eine Gasterei für eine auserlesene - Anzahl von Personen aus der höchsten Aristokratie folgen zu lassen. Er richtete ein Gemach ganz schwarz het. Tie Decke war schwarz, der Fußboden war schwarz und die ausgestellten steinernen Sitzreihen waren mit schwarzem Tuch ausgeschlagen. Die Gäste wurden zu Abend ohne ihre Dienerschaft eingeladen, und 'jeder sah neben seinem Speisesopha eine Säule gleich einer Grabessäule ausgestellt; in diese war der Name des Gastes eingegraben. Darüber hing die dreifüßige Grabtslampe. Kaum hatten die Gäste Platz genommen, so trat ein Trupp geschwärzter nackter Knaben herein und führte einen Tanz in schauerlichen Bewegungen aus. Tann traten die schwgrzen Knaben vor die Gäste und boten ihnen zum Mahlss Speisereste an, wie sie das römische Volk seinen Toteji vorzusetzen pflegte. Die Gäste waren vor Schrecken wie gelähmt und erwarteten in jedem Augenblick den Tod. Ta trat der Kaiser herein, langsam und feierlichen Schrittes. Auch er ließ sich nieder, ließ sich die Speiseteste reichen, aß davon und sprach dann: > „Ja, meiste Freunde, die Abgeschiedenen müssen sich mit den Speiseresten begnügen, solche Neste sind ein kostbares Mahl für die Schatten, die zum Orcus hinabfahren. Wisset und denket daran, daß es in jedem Augenblick in meiner Macht steht. Euch auf den Weg, der zum Orcus hinabführt, zu senden. Ich werde von dieser meiner Macht Gebrauch machen, gegen Jeden, der es wagt, an meiner Gottesmacht zu zweifeln. Meine Macht ist gleich der des Jupiter, und ich werde mit meinen Donnerkeilen Jeden zerschmettern, der es wagt, gegen mich sich aufzulehnen. — " Der Kaiser erhob sich, und die Gäste durften zu ihrer Ueberraschung nach Hause gehen. Am andern Tag erschien bei Jedem von ihnen der Sklave, der ihn bedient hatte, rein gewaschen und gekleidet; er brachte die silbernen Schlüssel und den silbernen Becher, die der Gast bei » «

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